Beliebtes Angebot endet

Ab 2025: Südtirol-Touristen müssen auf beliebtes Angebot verzichten

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Mit Ende Dezember endet ein beliebtes Angebot für Südtirol-Urlauber: Grund sind Streitigkeiten zwischen den Verantwortlichen.

Bozen – Nicht nur mit seinen beeindruckenden Bergkulissen, dem mediterranen Flair oder kulinarischen Besonderheiten lockt Südtirol Jahr für Jahr unzählige Touristen an. Auch kulturell ist mit zahlreichen Ausstellungen und Museen viel geboten. Für Italien-Urlauber steht allerdings gerade in diesem Bereich eine wichtige Änderung bevor. Die Gästekarte museummobil Card soll mit Ende des Jahres auslaufen.

Wichtige Änderung für Südtirol-Touristen: Aus für Gästekarte ab 2025

Vom vorläufigen Ende des beliebten Gästeangebots berichtet die Neue Südtiroler Tageszeitung und bezieht sich auf ein Schreiben von Robert Gruber, Präsident des Museumsvereins Bergwerk Villanders.

Das museummobil-Ticket ermöglichte nicht nur die kostenlose Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Südtirol, sondern war zudem Eintrittskarte für mehr als 70 Museen, Sammlungen und Ausstellungsorte. Ab Januar 2025 wird es dieses Angebot nicht mehr geben. Grund dafür soll dem Bericht zufolge Ärger zwischen den Verantwortlichen sein. Dabei gab es für Südtirol-Touristen erst kürzlich eine Hiobsbotschaft.

Eines der Südtiroler Museen, die in der Gästekarte museummobil bisher enthalten waren: das Schloss Juval von Bergsteiger-Legende Reinhold Messmer im Vinschgau.

Südtirol-Gästekarte: Museen sehen sich als Verlierer

Das Mobilitätskonsortium Südtirol (MoKo) ist die einheitliche Koordinierungsstelle für die Gästekarte in Südtirol, deren Mitglieder die Tourismusorganisationen sind. Doch die Stimmung zwischen Tourismusorganisationen, Museen und MoKo war offenbar schon seit längerer Zeit getrübt. Auslöser sei die Änderung des Systems im Jahr 2022 gewesen, als die Museen in die Gästekarte mit aufgenommen wurden, erläutert Präsident Gruber in einem Schreiben an die Tourismusbetreiber.

Dies führte zu deutlichen finanziellen Einbußen bei den Museen, da ein Großteil der normalen Eintrittsgelder weggefallen sei. Das klagt auch Sabine Unterholzner, Präsidentin des Museumsverbands, an. Eine versprochene Zunahme der Besucher, wodurch ein Ausgleich der Eintrittsgelder hätte erfolgen sollen, blieb aus. Übrigens nicht das einzige Problem, mit dem beliebte Regionen in Südtirol zu kämpfen haben.

Unbekannte Städte, Dörfer und Landschaften: Zehn Geheimtipps für den Italien-Urlaub

Stadt Urbino in der italienischen Region Marken
Im Italien-Urlaub verschlägt es viele Reisende zu den Touristenmagneten Rom, Venedig oder Florenz. Aber wie wäre es mit der Stadt Urbino in der italienischen Region Marken? Sie gilt als die “Wiege der Renaissance” und ist der Ort, an dem der berühmte Künstler Raffael das Licht der Welt erblickte. Sein Geburtshaus kann heute noch besichtigt werden. Aufgrund der imposanten Architektur zählt Urbino zudem zum Unesco-Weltkulturerbe. Das wohl beeindruckendste Bauwerk ist der Palazzo Ducale aus dem 15. Jahrhundert.  © Pond5 Images/Imago
Kanal Vena in der italienischen Stadt Chioggia
Wer keine Lust auf lange Schlangen und Gedränge in der Lagunenstadt Venedig hat, findet nur etwa eine Autostunde entfernt die “kleine Schwester” Chioggia – auch bekannt als “kleines Venedig”. Das malerische Fischerdorf mit seinen engen Gassen und bunten Häuschen zeigt das authentische Italien und lädt zu einem Spaziergang durch die Altstadt ein. Besonders an den insgesamt neun Brücken, die über den Canal Vena führen, fühlt man sich an die große Schwester nur 50 Kilometer entfernt erinnert.  © Pond5 Images/Imago
Civita di Bagnoregio in der italienischen Region Latium
Besonders ursprünglich ist das Dorf Civita di Bagnoregio in der Region Latium geblieben. Es wurde vor rund 2.500 Jahren von den Etruskern gegründet und drohte seither aufgrund von Erdrutschen schon mehrere Male auszusterben. Seine einzigartige Lage an der Spitze eines Gesteins macht den Ort jedoch zu einem perfekten Ausflugsziel: Er ist nur über eine 250 Meter lange Fußgängerbrücke zu erreichen, sodass Touristen und Einheimische schon immer vor Autolärm verschont geblieben sind. Eine wunderbare Gelegenheit für Besucher, entspannt durch die Gassen zu spazieren und sich in vergangene Zeiten entführen zu lassen. © Liubomir Paut/Imago
Panorama der zentralen Apenninen im Nationalpark Gran Sasso und Monti della Laga in den Abruzzen
Die Abruzzen zählen ebenfalls zu den eher weniger besuchten Regionen Italiens. Jedoch finden Aktivurlauber genug zu tun, denn mit dem Gebirgsmassiv Gran Sasso befindet sich hier einer der eindrucksvollsten Höhenzüge Italiens. Der Nationalpark verfügt über eine Vielzahl von gut ausgewiesenen Wanderwegen, die tolle Ausblicke auf die imposante Berglandschaft bieten. Da sich das Gebirge nur unweit der Adria-Küste befindet, lässt sich ein Wanderurlaub auch wunderbar mit einer Auszeit am Strand verbinden. © Pond5 Images/Imago
Hafen in Portovenere
Die Cinque Terre mit ihren fünf malerischen Küstendörfern gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen von Italien-Reisenden – daher wird es hier immer Sommer auch mal ganz schön voll. Wer es etwas ruhiger mag, findet nur unweit davon das vergleichsweise unbekannte Portovenere. Auch hier reihen sich bunte Fischerhäuschen aneinander, vor denen sich im Hafen kleine Boote tummeln. Einen Besuch ist außerdem die alte Ortskirche San Pietro wert, die sich vorgelagert auf einem steilen Felsen befindet, sowie die Burg Doria, welche auf einem hohen Felsmassiv thront.  © Pond5 Images/Imago
Sommerabend auf Panarea
Zu den eher unbekannteren Inseln Italiens zählt Panarea im Thyrrenischen Meer vor Sizilien. Beliebt ist sie vor allem bei Prominenten und Wohlhabenden, was sich auch an den Luxusyachten bemerkbar macht, die sich im Hafen befinden. Wer nicht auf dem Eiland übernachten möchte, kann einen Tagesausflug mit der Fähre von Milazzo aus unternehmen. Die Ostküste der Insel ist dicht besiedelt und kann somit wunderbar zu Fuß erkundet werden. Ein Highlight sind die Häuser im Ort San Pietro, die mit ihren weißen Fassaden und blauen Türen an griechische Dörfer erinnern. Wer etwas entspannen möchte, findet sich am Sandstrand Caletta di Zimmari ein.  © Alexander Rochau/Imago
Piazza del Comune Duomo di Santa Maria Assunta mit Torrazzo Baptisterium in Cremona
80 Kilometer südöstlich von Mailand liegt die Stadt Cremona, die für ihre Jahrhunderte alte Tradition des Geigenbaus bekannt ist – bekannte Meister wie Stradivari, Guaneri und Amati waren hier tätig. Einige der schönsten Instrumente werden im Rathaus, dem Palazzo del Comune, ausgestellt. Sehenswert sind zudem der eindrucksvolle Dom von Cremona sowie der benachbarte Glockenturm und das Baptisterium (siehe Bild). © Martin Jung/Imago
Hochebene von Castelluccio im Nationalpark Monti Sibillini
Die Region Marken gehört zu den am wenigsten besuchten Gebieten Italiens – dabei befindet sich hier mit dem Nationalpark Monti Sibillini ein wahres Paradies für Wanderer. Der höchste Gipfel des Gebirgsmassivs ist der Monte Vettore mit 2.476 Metern, an dessen Fuß sich der malerische Lago di Pilato befindet. Zu den beliebtesten Fotomotiven zählt jedoch die Hochebene von Castelluccio, die sich im Mai und Juni in ein buntes Blumenmeer mit Farben von ockergelb bis lila verwandelt.  © Maurizio Sartoretto/Imago
Matera in der italienischen Region Basilikata
Der Ort Matera in der italienischen Region Basilikata wurde 2019 mit dem Titel Kulturhauptstadt ausgezeichnet und im James-Bond-Film “Keine Zeit zu sterben” zur Kulisse einer rasanten Verfolgungsjagd. Dennoch halten sich die Touristenmassen in den verschlungenen Gassen, die sich an den kargen Hügeln entlang schlängeln, noch in Grenzen. Besonders beeindruckend an Matera sind die in den Fels geschlagenen Höhlenwohnungen, auch genannt Sassi, in denen bis in die 60 Jahre hinein noch Menschen lebten.  © Pond5 Images/Imago
Rocce Rosse in Arbatax auf Sardinien
Auf Sardinien konzentrieren sich viele Touristen auf die Regionen rund um Cagliari und Olbia. Dabei hat auch der Osten der Insel einiges zu bieten. Zu den atemberaubendsten Ausblicken zählt die Bucht Rocce Rosse bei Arbatax, einem Ortsteil der Stadt Tortoli. Die hohen roten Granitfelsen vor dem türkisfarbenen Meer sorgen für ein einzigartiges Schauspiel. Am Strand von Cea, wenige Kilometer entfernt, befinden sich mit “Is Scoglius Arrubius” zwei weitere beeindruckende rote Felsen.  © Vadym Lavra/Imago

Ende der Südtiroler museummobil Card: Gibt es Ersatz?

Das Ende der museumobil Card bestätigte auch Museumslandesrat Philipp Achammer. „Ich habe bereits ein Promemoria in der Landesregierung eingebracht, wonach eine Aussetzung der museumobil Card ab 2025 und eine Neuverhandlung erfolgt“, wird er von der Neuen Südtiroler Tageszeitung zitiert.

Ob und in welcher Form es die museumobil Card nach den Neuverhandlungen geben wird, ist fraglich. Für Südtirol-Urlauber, die derzeit die explodierenden Preise zu spüren bekommen, ist der Wegfall der Museums-Gästekarte zweifelsohne ein Verlust. Eine Stellungnahme zu den Ereignissen gab es auf Nachfrage der IPPEN.MEDIA bisher weder von der MoKo noch von der autonomen Südtiroler Provinz. (va)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Ulrich Wagner

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