Malignes Melanom

Diagnose Hautkrebs: Bei welchen Veränderungen eines Muttermals Sie den Hautarzt aufsuchen sollten

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    Marcus Giebel
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Ist ein Muttermal in seiner Größe, Form oder Farbe auch nur leicht verändert, sollten Sie zum Arzt, um Hautkrebs ausschließen oder frühzeitig erkennen sowie behandeln zu lassen.

Durch Personen des öffentlichen Lebens wie Herzogin Sarah Margaret Ferguson, auch bekannt als „Fergie“, und Prominente, beispielsweise Sänger Jimmy Buffett, werden die Erkrankung sowie mögliche schwere Folgen nochmal mehr ins öffentliche Licht gerückt. Die Diagnose Hautkrebs erhielt die geschiedene Ehefrau des britischen Prinzen Andrew, Duke of York, kurz nach ihrer Brustkrebserkrankung und damit verbundenen operativen Entfernung der Brust (Mastektomie). Der weltweit bekannte Songwriter Buffett verstarb sogar an den Folgen von Hautkrebs.

Um schwerwiegende Verläufe von Hautkrebs zu vermeiden, ist es ratsam, nicht nur Risikofaktoren zu kennen und auszuschließen, sondern regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Hautarzt durchführen zu lassen. Besonders Menschen mit vielen Muttermalen sollten regelmäßige Selbstkontrollen ihrer Haut durch einen einfachen ABCDE-Test vornehmen. Auf welche Anzeichen der Haut Sie sonst noch achten sollten.

Hautkrebs als eine der häufigsten Krebsarten

Weltweit ist Hautkrebs die am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung. In Deutschland hat sich die Anzahl der Neuerkrankungen durch den aggressiven schwarzen Hautkrebs zwischen 1970 und 2020 verfünffacht, und auch junge Menschen sind zunehmend betroffen. Die Zahl der Todesfälle wächst seit 1997 stetig. Hautkrebs zählt mittlerweile zu den häufigsten Krebsarten – neben Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs.

Hautkrebs vorbeugen: Wann es sinnvoll ist, ein Muttermal zu entfernen – auf Größe, Form und Farbe achten

Ist ein vorhandener Leberfleck in seiner Größe, Form oder Farbe verändert, juckt oder blutet er, sollte dringend ein Hautarzt zur Abklärung aufgesucht werden.

Grundsätzlich werden nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) zwei Hautkrebsarten unterschieden: der häufig aggressivere, schwarze Hautkrebs, der eher Metastasen bildet – insbesondere in Lunge, Leber, Knochen oder Gehirn – und der helle Hautkrebs, der in Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom unterteilt ist. Schwarzer Hautkrebs entwickelt sich häufig aus einem Muttermal, das sich auf zellulärer Ebene verändert.

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Krebs-Risiko mit gesunden Lebensmitteln senken: Brokkoli, Knoblauch, Zwiebel und Lauch können schützen

Brokkoli
Sekundären Pflanzenstoffen kommt eine besondere Bedeutung bei. Der in Brokkoli enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Sulphoraphan beispielsweise wehrt freie Radikale ab und hemmt somit den natürlichen Alterungsprozess der Zellen in der Haut. Doch Brokkoli kann noch mehr. Wie auch viele andere Arten aus der Familie der Brassicaceae, ist das grüne Gemüse aufgrund seiner bioaktiven Glucosinolate oder „Senfölglucoside“ so wertvoll. Vor allem das in jungen Sprossen und Samen in hoher Konzentration vorkommende Glucoraphanin sowie das enzymatische Abbauprodukt Sulforaphan sollen eine anti-kanzerogene Wirkung entfalten. Die in Brokkoli enthaltenen sekundären Inhaltsstoffe können die Entstehung und den Verlauf von Krebserkrankungen positiv beeinflussen, wie das Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster veröffentlichte. ©  Alex9500/Imago
Radieschen
Öfters mal Radieschen zur Brotzeit verspeisen, das fördert ebenfalls die Gesundheit. Denn Radieschen enthalten wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Glu­co­si­no­la­te, die an­ti­ox­i­da­tiv sowie im­mun­mo­dul­ier­end wirken und das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen senken können, laut „Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)“. © Gojaz Alkimson/Imago
weißer Rettich
Auch der insbesondere im Süden Deutschlands beliebte Rettich ist gut für die Gesundheit. Dank seiner sekundären Pflanzenstoffe Glu­co­si­no­la­tea kann er das Ri­si­ko für be­stim­mte Krebs­erkrankungen senken, so die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)“. Die im Rettich enthaltenen Senföle haben zudem eine heilsame Wirkung auf Leber, Galle und Verdauung. © Cess /Imago
Kresse pflanzen säen ernten
Wer Schnittlauchbrot isst, sollte ruhig mal variieren und ein Kressebrot probieren. Denn auch Kresse, insbesondere die Wasserkresse, ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie den sekundären Pflanzenstoffen der Glu­co­si­no­la­te, die vorbeugend gegen Krebswachstum wirken sollen. © Roman Möbius/Imago
Senfsaat, gelb, in einem Esslöffel
Senf kennt man üblicherweise aus dem Glas oder der Tube und wird häufig als Geschmacksverstärker verwendet. Dabei kann Senf noch viel mehr, als nur schmecken. Das wussten auch schon die Römer, die gemahlene Senfsaat als Wickel und in Bädern gegen Migräne, Arthrose oder Bronchitis einsetzten. Prof. Dr. Volker Mersch-Sundermann, Leiter des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, weiß um die besondere Wirkung von Senf: „Der Konsum von scharfem Senf schützt beispielsweise vor den erbgutschädigenden Wirkungen der beim Grillen und Braten von Fleisch entstehenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe.“ Er und seine Kollegin Dr. Evelyn Lamy konnten nachweisen, dass der handelsübliche scharfe Senf vor der Wirkung krebsauslösender Stoffe effektiv schützt. Verantwortlich für die krebshemmende Wirkung sind sekundäre Pflanzenstoffe wie Glu­co­si­no­la­te und Senföle. Insbesondere letztere sind für die Schärfe verantwortlich. Je schärfer der Senf, desto höher ist der Anteil an Senfölen, umso besser ist die krebsvorbeugende Wirkung. © rezkrr/Imago
Knoblauch (Allium sativum), Knoblauchzwiebeln auf einem Teller common garlic (Allium sativum), garlic bulbs on a plate B
Knoblauch hat gemeinhin bei manchen noch einen schlechten Ruf, da es heißt, sein Verzehr würde zu einem schlechten Atem beitragen. Dabei ist die Knolle überaus gesundheitsfördernd und sollte aufgrund ihrer sekundären Pflanzenstoffe in der Küche nicht fehlen. Die enthaltenen Sul­fi­de entfalten laut „Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)“ nicht nur eine an­ti­bi­o­tische, an­ti­ox­i­da­tive, an­ti­throm­bo­tische, blut­druck­sen­kende sowie chol­esterinsen­kende Wirkung. Auch das Risiko für Krebserkrankungen sollen Sulfide positiv beeinflussen. Allizin, der in Knoblauch und anderen Laucharten enthaltene Aromastoff mit keimtötender Wirkung, soll zudem laut „Deutsche Apothekerzeitung“ gegen Krebszellen wirken. © McPHOTO/A. Schauhuber via www.imago-images.de
Geschnittene, rote Zwiebel
Zwiebeln zählen nicht nur zu den calciumreichsten Gemüsesorten und können somit bei regelmäßigem Verzehr den Knochenabbau hemmen. Zwiebeln enthalten wie Knoblauch Sulfide mit anti-kanzerogenem Effekt. Außerdem sind sie auch reich an dem sekundären Pflanzenstoff Quercetin, das besonders in roten Zwiebeln und den äußeren Schichten vorkommt und krebsvorbeugende Wirkung entfalten soll. © breitformat/Imago
Porree in einer Kiste
Porree, auch Lauch genannt, ist voll von gesunden Nährstoffen wie Carotin, Zink und Fluor. Zudem ist auch Lauch reich an sekundären Pflanzenstoffen wie Sulfide, die eine Krebs-abwehrende Wirkung haben. © Norman Krauß/Imago
Olivenöl senkt Blutdruck und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Arteriosklerose reduziert wird.
Olivenöl wirkt nicht nur vorbeugend gegen Arterienverkalkung, Schlaganfall und Herzinfarkt. Auch die darin enthaltene Ölsäure soll sogar Krebszellen abwehren. Die im Olivenöl enthaltene Omega-9-Fettsäure kann die Effizienz einer Krebstherapie mit dem monoklonalen Antikörper Trastuzumab sogar deutlich erhöhen – dieser wirkte in Verbindung mit der Ölsäure stärker als ohne Ölsäure. © Panthermedia/Imago
Frau öffnet Walnüsse mit Hammer
Nicht nur bei hohem Blutdruck sollen gerade Walnüsse und Pistazien helfen. Wer regelmäßig Nüsse isst – tägliche Empfehlung nicht mehr als eine Handvoll – kann das Risiko für Darmkrebs senken, wie Forscher vom Lehrstuhl für Ernährungstoxikologie an der Universität Jena untersuchten, so die „Ärztezeitung“. Danach aktivieren Nüsse offenbar die körpereigene Abwehr zur Entgiftung von reaktiven Substanzen wie ultraviolette Strahlung oder verschiedene Chemikalien, welche die Zellschäden und in Folge Krebs begünstigen können. Nüsse enthalten zudem sekundäre Pflanzenstoffe wie Phe­nol­säur­en, die das Risiko für Krebs ebenfalls verringern können. © agefotostock/Imago

Hinweise eines möglichen bösartigen, schwarzen Hautkrebs können sein:

  • Das Hautmal hat sich kürzlich gebildet oder zeigt Veränderungen in Größe, Form, Farbe oder Oberflächenstruktur und kann gelegentlich erhaben sein.
  • Die Form des Hautmals ist unregelmäßig und weicht von der typischen runden oder ovalen Form ab.
  • Die Kontur des Hautmals ist undeutlich, wellig oder unregelmäßig, möglicherweise mit rauen oder fingerartigen Ausstülpungen.
  • Die Farbe des Hautmals ist ungleichmäßig und kann von tiefem Schwarz bis zu verschiedenen hellen Tönen variieren.
  • Das Hautmal hat bereits einen Durchmesser von mehr als fünf Millimetern.
  • Ein Muttermal, das juckt, brennt, nässt oder blutet, sollte besonders aufmerksam beobachtet werden.

Bemerken Sie eines dieser Hinweise an sich, sollten Sie den Leberfleck so bald wie möglich von einem Hautarzt überprüfen lassen. Auffällige Muttermale werden erfasst und gegebenenfalls auch chirurgisch entfernt. Anschließend wird das Gewebe zur Abklärung möglicher entarteter Zellen, die auf Hautkrebs hindeuten, ins Labor gegeben.

Erste Anzeichen von Hautkrebs: Worauf sollten Sie bei der Selbstkontrolle und ABCDE-Regel achten?

Obwohl maligne Melanome in ihrem Erscheinungsbild stark variieren können, zeigen sie sich meist als dunkle oder schwarze Flecken. Es ist jedoch auch möglich, dass sie „livid“ erscheinen, das heißt grau, dunkelgrau, bleigrau, blaugrau, bläulich-violett oder sogar rötlich. Bezüglich ihrer Form können sie flach sein, über die Hautoberfläche hinausragen oder eine knotige Beschaffenheit haben.

Anzeichen von Hautkrebs: auch auf die regelmäßige Selbstuntersuchung setzen

Wichtig zu wissen: Hautkrebs und mögliche Vorstufen sind sichtbar und auch tastbar. Durch regelmäßige Selbstuntersuchungen haben auch Sie selbst die Möglichkeit, frühzeitig neue Hautveränderungen zu identifizieren oder festzustellen, ob bestehende Leberflecken an Größe zugenommen haben.

Die ABCDE-Regel fußt laut Deutscher Krebsgesellschaft (DKG) auf folgenden Kriterien:

  • A für Asymmetrie
    Ist ein neuer dunkler Hautfleck unregelmäßig geformt oder die Form eines bereits vorhandenen Hautflecks verändert.
  • B für Begrenzung
    Erscheint ein dunkler Hautfleck mit unscharfen oder ausgefransten Konturen.
  • C für „Colour“ (engl. für Farbe)
    Ein auffälliges Merkmal ist ein Fleck, der keine gleichmäßige Färbung aufweist und stattdessen mit rosa, grauen oder schwarzen Punkten durchsetzt ist.
  • D für Durchmesser
    Es wird empfohlen, Muttermale oder Leberflecke ärztlich überprüfen zu lassen, wenn sie einen Durchmesser von mehr als fünf Millimetern haben oder eine halbkugelförmige Struktur aufweisen. Auch kleinere Erscheinungen von weniger als fünf Millimeter können ein Indikator für ein Melanom sein.
  • E für Erhabenheit
    Ragt ein Leberfleck mehr als einen Millimeter in die Haut hinein und ist die Oberfläche rau, schuppig oder krustig.

Schwarzer Hautkrebs: Genetische Veranlagung spielt eine wesentliche Rolle

Auch die genetische Veranlagung bei Hautkrebs nimmt Einfluss. Für Personen, die mehrere individuelle Risikofaktoren aufweisen, steigt das Risiko, Hautkrebs zu entwickeln, um bis zu 120-fach. Als exemplarische Risikofaktoren gelten:

  • Heller Hauttyp, das heißt Hauttyp I und II
  • Rote oder blonde Haare
  • Tendenz zu Sommersprossen und/oder Sonnenflecken
  • Direkte Angehörige, die auch ein malignes Melanom als Hautkrebs entwickelt haben

Im Fall der britischen Herzogin „Fergie“ zeigt sich, dass bereits ihr Vater Ronald Ferguson in früheren Jahren neben Prostatakrebs ebenfalls an Hautkrebs erkrankt war.

Gefahr von Hautkrebs erhöht: Welche Risikogruppen es betrifft

Personen sind besonders gefährdet, Hautkrebs zu entwickeln, bei:

  • Mindestens 100 zunächst unauffälligen Leberflecken am Körper
  • Mindestens fünf auffälligen, untypisch aussehenden und mindestens 50 normal aussehenden Leberflecken
  • Mindestens fünf auffälligen, untypisch aussehenden Leberflecken sowie mindestens zwei direkten Familienangehörigen ersten Grades mit einer Hautkrebserkrankung
  • Einer Hautkrebserkrankung, die bereits in der Vergangenheit aufgetreten ist

Grundsätzlich können diese Faktoren das Risiko einer Erkrankung zwar erhöhen, doch müssen sie nicht zwangsläufig zu Hautkrebs führen.

Übermäßige UV-Strahlung und Sonnenstudio als signifikantes Risiko

Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, steigt um mindestens 75 Prozent bei regelmäßigen Besuchen in Sonnenstudios. Es ist ausreichend, nur einmal monatlich für ein Jahr ein Sonnenstudio zu besuchen, um dieses Risiko zu erhöhen. Natürliches Sonnenlicht sollte gerade um die Mittagszeit, vor allem im Sommer, gemieden werden.

Erhöhtes Krebsrisiko: Elf Lebensmittel begünstigen das Tumor-Wachstum

Wurst
Verarbeitetes Fleisch und Fleischwaren werden von der „Weltgesundheitsorganisation (WHO)“ als krebserregend eingestuft. Verarbeitet bedeutet in diesem Fall, dass es sich um Fleisch handelt, das durch Salzen, Fermentieren, Räuchern oder Pökeln haltbar gemacht wird, wie Salami, Schinken oder Würstchen. Gepökelte, geräucherte und einge­salzene Fleisch­produkte erhöhen pro 50 Gramm das Risiko auf Darmkrebs um 18 Prozent. © CSH/Imago
Zucker
Ein hoher Zuckerkonsum kann nicht nur Entzündungsprozesse im Körper sowie Diabetes Typ 2 und Rheuma fördern. Zucker begünstigt Übergewicht und Adipositas, was das Krebsrisiko erhöhen kann. Zu hohes Körpergewicht zählt bei Darmkrebs, Schilddrüsenkrebs, Leberkrebs, Magenkrebs sowie Gallenblasenkrebs zu einem der größten Risikofaktoren. Laut der „Weltgesundheitsorganisation (WHO)“ erhöht Übergewicht das Risiko für mindestens 13 Krebs­formen. Die Wahr­scheinlich­keit, eine von diesen zu entwickeln, steigt ab einem Body-Maß-Index (BMI) über 25. Bekannt ist, dass Krebszellen sich durch die Energie von Zucker noch eher entwickeln und vermehren. Sie nehmen bis zu zehnmal mehr Zucker auf als normale Körperzellen. Laut „Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)“ sollte jeder Mensch nicht mehr als 50 Gramm Zucker pro Tag verspeisen. Doch es zeigt sich, dass im Durchschnitt jeder Bundesbürger täglich ca. 93 Gramm Zucker – pro Jahr nahezu 34 Kilogramm – aufnimmt. Versteckte Zucker sind auch in industriell hergestellten Produkten enthalten, von denen man es zunächst nicht vermuten würde, beispielsweise Tiefkühlpizza, Kraut- und Fleischsalat sowie Tomatensuppe. © Science Photo Library/Imago
Burger
Fertig-Burger enthalten häufig neben Zucker auch Transfette, die zu einer Gewichtszunahme führen können, welches wiederum das Krebsrisiko erhöht. Doch auch ein selbstgemachter Burger mit Grillfleisch kann Gefahren bergen: Wenn Fett beim Grillen vom Fleisch in die Glut tropft, entstehen krebserregende Stoffe wie Benzpyren und Amine, die sich über den Rauch und die Hitze mit dem Fleisch verbinden. Benzpyren wird der Gruppe der sogenannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und Amine der Gruppe der heterozyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (HAA) zugeordnet. Beide gelten als Auslöser für Magen- und Darmkrebs. Sie werden im Körper zu Molekülen umgebaut, die in die Darmzellen eindringen. Dort können sie Veränderungen im Erbgut, sogenannte Mutationen bewirken, welche dann zu bösartigen Tumoren heranwachsen können, wie die „Deutsche Krebsgesellschaft“ berichtet. Wer sich für die Grillzeit wappnen möchte, sollte am besten eine Folie zwischen Grillgut und Glut legen. Die gefährlichen Kohlenstoffe können letztlich durch Räuchern oder Rösten entstehen, beispielsweise neben gegrilltem Fleisch auch in geräuchertem Fisch, geröstetem Kaffee oder verbrannter Salami auf der Pizza. © JuriEber/Imago
Pommes frites
Durch das Frittieren entsteht in Pommes Frites der chemische Stoff Acrylamid, der in Tierversuchen als krebserregend eingestuft wurde. „Bei hoher Dosis schädigt es zudem die Nerven“, bekräftigt Dr. Susanne Weg-Remers vom Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Acrylamid ist natürlicherweise in stärkehaltigen Lebensmitteln enthalten, die durch Braten, Backen oder Rösten sowie der industriellen Verarbeitung bei über 120 Grad Celsius gefertigt werden. Zudem werden Pommes häufig in gehärtetem Fett frittiert, wodurch Transfette entstehen, die Übergewicht fördern können und somit das Risiko für eine Krebserkrankung steigen lassen. © foodandmore/Imago
Kartoffelchips
Die meisten lieben es: Abends beim Filmschauen Chips knabbern. Doch nicht nur wegen der gesünderen Inhaltsstoffe sollte man lieber zu den Nüssen greifen. Wie Pommes Frites werden auch industriell verarbeitete Kartoffelchips häufig in gehärtetem Fett frittiert. Dabei entstehen Transfette, die Übergewicht fördern, wodurch das Krebsrisiko signifikant steigt. Zudem bildet sich beim Frittieren der chemische Stoff Acrylamid, der durch das „Deutsche Krebsforschungszentrum“ als krebserregend eingestuft wird. © Zoonar.com/monticello/Imago
Pizza
Tiefkühlpizza kann als Geschmacksträger Zucker und zudem Transfette enthalten. Bislang gibt es keine eindeutig wissenschaftlichen Nachweise darauf, dass ein hoher Zuckerkonsum das Krebsrisiko steigen lässt, so die „Deutsche Krebshilfe“. Allerdings begünstigt Zucker eine Krebserkrankung insofern, als man dadurch eher übergewichtig werden kann – und Übergewicht erhöht das Risiko für 13 verschiedene Krebsarten. Gleiches gilt für Fette, insbesondere gehärtete Fette wie Transfette. Es ist nicht nachgewiesen, dass Transfette das Krebsrisiko erhöhen. Jedoch sollen sie dazu beitragen, das Sättigungsgefühl zu beeinflussen, wodurch das Risiko für Übergewicht und demnach Krebs steigt. © Bernd Schmidt/Imago
Rotes Schweinefleisch
Die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)“ empfiehlt, wöchentlich nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch und Fleischwaren zu verzehren. Insbesondere rotes Fleisch soll krebserregend wirken können. Denn das Häm-Eisen im roten Fleisch, vornehmlich in Rind und Schwein, könnte das Erbgut schädigen und die Zellteilung fördern. Eine schnelle Zellteilung kann die Entstehung von Darmkrebs, Prostatakrebs sowie Bauchspeicheldrüsenkrebs begünstigen. © Imaginechina-Tuchong/Imago
Hot-Dogs im Brötchen werden mit Senf garniert.
Die beliebten Hot Dog-Würstchen enthalten Nitrate, was an sich für den Körper nicht gefährlich ist. Kritisch wird es, wenn Nitrate in Nitrit oder Nitrosamine umgewandelt werden. Beide Stoffe gelten als krebserregend. Das passiert, sobald Nitrate gleichzeitig mit proteinreichen Speisen aufgenommen werden. Neben Hot Dogs kann dies ebenfalls bei Pizza Salami der Fall sein. Das Nitrat der Salami und die Proteine des Käses können sich leicht zu Nitrosaminen umwandeln. © picture alliance/dpa/Johannes Schmitt-Tegge
Croissants
Industriell hergestellte Backwaren wie Croissants enthalten häufig Transfette, die bei regelmäßigem Verzehr Arterienverkalkung, Schlaganfall und Herzinfarkt zur Folge haben können. Transfette stehen außerdem im Verdacht, Entzündungen im Körper zu begünstigens. Zudem fördern die gehärteten Fette Übergewicht und Adipositas, was als einer der entscheidenden Risikofaktoren für Darmkrebs, Magenkrebs, Leberkrebs, Speiseröhrenkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterschleimhautkrebs, Schilddrüsenkrebs, Nierenzellkrebs, Eierstockkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Gallenblasenkrebs sowie Multiples Myelom gilt. © hojo/Imago
Zwei Donuts auf einem Teller
Donuts enthalten wie Pommes und Chips nicht selten das krebserregende Acrylamid sowie Transfette. Neben der hohen Menge an Zucker tragen auch die gehärteten Transfette zu Übergewicht und Adipositas bei, was wiederum die Gefahr einer Tumorerkrankung ansteigen lässt. © Tobias Becker / echo24.de
Bavaria, Germany - 02 February 2023: Krapfen, pancakes or doughnuts with powdered sugar on a wooden table *** Krapfen, P
Auch die vielerorts in Deutschland beliebten Krapfen enthalten den chemischen Stoff Acrylamid, der mit einem erhöhten Risiko für eine Krebserkrankung verbunden ist. Ein regelmäßiger Verzehr von Gebäck wie Krapfen, das ungesunde Mengen der Transfette und Zucker aufweist, fördert Übergewicht und erhöht in der Folge das Krebsrisiko. © Bihlmayerfotografie/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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