VonAndrea Stettnerschließen
Als natürliches Düngemittel ist Kaffeesatz bei Hobbygärtnern sehr beliebt. Doch während die einen Pflanzen besser wachsen, leiden andere unter dem Hausmittel.
Kaffeesatz ist reich an vielen Nährstoffen wie Stickstoff, Schwefel und Phosphor. Als natürlicher Dünger ist er bei Gartenfreunden deshalb sehr beliebt – zumal er ansonsten ungenutzt auf dem Kompost landen würde. Rosen oder Hortensien soll Kaffeesatz zu vielen, prächtigen Blüten verhelfen. Und auch Nutzpflanzen wie Zucchini, Erdbeeren oder Tomaten freuen sich über die Extraportion Nährstoffe. Doch nicht alle Pflanzen profitieren vom viel gepriesenen Hausmittel.
Welche Pflanzen vertragen keinen Kaffeesatz als Dünger?
Kaffeesatz enthält neben vielen Nährstoffen auch Gerbsäuren, welche den Boden mit der Zeit immer saurer machen. Pflanzen, die einen neutralen bis alkalischen, kalkhaltigen Boden benötigen, sollten Sie deshalb lieber nicht mit Kaffeesatz düngen. Dazu gehören sowohl Zierpflanzen als auch zahlreiche Gemüse- und andere Nutzpflanzen, zum Beispiel:
Gartenarbeit rund um das Jahr
Zahlreiche Aufgaben stehen im Garten an. Hier können Sie sich unser PDF mit der Übersicht zur Gartenarbeit rund um das Jahr kostenlos herunterladen.
Zierpflanzen:
- Aster
- Buchsbaum
- Chrysanthemen
- Clematis
- Forsythie
- Glockenblume
- Krokusse
- Narzissen
- Sommerflieder
- Tulpen
Nutzpflanzen:
- Apfelbäume
- Holunder
- Karotten
- Kohl
- Mangold
- Oregano
- Salbei
- Zwiebeln
Jungpflanzen nie mit Kaffeesatz düngen
Bei Setzlingen und Jungpflanzen sollten Sie ebenfalls lieber die Finger vom Kaffeesatz als Düngemittel lassen, denn sie reagieren besonders empfindlich auf das enthaltene Koffein. Auch bei Zimmerpflanzen ist Vorsicht geboten, da der Kaffeesatz in der Erde schimmeln kann. Das Pulver sollten Sie wirklich nur dünn auftragen und in die Erde einarbeiten.
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