Noch nicht getauscht?

Frist für Führerschein-Umtausch abgelaufen: Was Autofahrern droht

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Autofahrer der Jahrgänge 1965 bis 1970 hätten bis 19. Januar 2024 ihren Führerschein umtauschen müssen. Was droht nun denjenigen, die die Frist nicht eingehalten haben?

Blickt man auf die vergangenen Jahrzehnte im Automobildesign zurück, so hat sich in dieser Zeit viel getan. Doch auch das Aussehen des Führerscheins hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark geändert: Bis 1986 bekamen Autofahrer den „grauen Lappen“ ausgehändigt, danach bekam der Führerschein (der bei zu viel Punkten in Flensburg entzogen wird) ein Design in Zartrosa. Ab Januar 1999 wurde der Führerschein in Papierform schließlich durch den EU-Scheckkartenführerschein ersetzt. Eine neue Richtlinie vereinheitlichte die EU-Führerscheine dann ab 2013 weiter. Und genau in diesen Führerscheintyp müssen alle zuvor ausgegeben Führerscheine umgetauscht werden. Dafür gibt es unterschiedliche Fristen – doch was passiert, wenn man die verpasst?

Führerschein-Umtausch 2024: Wer ist in diesem Jahr dran?

Neben der Einheitlichkeit der Führerscheine, geht es bei dem Tausch vor allem darum, dass die Dokumente fälschungssicher sind. Für den Umtausch von Führerscheinen, die bis zum 31. Dezember 1998 ausgestellt wurden, gelten verschiedene Fristen. Entscheidend ist hierbei das Geburtsjahr des Führerschein-Besitzers.

GeburtsjahrAblauf der Umtauschfrist
bis 195319. Januar 2033
1953 bis 195819. Januar 2022
1959 bis 196419. Januar 2023
1965 bis 197019. Januar 2024
1971 oder später19. Januar 2025

Frist verpasst? Das droht, wenn der Führerschein nicht rechtzeitig getauscht wurde

Für die Jahrgänge 1953 bis 1964 ist die Umtausch-Frist also bereits seit längerem abgelaufen. Wer zwischen 1965 und 1970 geboren ist, hätte seinen „Lappen“ bis zum 19. Januar des Jahres 2024 umtauschen müssen. Was aber, wenn man dies nicht getan hat? Ist man in Deutschland mit seinem alten Pkw-Führerschein unterwegs, obwohl die Frist abgelaufen ist, droht ein Verwarnungsgeld in Höhe von zehn Euro. Mehr Probleme kann es laut ADAC geben, wenn man im Ausland mit dem alten Führerschein unterwegs ist. Vor einer Urlaubsfahrt sollte man sich aber generell informieren, denn in einigen Ländern ist ohnehin ein internationaler Führerschein für das Führen eines Kraftfahrzeugs erforderlich.

Führerschein-Umtausch: Was passiert, wenn Autofahrer die Frist verpassen?

Fristen für den Umtausch bei Führerscheinen, die ab 1999 ausgestellt wurden

Bei Führerscheinen, die ab dem 1. Januar 1999 ausgestellt wurden, läuft das Tausch-Verfahren dann etwas anders: Hier ist für die Frist das Ausstellungsjahr des Führerscheins entscheidend:

Ausstellungsjahr des FührerscheinsAblauf der Umtauschfrist
1999 bis 200119. Januar 2026
2002 bis 200419. Januar 2027
2005 bis 200719. Januar 2028
200819. Januar 2029
200919. Januar 2030
201019. Januar 2031
201119. Januar 2032
2012 bis 18. Januar 201319. Januar 2033

Was Autofahrer für den Führerscheintausch benötigen

Autofahrer können ihren Führerschein bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde umtauschen – in vielen Fällen ist der Führerscheintausch aber auch online möglich. Vorgelegt werden müssen:

  • ein gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • ein biometrisches Passfoto
  • der aktuelle Führerschein

Ampelmännchen der besonderen Art: Zehn Motive, die aus der Reihe tanzen

Otto-Waalkes-Ampel in Emden
Unverkennbare Pose: Diese Ampelmännchen in Emden ist dem dort geborenen Komiker Otto Waalkes gewidmet. © STPP/Imago
Mainzelmännchen-Ampel in Mainz
Früher kannte jedes Kind die Mainzelmännchen aus den Werbepausen im Fernsehen – 2013 wurden sie auch an einem Fußgängerüberweg in ihrer „Heimatstadt“ Mainz verewigt. © imagebroker/Imago
Fußgängerampel mit den Saarlodris
Die Fernsehmaskottchen Saarlodris waren einst den Zuschauern des Saarländischen Rundfunks bekannt – 2019 wurden sie auf Fußgängerampeln in Saarbrücken verewigt. © BeckerBredel/Imago
Bergmann-Ampelmännchen in Ensdorf
Mit Helm und Grubenlampe in der Hand: In Ernsdorf im Saarland gibt es einen Bergmann als Ampelmännchen. © BeckerBredel/Imago
Karl-Marx-Ampelmännchen in Trier
In Trier wurden 2018 Karl-Marx-Ampelmännchen präsentiert – Anlass war der 200. Geburtstag des Philosophen. © Ralph Peters/Imago
Fussgaengerampel am Koelner Tor in der Siegener Innenstadt
Eine Fussgängerampel am Kölner Tor in der Siegener Innenstadt zeigt bei Grün den Bergmann „Henner“. © Rene Traut/Imago
Fussgaengerampel am Koelner Tor mit dem Huettenmann Frieder
In Köln wurde der Hüttenmann „Frieder“ auf einer Fußgängerampel verewigt. © Rene Traut/Imago
Ampelmännchen in Gestalt des Bonifatius am Dom zu Fulda
In Fulda gibt es einen Heiligen als Ampelmännchen: Bonifatius weist hier Fußgängern den Weg über die Straße. © Eibner/Imago
Ampelmännchen in Köln zeigen gleichgeschlechtliche Paare
In Köln wurden anlässlich des Christopher Street Days 2019 Ampelmännchen in Betrieb genommen, die gleichgeschlechtliche Paare zeigen. © Rene Traut/Imago
Schützenampel in Neuss
In Neuss in Nordrhein-Westfalen gibt es Ampeln mit einem Schützen-Männchen. Platziert sind sie unter anderem entlang von Hauptstraßen, schließlich ziehen hier beim Schützenumzug die meisten Menschen vorbei © Michael Gstettenbauer/Imago

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Wichtig: Sollte der alte Papierführerschein nicht von der Behörde des aktuellen Wohnsitzes ausgestellt worden sein, benötigt man eine sogenannte Karteikartenabschrift der Behörde, die das Dokument ursprünglich ausgestellt hat. Die Abschrift kann man auf dem Postweg, telefonisch oder auch online beantragen und an die aktuell zuständige Führerscheinbehörde schicken.

Rubriklistenbild: © Pressedienst Nord/Imago

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