Kurz vor der Bundestagswahl: Großes Plus für zwei Parteien in neuer Umfrage
VonSimon Schröder
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Die Bundestagswahl rückt immer näher und eine neue Umfrage zeigt ein verändertes Bild im Parlament: zwei Parteien können dazugewinnen.
Berlin – Der Wahlkampf befindet sich in der Endphase. Bis zur Bundestagswahl am 23. Februar verbleiben noch fünf Tage. In dieser Zeit kann sich noch einiges ändern, da der Anteil der unentschlossenen Wählerinnen und Wähler diesmal besonders hoch ist. Einer aktuellen Umfrage des Allensbach Instituts zufolge wissen 38 Prozent der Befragten noch nicht, wo sie am Sonntag ihr Kreuz setzen werden.
Vor allem die kleineren Parteien könnten von dieser Situation profitieren. Die Spitzenplätze der aktuellen Forsa-Umfrage bleiben hingegen weitgehend stabil. Die Union führt weiterhin und kann sich um einen Prozentpunkt auf insgesamt 30 Prozent verbessern. Der vorübergehende Rückgang der Union auf 28 Prozent nach der umstrittenen Bundestagsabstimmung mit der AfD ist damit wieder ausgeglichen. Die AfD bleibt unverändert hinter der Union mit 20 Prozent.
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Überraschung bei den Linken in aktueller Umfrage - FDP über Fünf-Prozent-Hürde
Die SPD und die Grünen belegen die Plätze drei und vier. Die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz hält sich bei 16 Prozent, kann jedoch nicht zur AfD aufschließen. Die Grünen verlieren einen Prozentpunkt und stehen in der neuesten Forsa-Umfrage bei 13 Prozent.
Eine Überraschung in der Umfrage sind die kleinen Parteien, die weiterhin um den Einzug ins Parlament kämpfen. Besonders die Linke verzeichnet seit Ende Januar einen deutlichen Anstieg in den Umfragewerten. Sie erreicht mit einem Zuwachs von einem Prozentpunkt sieben Prozent. Auch die FDP gewinnt einen Prozentpunkt hinzu und liegt nun bei fünf Prozent, was laut der Forsa-Umfrage für den Einzug in den Deutschen Bundestag reichen würde. Auffällig ist zudem, dass die übrigen Parteien unter dem Punkt „Sonstige“ seit Ende Januar stark verloren haben. Am 21. Januar kamen diese Parteien zusammen noch auf zehn Prozent, jetzt liegen sie in der Umfrage nur noch bei fünf Prozent.
Institut: Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL, Erhebungszeitraum: 11.02. - 17.02. Fallzahl: 2501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.
Bundestagswahl 2025: Umfragen sind keine Vorhersagen
Umfragen sind grundsätzlich mit Unsicherheiten verbunden. Nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Umfragen spiegeln lediglich das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Vorhersagen des Wahlausgangs. Zudem ist stets ein statistischer Fehler von bis zu drei Prozentpunkten zu berücksichtigen (Fehlertoleranz).
In Deutschland waren die Umfragen zuletzt recht präzise. Bei der Bundestagswahl 2021 betrug die mittlere durchschnittliche Abweichung aller Institute laut dem Internetportal Dawum 1,03 Prozentpunkte. Berücksichtigt wurden dabei alle Institute, die 30 Tage vor der Wahl eine Sonntagsfrage veröffentlicht hatten. (sischr)