Aus Sicherheitsgründen

Änderungen beim Personalausweis: Neue Regel gilt ab Mai 2025

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Passbilder dürfen ab Mai 2025 nur noch digital übermittelt werden. Eine Neuerung, die Manipulationen eindämmen soll und Fotostudios vor Herausforderungen stellt.

Frankfurt - Ab dem 1. Mai 2025 wird es eine bedeutende Änderung in der Beantragung von Reisepässen und Personalausweisen geben. Anstatt Papierbilder zu verwenden, müssen die Bürgerinnen und Bürger ihre Passbilder digital an die zuständige Behörde senden. Diese Änderung wurde vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) bekannt gegeben und soll dazu beitragen, die Möglichkeit von Manipulationen durch Morphing zu reduzieren.

Änderungen beim Personalausweis: Ab Mai 2025 gilt eine wichtige neue Regel

Morphing ist eine Technik, bei der mehrere Gesichtsbilder zu einem einzigen Bild verschmolzen werden, was die Identitätskontrolle erschwert. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt, dass Reisepässe und Personalausweise durch die aktuelle Praxis der Verwendung von ausgedruckten Bildern „als Instrument zur Identitätskontrolle im Kern bedroht“ sind.

Die Bundesregierung hat bereits im Frühjahr 2024 angekündigt, dass sie mit weiteren Änderungen, wie der Direktzustellung von Post im Inland, „die Beantragung eines Ausweisdokuments bundesweit einheitlich unkomplizierter und komfortabler ausgestaltet“ werden soll.

Ab 1. Mai 2025 müssen sich deutsche Bürgerinnen und Bürger auf eine Änderung hinsichtlich der biometrischen Bilder bei Reisepass und Personalausweis einstellen. (Symbolbild)

Was bedeutet das für Antragstellende?

Was ändert sich damit für Bürger, denen ein Behördengang bevorsteht? Es reicht nicht aus, ein Foto mit dem Smartphone oder der Kamera selbst aufzunehmen. Stattdessen müssen professionelle Fotostudios die Bilder aufnehmen und direkt an die zuständigen Bürgerämter senden. Diese Studios müssen sich laut BMI registrieren lassen, um die Bilder über sichere elektronische Kanäle an die Behörde zu übertragen.

Die Antragsteller müssen jedoch nicht unbedingt einen Fotografen beauftragen, um die biometrischen Bilder aufzunehmen. Alternativ können die Bürgerämter Geräte zur Aufnahme von Lichtbildern bereitstellen. Laut ADAC sollen dort auch Fingerabdrücke und Unterschriften erfasst werden.

Es ist jedoch ratsam, im Voraus zu prüfen, ob solche Geräte im jeweiligen Bürgeramt verfügbar sind. Die zuständige Behörde kann über die Servicesuche des Bundes ermittelt werden.

Fotostudios stehen durch Regeländerung bei Passbildern vor großer Herausforderung

Die Änderung der Passbildregelung stellt Fotostudios vor große Herausforderungen. Obwohl die Bundesregierung hofft, dass die Gesetzesänderung zu „unkomplizierteren“ Behördengängen führt, könnten in der Praxis Probleme auftreten. Die Antragsteller müssen im Voraus klären, ob die Fotostudios die neuen Anforderungen an die sichere Übertragung erfüllen können oder ob in den zuständigen Bürgerämtern Aufnahmegeräte zur Verfügung stehen.

Einige Fotostudios sind besorgt über die finanziellen Auswirkungen der gesetzlichen Änderungen. Insbesondere Unternehmen, die von Fotos für offizielle Dokumente abhängig sind, befürchten große Umsatzeinbußen durch die Fototerminals in den Behörden, wie ein Beitrag des MDR zeigt. Pro Bild könnten die Kosten bei sechs Euro liegen. Hinzu kommt ein „höherer Arbeitsaufwand“ für die Fotostudios aufgrund der sicheren Übertragung. Auch bei der Post steht 2025 eine große Änderung bevor. (jm)

Rubriklistenbild: © Lobeca Ralf Homburg/IMAGO

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