Jährlich frische Milliarden

Zwei neue Patriots, bitte: Pistorius mit Einkaufszettel bei Trump

+
Lagebeurteilung vom „Feldherrenhügel“ aus: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) blickt aus der Luke einer Panzerhaubitze 2000. Offenbar schießt die Bundesrepublik jetzt finanziell aus allen Rohren gegen Wladimir Putin und kauft zwei Patriot-Systeme von den USA für die Ukraine. US-Präsident Donald Trump hat einen Deal gemacht.
  • schließen

Im Weißen Haus klingeln die Kassen: Mit vollen Taschen besucht Verteidigungsminister Pistorius die USA und will Putin mit Milliarden in die Knie zwingen.

Berlin – „Für uns wird das ein Geschäft sein“, sagt Donald Trump. „Die EU zahlt dafür. Wir zahlen nichts, aber wir werden liefern.“ Der 47. Präsident der USA wittert einen neuen Fall von „America First“ als Produzent von Rüstungsgütern für den Ukraine-Krieg gegen Wladimir Putins Invasionstruppen. Die Zeche wollen vor allem die Deutschen begleichen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet – also weder die EU noch die Nato, wie Trump vorgibt. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) reist nach Washington, um mit seinem Amtskollegen Pete Hegseth über die weitere Unterstützung der Ukraine und die militärische Zusammenarbeit in der Nato zu beraten. Es sei sein erster Besuch in den USA seit dem Amtsantritt der Regierung von US-Präsident Donald Trump im Januar, so die dpa. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kann sich freuen.

Immer wieder fordert Selenskyj die Aufrüstung seiner Luftabwehr – den Nachweis ihrer Notwendigkeit haben die Systeme allein dadurch bewiesen, dass die Ukraine diesen Krieg noch offen hält. Das System besteht aus verschiedenen Komponenten, dient aber lediglich einem einzigen Zweck: dem Aufspüren, Identifizieren und Neutralisieren von Flugkörpern – entweder ballistischen, also solchen, die vom Boden abgeschossen nach einer bogenförmigen Flugkurve auch wieder auf dem Boden auftreffen – als auch Marschflugkörpern; also solchen, die beispielsweise von Flugzeugen ausgeklinkt ihren Flug geradlinig bis zum Ziel fliegend zurücklegen.

Tischtuch zerschnitten zwischen Trump und Putin: „Er redet schön und bombardiert dann am Abend alle.“

„Ohne die Patriot und andere Systeme wären die ukrainischen Städte in einer sehr schlechten Verfassung. Die von den USA und dem Westen gelieferte Luftverteidigung war absolut entscheidend“, sagte Rajan Menon, Direktor der US-amerikanischen Denkfabrik Defence Priorities: Entgegen vorherigen „Stimmungen“ des US-Präsidenten soll die Ukraine jetzt doch Waffen erhalten – allerdings keine aus den Beständen der US-Armee, die vorgibt, knapp zu sein an eigenen Vorräten. Laut dpa habe Trump angekündigt, neu zu produzierende Patriot-Waffensysteme an die europäischen Verbündeten verkaufen zu wollen, damit sie an die Ukraine geliefert werden können.

„Putin hat wirklich viele Menschen überrascht. Er redet schön und bombardiert dann am Abend alle. Aber es gibt da ein kleines Problem. Das gefällt mir nicht.“

Donald Trump, Tagesspiegel

Möglicherweise wittert Trump seinen nächsten Deal zum Vorteil zuerst der USA. Andererseits hat er möglicherweise eingesehen, dass ihn der russische Potentat Wladimir Putin bisher am Nasenring durch die Manege geführt hat, und der Verkauf der Patriots ist eine Trotzreaktion. „Putin hat wirklich viele Menschen überrascht. Er redet schön und bombardiert dann am Abend alle. Aber es gibt da ein kleines Problem. Das gefällt mir nicht“, zitiert ihn der Tagesspiegel.

Mark F. Cancian stellt klar, dass die Europäer finanziell ähnlich stark im Ukraine-Krieg engagiert gewesen seien wie die USA; auch als der Kongress Ende 2024 über die Mittel stritt, hätten sich die Europäer als verlässlicher Partner bewiesen, so Cancian in einer Analyse für den US-Thinktank Center for Strategic and International Studies (CSIS). Allerdings räumt er ein, dass die einzelnen Länder aufgrund ihrer zurückgefahrenen Rüstungsindustrie ihre Möglichkeiten möglicherweise bereits ausgereizt hätten. Und obwohl die Ukraine bereits teilautonom klassische Rüstungsgüter wie die Bohdana-Haubitze oder Artilleriemunition produziere, sei das ein Tropfen auf den heißen Stein; selbst die autonome Produktion von Drohnen sei allein kaum kriegsentscheidend. Das bringt Donald Trump in eine Position, die er liebt, wie keine andere: Er ist am Drücker und bestimmt den Gang der Dinge.

Merz fährt jetzt Dollars an der Front auf: „Wir sind bereit, weitere Patriot-Systeme von den USA zu erwerben“

Was auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für sich in Anspruch nimmt: „Wir sind bereit, weitere Patriot-Systeme von den USA zu erwerben und sie der Ukraine zur Verfügung zu stellen“, sagte er während der Ukraine Recovery Conference am 10. und 11. Juli in Rom, wie der Business Insider (BI) berichtet. Definitiv verfügt die Ukraine über zu wenige Luftabwehr-Systeme, um den Himmel über dem eigenen Land wieder zu kontrollieren; aber jedes komplette System, jede einzelne Rakete treibt den Preis für Wladimir Putins aggressive Expansionspolitik in die Höhe – bis er ihn vielleicht nicht mehr zahlen kann. Der BI geht aufgrund von Analystenmeinungen davon aus, „dass die Ukraine über sechs bis acht Batterien verfügt – weit weniger, als sie zum Schutz ihrer Städte vor den nächtlichen Angriffen Russlands benötigt“, wie BI-Autor Matthew Loh schreibt.

Reuters berichtet, eine neu produzierte einzelne Patriot-Batterie kostet laut dem Center for Strategic and International Studies mehr als eine Milliarde US-Dollar, davon 400 Millionen Dollar für das System und 690 Millionen US-Dollar für die Raketen in einer Batterie, so die Nachrichtenagentur. Deutschland plant den Kauf von zwei Batterien, Norwegen will eine zusteuern. Deutschland selbst verfügt ebenfalls über immer weniger Systeme, nachdem drei aus dem zwölf Systeme umfassenden Bestand der Bundeswehr bereits in die Ukraine gespendet worden sind; zwei Systeme stehen in Polen zur Stärkung von deren Luftverteidigung.

Klartext von Pistorius: „Mehr können wir definitiv nicht geben“ an Patriot-Systemen – dafür fließt Geld

Ein System ist aufgrund von Wartungs- und Schulungsaufgaben außer Betrieb, insofern sei die Zeit der reinen Waffenhilfe jetzt vorbei, erklärte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius aktuell gegenüber der Financial Times (FT). „Wir haben nur noch sechs in Deutschland. „Das ist wirklich zu wenig, vor allem angesichts der Fähigkeitsziele der Nato, die wir erfüllen müssen. Mehr können wir definitiv nicht geben“, so Pistorius in der FT. Jedenfalls keine Waffen – dafür aber viel Geld.

Fünf Milliarden Euro. Ende Mai hatte Pistorius mit seinem ukrainischen Amtskollegen Rustem Umerov vereinbart, dass Deutschland künftig die Produktion von weitreichenden Waffensystemen in der Ukraine finanzieren wolle, wie das Bundesministerium für Verteidigung (BMVG) mitgeteilt hat. Das Geld stamme aus den bereits durch den Bundestag bewilligten Mitteln. Die teils direkten Investitionen in die ukrainische Rüstungsindustrie und die Kooperationen der Rüstungskonzerne seien erklärtes Ziel der Bundesregierung für eine langfristige und nachhaltige Stärkung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeit, so das BMVG. Deutschland und die Nato schalten damit einen Gang hoch.

„Das ist kein Problem“: US-Soldaten sollen in Deutschland bleiben – Trump und Putin dicke Freunde?

Aus der „Immediate Action on Air Defense“ der Nato würde mit dem frischen Geld eine „Enduring Action on Air Defence“, also aus dem schnellen Eingreifen eine dauerhafte Hilfe – und zwar durch Projekte, die nur in Zusammenarbeit verschiedener Nato-Länder zu realisieren seien, so Pistorius. Die Gesamtsumme der von Deutschland bereitgestellten Mittel für die militärische Unterstützung der Ukraine belaufe sich aktuell auf mehr als 38 Milliarden Euro, veröffentlicht das Verteidigungsministerium – und verschweigt: Kein Ende in Sicht.

Donald Trumps Orbit: Einflüsterer, Berater und Vertraute des Präsidenten

Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weißen Hauses unter Donald Trump
Der Posten der Pressesprecherin des Weißen Hauses war in der ersten Amtszeit Donald Trumps ein regelrechter Schleudersitz. Gleich viermal wechselte die Besetzung. Seit 2025 bekleidet Karoline Leavitt das Amt. Zum Zeitpunkt ihrer Ernennung war Leavitt gerade mal 27 Jahre alt und ist damit die jüngste Pressesprecherin, die das Weiße Haus jemals hatte. © CHIP SOMODEVILLA/AFP
Elon Musk, hier mit seiner Mutter (l.), seinem Sohn und First Lady Melania Trump
Elon Musk, hier mit seiner Mutter (l.) und seinem Sohn sowie First Lady Melania Trump (r.), leitete zu Beginn in der neuen Regierung von Donald Trump eine Abteilung für effizientes Regieren: das „Department of Government Efficiency“ (DOGE). Der Milliardär und mutmaßlich reichste Mensch der Welt sollte nach den Vorstellungen Trumps „den Weg ebnen, um die Regierungsbürokratie abzubauen, überflüssige Vorschriften zu streichen, verschwenderische Ausgaben zu kürzen und die Bundesbehörden umzustrukturieren“. Doch die Freundschaft zwischen Musk und Trump hielt nicht lange. Nach Musks Ausscheiden aus DOGE kam es öffentlich zum Streit. © Alex Brandon/dpa
Unterstützung soll Elon Musk von Vivek Ramaswamy erhalten.
Unterstützung sollte Elon Musk dabei von Vivek Ramaswamy erhalten. Der 39 Jahre alte Geschäftsmann hatte sich bei den Vorwahlen in den USA noch als Präsidentschaftskandidat der Republikaner beworben und war damals gegen Donald Trump angetreten. Nun sollen Musk und Ramaswamy zu zweit einen Posten besetzen und die Regierung effizienter gestalten. Trump nannte sie beide „wunderbare Amerikaner“. © IMAGO/MATT MARTON
Jeff Bezos, hier mit seiner Verlobten Lauren Sanchez kurz vor der gemeinsamen Hochzeit in Venedig.
Nach dem öffentlichen Streit zwischen Donald Trump und Elon Musk rückt dessen größter Konkurrent näher an den US-Präsidenten heran: Jeff Bezos, hier mit seiner Verlobten Lauren Sanchez kurz vor der gemeinsamen Hochzeit in Venedig. Der Amazon-Gründer ist auch Chef der Weltraumfirma Blue Origin, die Musks SpaceX im Kampf um Regierungsaufträge gerne den Rang ablaufen möchte. Wohl auch deshalb telefonierte Bezos in den vergangenen Wochen gleich mehrfach mit Trump. © imago
Lara Trump ist die Schwiegertochter Donald Trumps
Lara Trump ist die Schwiegertochter Donald Trumps und seit mehreren Jahren schwer aktiv in Politik und Medien. Die Ehefrau von Eric Trump tritt regelmäßig bei rechten TV-Sendern auf und ist seit 2024 Vorsitzende der Partei der Republikaner. Im Wahlkampf spielte die 42 Jahre alte, zweifache Mutter eine große Rolle und auch im Übergangsteam Donald Trumps soll sie eingebunden sein. Ob sie ein offizielles Amt übernehmen wird, ist bislang unklar. © IMAGO/Robin Rayne
Donald Trumps zweitältester Sohn Eric Trump
Donald Trumps zweitältester Sohn Eric Trump hatte beim Wahlsieg seines Vaters 2016 keine herausragende Rolle im Übergangsteam inne. Das soll laut US-Medien diesmal anders sein. Eric Trump soll wie seine Frau Lara bei Personalentscheidungen eingebunden sein und laut dem Rolling Stone Magazine sogar eine offizielles Amt im Weißen Haus anstreben. © Matt Freed/dpa
Charles Kushner soll unter Donald Trump US-Botschafter in Frankreich werden
Charles Kushner soll unter Donald Trump US-Botschafter in Frankreich werden. Der Vater von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner saß zwei Jahre im Gefängnis, ehe Trump ihn am Ende seiner ersten Amtszeit begnadigte. Kushner soll Steuern hinterzogen und Familienmitglieder bedroht und erpresst haben. © CHRIS HONDROS/AFP
Donald Trumps Tochter Tiffany Trump
Gerüchten zufolge könnte Tiffany Trump in Zukunft die Rolle Ivankas im Gefolge des gemeinsamen Vaters übernehmen. Die jüngste Tochter Donald Trumps trat im Wahlkampf 2024 deutlich häufiger als noch 2016 oder 2020 auf. Eine Position im Kabinett oder eine prestigeträchtige Funktion als Präsidentenberaterin in Washington DC kommt für die 31-Jährige aber wohl zu früh. © imago
Alina Habba soll Donald Trump als Beraterin des Präsidenten ins Weiße Haus folgen
Alina Habba soll Donald Trump als Beraterin des Präsidenten ins Weiße Haus folgen. Die 40 Jahre alte Anwältin vertrat Donald Trump unter anderem in dessen Prozess wegen Schweigegeldzahlung in New York. Bei den wochenlangen Verhandlungen stellte sich Habba regelmäßig vor dem Gerichtssaal der Presse und verteidigte ihren Mandanten. Den Prozess verlor Trump zwar, seiner Anwältin scheint er aber weiter zu vertrauen. © ANDREW HARNIK/AFP
Stephen Miller (2.v.r.), hier im Jahr 2017 zwischen Jared Kushner und Steve Bannon
Stephen Miller (2.v.r.), hier im Jahr 2017 zwischen Jared Kushner und Steve Bannon, war bereits in der ersten Administration von Donald Trump als Berater und Redenschreiber des Präsidenten tätig. Der 39 Jahre alte Jungpolitiker ist ein absoluter Hardliner in Sachen Migrationspolitik. Er gilt als geistiger Vater des Einreiseverbots für Muslime, das Trump 2017 erlassen hatte und warb im Vorfeld der US-Wahl 2024 für eine „100-prozentige Abschiebungspolitik“. Man werde „all diese kriminellen Migranten, die ins Land geströmt sind, als erstes abschieben“. Im neuen Weißen Haus Donald Trumps könnte Miller stellvertretender Stabschef werden. © Evan Vucci/dpa
Kash Patel ist langjähriger Trump-Vertrauter
Kash Patel ist langjähriger Trump-Vertrauter und gern gesehener Gast in rechten Podcast-Formaten wie dem „War Room“ von Steve Bannon. Trump ernannte den 44 Jahre alten Anwalt mit indischen Wurzeln zum Direktor des FBI. © IMAGO/Brett Johnsen
Thomas Douglas Homan war einst Polizist, wurde dann Beamter einer Einwanderungsbehörde und später politischer Kommentator im rechten Mediensprektrum
Thomas Douglas Homan war einst Polizist, wurde dann Beamter einer Einwanderungsbehörde und später politischer Kommentator im rechten Medienspektrum. Der 62 Jahre alte Politiker gilt als der Architekt hinter der Entscheidung der ersten Administration von Donald Trump, Migrantenfamilien in Käfige zu stecken und Kinder von ihren Eltern zu trennen. Mit Blick auf die neue Regierung Donald Trumps sagte Homan: „Illegalle Einwanderer sollten es jetzt mit der Angst zu tun haben.“ Trump gab bekannt, dass Homan als sogenannter „Grenz-Zar“ die Grenzsicherung und Abschiebepolitik koordinieren soll. © Lev Radin/Imago
Donald Trump wird Mike Huckabee als US-Botschafter nach Israel schicken.
Donald Trump wird Mike Huckabee als US-Botschafter nach Israel schicken. Der 69 Jahre alte Ex-Gouverneur war noch nie als Diplomat tätig, gilt aber als loyaler Verbündeter des künftigen Präsidenten. „Mike ist seit vielen Jahren ein großartiger Staatsdiener, Gouverneur und religiöser Führer“, sagte Trump in einer Erklärung. „Er liebt Israel und das israelische Volk, und ebenso liebt das israelische Volk ihn. Mike wird unermüdlich daran arbeiten, Frieden im Nahen Osten zu schaffen.“ Huckabee war einst Pastor einer baptistischen Kirche und wird der erste US-Botschafter in Israel sein, der nicht jüdischen Glaubens ist. © John Taggart/AFP
Michael George Glen Waltz, genannt Mike Waltz
Michael George Glen Waltz, genannt Mike Waltz, hat beste Chancen darauf, Sicherheitsberater in der neuen Administration von Donald Trump zu werden. Der 50 Jahre alte ehemalige Offizier gilt als ausgewiesener Sicherheitsexperte der Republikaner. 2018 wurde er erstmals in das US-Repräsentantenhaus gewählt. In der Vergangenheit machte sich Waltz für Verhandlungen mit Russland im Ukraine-Krieg stark. Er gilt außerdem als scharfer Kritiker der Chinas und steht für einen konfrontativen Kurs im Umgang mit der Volksrepublik. © Ted Shaffrey/dpa
Laura Loomer ist politische Aktivistin und Sprachrohr der neuen Ultrarechten in den USA
Laura Loomer ist politische Aktivistin und Sprachrohr der neuen Ultrarechten in den USA. Sie warnte nach dem TV-Duell zwischen Donald Trump und Kamala Harris vor „20.000 kannibalistischen Haitianern, die Haustiere in den Straßen von Ohio jagen und töten“. Donald Trump suchte die Nähe zu der 31 Jahre alten Influencerin, musste sich aber nach mehreren Skandalen rund um Loomer distanzieren. US-Medien vermuten, dass sich Trump nach seinem deutlichem Wahlsieg sicher genug fühlen würde, Loomer in seiner Arbeit im Weißen Haus einzubinden - entweder als Beraterin oder sogar ausgestattet mit einem offiziellem Amt. © IMAGO/Gray Adam/ABACA
Tucker Carlson, hier mit Donald Trump und Tulsi Gabbard
Tucker Carlson, hier mit Donald Trump und Tulsi Gabbard, wurde 2023 als erfolgreichster Kommentator des Senders von Fox News gefeuert. Seitdem ist er unabhängiger Moderator. Seine Rolle als wichtiger Einflüsterer des kommenden Präsidenten konnte er aber halten. Laut US-Medien soll der 55 Jahre alte Fernsehstar eine wichtige Rolle im Übergangsteam Trumps einnehmen. © IMAGO/Jen Golbeck
Eine deutlich wenige kontroverse Personalie ist Brendan Carr
Eine deutlich wenige kontroverse Personalie ist Brendan Carr. Er soll nach den Wünschen von Donald Trump Chef der US-Medienaufsichtsbehörde FCC werden. © IMAGO/Stefani Reynolds
Sebastian Gorka beriet Donald Trump bereits während seiner Amtszeit in Sachen Terrorismusbekämpfung
Sebastian Gorka beriet Donald Trump bereits während seiner Amtszeit in Sachen Terrorismusbekämpfung. Nachdem John Kelly aber das Amt des Stabschefs übernahm, wurde Gorka aus der Administration gedrängt. Nun soll der gebürtige Brite mit ungarischen Wurzeln zum leitenden Direktor für Terrorismusbekämpfung aufsteigen. Gorka gilt als enger Vertrauter von Trumps ehemaligen Berater, Steve Bannon. © CHANDAN KHANNA/AFP
Dr. Mehmet Oz ist Kardiologe und Fernsehmoderator
Dr. Mehmet Oz soll Donald Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. unterstützen. Der Kardiologe und Fernsehmoderator erlangte als Gesundheitsexperte in der Oprah Winfrey Show landesweite Berühmtheit. 2009 erhielt er seine eigene Fernsehshow: eine pseudowissenschaftliche Sendung über Gesundheitsthemen mit dem Namen „Dr. Oz Show“. 2022 trat Oz als Kandidat der Republikaner bei den Zwischenwahlen an, doch scheiterte beim Versuch, Senator des Bundesstaates Pennsylvania zu werden. Nun will Donald Trump den Fernsehmoderator doch noch nach Washington DC bringen. Der designierte Präsident nominierte Oz für den Posten des Administrators für das „Center for Medicare and Medicaid Services“. © IMAGO/Diannie Chavez/The Republic
Eine weitere TV-Persönlichkeit, die Donald Trump gerne in seinem Team hätte, ist Dr. Janette Nesheiwat
Eine weitere TV-Persönlichkeit, die Donald Trump gerne in seinem Team hätte, ist Dr. Janette Nesheiwat. Die zweifach approbierte Ärztin tritt regelmäßig bei Fox News auf. Sie soll den Posten des „Surgeon general“ übernehmen und damit eine wichtige Leitungsfunktion im öffentlichen Gesundheitsdienst der Vereinigten Staaten von Amerika.  © TERRY WYATT/AFP
Ebenfalls unter einem möglichen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy soll Marty Makary arbeiten
Ebenfalls unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy soll Marty Makary arbeiten. Donald Trump will, dass der Chirurg die Bundesarzneimittelbehörde der USA leitet. Wie Kennedy vertrat auch Makary, aktuell als Arzt an der Johns-Hopkins-Universität tätig, konträre Ansichten zur Corona-Pandemie. © NOAM GALAI/AFP
der wahre Erfinder der politischen Karriere Donald Trumps: Steve Bannon
Er gilt vielen als der wahre Erfinder der politischen Karriere Donald Trumps: Steve Bannon. Der heute 71 Jahre alte Kommentator und Stratege folgte Trump nach dessen Wahlsieg 2016 als Chefberater kurzzeitig ins Weiße Haus. Die Beziehung der beiden, die bereits 2011 begann, kühlte ab. Im Umfeld Trumps blieb Bannon eine einflussreiche Stimme, wie sein Auftritt auf der rechtskonservativen Konferenz CPAC im Jahr 2025 beweist, auf der unter anderem J.D. Vance eine Rede hielt. © STEVEN HIRSCH/AFP
Paula Michelle White-Cain fungiert als spirituelle Wegweiserin Donald Trumps.
Paula Michelle White-Cain fungiert als spirituelle Wegweiserin Donald Trumps. Die 58 Jahre alte, zweimal geschiedene und dreimal verheiratete TV-Predigerin vertritt die Lehre des sogenannten Wohlstandsevangeliums, nach dem finanzieller Erfolg als sichtbarer Beweis für die Gunst Gottes gilt. Im Klartext: Wer reich ist, muss sich dafür nicht schämen oder gar fürchten, deshalb nicht ins Himmelreich eingehen zu können – egal, was Jesus Christius laut Bibel im Gleichnis vom Nadelöhr erzählt. © IMAGO/CNP / MediaPunch
Paula White ist „Chefberaterin des Glaubensbüros im Weißen Haus“
Seit dem 7. Februar 2025 ist White, hier ganz in weiß gekleidet, „Chefberaterin des Glaubensbüros im Weißen Haus“. Trump selbst hatte dieses Büro kurz zuvor ins Leben gerufen. Seine Aufgaben sind laut Bekanntmachung des Weißen Hauses „religiöse Einrichtungen, Gemeindeorganisationen und Gotteshäuser in ihren Bemühungen zu unterstützen, amerikanische Familien zu stärken, Arbeit und Selbstversorgung zu fördern und die Religionsfreiheit zu schützen“. Über ihre persönliche Verbindung zu Gott lässt White, die hier den Segen des Allvaters für Trump einholt, keine Zweifel aufkommen. „Wenn ich über den Rasen vor dem Weißen Haus laufe, dann wird der Boden unter meinen Füßen zu heiligem Boden“, so White in einer ihrer TV-Predigen. © IMAGO/White House Handout/White House
Peter Thiel ist seit langem Unterstützer Donald Trumps
Peter Thiel, hier in Begleitung der Publizistin Amy Chua, ist seit langem Unterstützer Donald Trumps. Thiel wurde 1967 in Frankfurt am Main geboren, wuchs aber in den USA und Südafrika auf. Seine Karriere als Tech-Unternehmer begann mit der Gründung des Bezahldienstes Paypal. Der Multimilliardär unterstützte Trump bereits bei seinem ersten Wahlkampf 2016 mit großzügigen Spenden und gilt außerdem als enger Vertrauter von Vizepräsident J.D. Vance. © LEIGH VOGEL
Dana White, Präsident der MMA-Kampfsportorganisation UFC,
Dana White, Präsident der MMA-Kampfsportorganisation UFC, ist seit Jahrzehnten ein enger Vertrauter Donald Trumps. Der hatte sich das Vertrauen Whites verdient, als er zu Beginn der UFC deren Veranstaltungen in seinen Casinos in Atlantic City genehmigte. White unterstützte Trump Jahre später bei dessen Wahlkampf 2016 und war geladener Gast bei der Amtseinfühung 2025. © IAN MAULE/AFP
David Sacks ist Multimillionär und guter Freund von Elon Musk.
David Sacks ist Multimillionär und guter Freund von Elon Musk. Sacks wird als Donald Trumps „KI- und Krypto-Zar“ fungieren. Vor der US-Wahl trieb Sacks im Silicon Valley Spendengelder für Trumps Kampagne ein und gabin seinem Podcast „All In“ mehrfach Wahlempfehlungen für Trump ab. Die Wahlnacht verbrachte Sacks an der Seite Trumps in dessen Wohnsitz Mar-a-Lago. © KAYLA BARTKOWSKI

Aber das Geld scheint da zu sein – oder noch zu kommen. 8,5 Milliarden Euro Militärhilfe für die Ukraine haben Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Kanzler Merz in den Haushalt eingestellt, wie die FT berichtet. Jährlich. Bis 2029. Berlin feuert auf Putin aus vollen Rohren. Ein Deal nach Trumps Geschmack – offenbar stehen Friedrich Merz und Donald Trump aktuell auf Du und Du. Boris Pistorius wird keine 24 Stunden in den USA bleiben, auf seiner Agenda stehen auch die Stationierung von Tomahawk-Raketen auf deutschem Boden, der Kauf von F-35-Kampfjets und der Verbleib von den rund 40.000 US-Soldaten in Deutschland.

Trump hatte ja bereits in seiner ersten Amtszeit zwischen 2017 und 2021 angekündigt, die Soldaten nach Hause zurückzuholen. Beim Besuch von Merz im Weißen Haus Anfang Juni war davon aber keine Rede mehr, meldet die dpa. Wenn Deutschland die amerikanischen Soldaten haben wolle, sei er dazu bereit, habe Trump Merz versichert. „Das ist kein Problem.“ (KaHin)

Kommentare