Alice Weidel und Robert Habeck treten nicht im TV-Duell gegeneinander an. Als Alternative gibt es einzelne Fragerunden mit dem Motto „Was nun?“. Wo diese zu sehen sind.
Update, 21.58 Uhr: Trotz massiver Unterstützung durch US-Milliardär und Donald-Trump-Berater Elon Musk: Eine Einladung ins Weiße Haus hat AfD-Chefin Alice Weidel bisher nicht bekommen. „Nein, ich bin nicht eingeladen ins Weiße Haus“, antwortete sie auf eine entsprechende Frage in der ZDF-Sendung „Was nun, Frau Weidel?“. Zur Frage, ob sie dankbar sei für die Wahlkampfhilfe von Musk, sagte sie, sie freue sich über ein sehr gutes Verhältnis ihrer Partei nach Osten und nach Westen und eine Dialogfähigkeit zu beiden Supermächten, aber auch zu China.
Weidel bekräftigte ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Union, die ihrerseits eine Zusammenarbeit ausschließt. „Meine Hand ist ausgestreckt. Man kann in Verhandlungen eintreten“, sagte sie. „Ja, auch gerne als Juniorpartner“, fügte Weidel auf Nachfrage hinzu. Sie kritisierte, dass sich die Union mit der sogenannten Brandmauer in Koalitionen mit linken Parteien einzementiere. „Ich glaube, dass Friedrich Merz nicht mehr davon runtergeht und das ganz zum Schaden unseres Landes, weil dadurch keine politische Wende möglich sein wird“, sagte sie mit Blick auf Unionskanzlerkandidat Merz.
Update, 20.27 Uhr: Im ZDF hat Alice Weidel erklärt, vor der Bundestagswahl wolle sie keine konkrete Prognose abgeben. Dennoch sagte die AfD-Chefin: „Wünschenswert, das muss ich ihnen ganz offen sagen, wenn wir 25 Prozent der Bundestagssitze hätten.“ Auf diese Marke hoffe Weidel, da die AfD dann alleine Untersuchungsausschüsse im Bundestag einleiten könne. Derzeit liegt die AfD die Umfragen zwischen 20 und 22 Prozent. Die Möglichkeit einer Regierungsbildung mit der AfD schließen alle anderen Parteien aus.
Update, 20.11 Uhr: Im ZDF heißt es: „Was nun, Frau Weidel?“ Die AfD-Chefin hat den Berechnungen mehrerer Wirtschaftsinstitute widersprochen. Insgesamt würden die Vorhaben 180 Milliarden Euro kosten – so die Wirtschaftsinstitute. Institute hatten ausgegeben, dass die angekündigten Steuererleichterungen der AfD ebenso Steuererhöhungen nach sich ziehen müssten. Weidel hingegen sprach nun von 100 bis 110 Milliarden, die man „ganz einfach einsparen“ könne. Beispielsweise könne bei Entwicklungshilfe gespart werden, auch sollten Menschen ohne deutschen Pass kein Bürgergeld mehr erhalten, wiederholt Weidel die Forderungen der AfD.
Erstmeldung: Berlin – Nach dem TV-Duell von Friedrich Merz (CDU) und Olaf Scholz (SPD) ist vor dem Schlagabtausch zwischen Alice Weidel (AfD) und Robert Habeck (Grüne)? Mitnichten. Ursprünglich hatten ARD und ZDF ein TV-Duell zwischen Habeck und Weidel geplant, doch der Kanzlerkandidat der Grünen sagte schlussendlich ab. Nun kommt es als Alternative zum TV-Duell zu zwei kürzeren Runden, in denen sich die Kandidaten einzeln den Fragen der Moderatoren stellen. Wo und wann die TV-Duell-Alternative zu sehen ist.
Als Alternative zum TV-Duell mit Habeck: Weidel live bei „Was nun“ vom ZDF zu sehen
Am Tag nach dem ersten TV-Duell zwischen Merz und Scholz sendet das ZDF Kandidatenrunden im Doppelpack. Um 19.50 Uhr stellt sich die Kanzlerkandidatin der AfD im Format „Was nun, Frau Weidel?“ den drängendsten Fragen vor der Bundestagswahl. Zuvor ist bereits Robert Habeck in einer ähnlichen Fragerunde zu sehen. Ursprünglich wollten ARD und ZDF zwei TV-Duelle ausstrahlen. In der Planung der Sender sollten dabei in der zweiten Runde die Spitzenkandidaten von Grüne und AfD aufeinander treffen.
Kurz vor Weihnachten gab es dann die Absage. „Daher wird die Produktion des zweiten angedachten Duells von ARD und ZDF in dieser Form nicht stattfinden“, hieß es damals in einer Erklärung zum möglichen TV-Duell zwischen Weidel und Habeck. Der Grünen-Kanzlerkandidat hatte damals schriftlich abgesagt. ARD-Chefredakteur Oliver Köhr bestätigte im NDR: Jetzt wissen wir, dass Robert Habeck auch ganz hochoffiziell das nicht machen möchte.“
Nach TV-Duell von Scholz und Merz: „Was nun, Frau Weidel“ wird live bei ZDF gesendet
Hintergrund der Absage des TV-Duells zwischen Weidel und Habeck war, dass die Grünen darauf pochten, Habeck an dem Format mit Scholz und Merz, also in einem sogenannten Triell, zu beteiligen. Kurz vor der Bundestagswahl kam es allerdings bei diesem Punkt zu keiner Einigung. Als Alternative zum TV-Duell setzt das ZDF nun jeweils einzelne Fragerunden mit Weidel und Habeck an. ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten und ZDF-Nachrichtenchefin Anne Gellinek werden durch beide Sendungen führen. Los geht es um 19:25 Uhr mit Fragen an Habeck, um 19:50 Uhr folgt dann Alice Weidel.
Die AfD-Spitze im Wandel der Zeit: von Bernd Lucke bis Alice Weidel
Bis zur Bundestagswahl treten die Spitzenpolitiker noch in zahlreichen TV-Formaten gegeneinander an. Auch am Montagabend ist der sogenannte Vierkampf zwischen den kleineren Parteien zu sehen: Bei Hart aber fair werden bei Louis Klamroth folgende Gäste erwartet: Christian Lindner (FDP, Bundesvorsitzender), Jan van Aken (Die Linke, Parteivorsitzender), Sahra Wagenknecht (BSW, Parteivorsitzende) und Dorothee Bär (CSU, stellvertretende Parteivorsitzende). Vor der Bundestagswahl wird es zudem noch ein Quadrell geben: die Vierer-Runde der Sender RTL und ntv mit Scholz, Merz sowie Robert Habeck (Grüne) und Alice Weidel (AfD) am kommenden Sonntag.
Alternative zum TV-Duell mit Habeck: Weidel stellt sich Fragen beim ZDF live
Wie das ZDF über die Alternative zum TV-Duell zwischen Weidel und Habeck schreibt, werden die Kandidaten unter anderem zu ihrem Kurs bei der Migrationspolitik befragt werden. Aber auch Fragen zur Wirtschafts- und Außenpolitik stehen auf der Agenda. Aktuelle Umfragen vor der Bundestagswahl sehen derweil die AfD bei 21 Prozent. Das geht aus der Insa-Umfrage im Auftrag der Bild am Sonntag hervor. Die Partei von Weidel ist damit zweitstärkste Kraft hinter der Union aus CDU und CSU. Die Grünen von Kanzlerkandidat Robert Habeck liegen indes abgeschlagen bei 12 Prozent. (fbu)