Verbesserungen und Beiträge

Änderungen bei privater Krankenversicherung: Diese Kosten erwarten Beitragszahler

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Wer eine private Krankenversicherung in Anspruch nimmt, genießt bestimmte Vorteile. Ein Überblick, um welche Beträge sich Kosten und Leistungen im Jahr 2025 erhöhen.

Die Zusatzbeiträge vieler gesetzlicher Krankenkassen erhöhen sich 2025 teilweise rasant. Durchschnittlich steigen die Beiträge von 1,7 Prozent auf mindestens 2,5 Prozent. Eine Tabelle gibt einen Überblick, wie viel teurer es für die Versicherten wird. Und auch privatversicherte Personen müssen sich auf einige Änderungen und höhere Kosten einstellen. Allerdings verbessern sich auch im Gegenzug auch die Leistungen. Eine Übersicht.

Höhere Beiträge bei privater Krankenversicherung: So viel teurer wird es viele Beitragszahler

Wer privat krankenversichert ist, muss dieses Jahr in vielen Fällen eine Beitragserhöhung hinnehmen. Nach einer Schätzung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) steigen die Kosten für rund zwei Drittel der Versicherungsnehmer im Schnitt um 18 Prozent.

Einhergehend mit höheren Beitragssätzen und der steigenden Bemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung werden zum 1. Januar 2025 die Höchstbeiträge der privaten Krankenversicherung angeglichen. Im Standardtarif beträgt der Maximalbeitrag jetzt 804,82 Euro monatlich, Ehepaare müssen zusammen höchstens 1.207,23 Euro berappen, sofern das jährliche Gesamteinkommen der Ehegatten oder Lebenspartner die Beitragsbemessungsgrenze nicht übersteigt. Im Basistarif gilt ein Höchstbeitrag bei 942,64 Euro.

Änderungen für privatversicherte Personen 2025: Diese Beiträge steigen im neuen Jahr

Außerdem steigen die Arbeitgeberzuschüsse zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung dieses Jahr deutlich an. Der maximale Zuschuss zur Krankenversicherung erhöht sich laut PKV auf 471,32 Euro im Monat. Im Jahr 2024 betrug er noch fast 50 Euro weniger. Der maximale Zuschuss bei der privaten Pflegeversicherung klettert auf einen Betrag von 99,23 Euro im Monat.

Wer wie bei der gesetzlichen steigen auch bei der privaten Krankenversicherung im neuen Jahr die Beiträge.

Zudem werden die Leistungen der privaten Pflegeversicherung im neuen Jahr, wie auch bei der gesetzlichen Pflegeversicherung, um 4,5 Prozent erhöht. Maßgeblich dafür ist das Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz, welches bereits 2023 entstanden ist. Diese Verbesserung betrifft alle Pflegearten – von häuslicher Pflege bis hin zur Kurzzeitpflege.

Weitere Verbesserungen für Privatversicherte bei der Pflege kommen im Sommer

Zusätzlich gibt es zum 1. Juli 2025 eine Anpassung der allgemeinen Versicherungsbedingungen bei der privaten Pflegepflichtversicherung (AVB/PPV). Die bisher separaten Leistungsbeträge für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege werden zu einem gemeinsamen Jahresbetrag zusammengeführt, wie die PKV informiert. Die Leistungen sollen Versicherte so flexibler nutzen können.

Weiter plant ein Großteil der privaten Krankenversicherungsunternehmen die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) und des elektronischen Rezepts (E-Rezept) im Lauf des Jahres 2025. Die Nutzung beider Angebote steht Privatversicherten offen. Alternativ können sie weiterhin auf die gewohnten Papierrezepte zurückgreifen.

Ein Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung ist 2025 übrigens noch schwerer geworden. Die Versicherungspflichtgrenze wurde um 6,5 Prozent auf 73.800 Euro jährlich angehoben. Dieses Einkommen müssen Arbeitnehmer erzielen, um zur privaten Krankenversicherung wechseln zu können. Privatversicherte Arbeitnehmer, deren Einkommen unter dieser Grenze bleibt, können weiterhin durch eine Befreiung in der PKV bleiben.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Sascha Steinach

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