VonSebastian Oppenheimerschließen
Günstige Elektro-Neuwagen sind rar. Der ADAC hat drei Exemplare für einen Preis von weniger als 30.000 Euro getestet. Was kann man für sein Geld erwarten?
Wer einen besonders günstigen Neuwagen sucht, der hat aktuell nicht allzu viel Auswahl: Laut einer Analyse sind momentan nur noch vier Neufahrzeuge zu einem Preis von weniger als 15.000 Euro zu bekommen. Bei Elektroautos sieht es noch düsterer aus: Gerade einmal drei Modelle sind laut ADAC bei den Großserienherstellern für einen Listenpreis von weniger als 30.000 Euro zu haben. Der Automobilclub hat das Günstig-Trio unter die Lupe genommen – gleich zwei versagten in einer Kategorie komplett.
Einstiegs-Elektroautos im Test: Das kosten die drei Kandidaten
Bei den drei getesteten Einstiegsstromern handelt es sich um den Fiat 500e (ab 29.990 Euro), den Dacia Spring (ab 22.750 Euro, getestet wurde die stärkere Version für 24.550 Euro) und den Renault Twingo Electric (28.000 Euro). Wer seinen Wagen bis zum 31. Dezember 2023 zulässt, kann noch mit bis zu 6.750 Euro Förderung rechnen, ab 2024 sind dann nur noch 4.500 Euro Bonus drin.
Platzangebot in der hinteren Reihe bei allen drei Einstiegs-Stromern laut ADAC „bescheiden“
Eines haben alle drei Kandidaten laut dem Test gemeinsam: In der hinteren Reihe ist das Platzangebot „bescheiden“ – und auch im Kofferraum lässt sich nur kleines Gepäck verstauen. Immerhin lässt sich der Stauraum durch Umklappen der Rückbank erweitern. Anders sieht es dagegen beim Thema Verarbeitungsqualität aus. Während der Fiat 500e den wertigsten Eindruck machte, sei die Twingo-Karosserie immerhin noch „ordentlich“ gefertigt. Der Dacia Spring dagegen wirke wenig solide: Unter anderem bemängeln die ADAC-Tester scheppernde Türen und ein lautstark entriegelndes Heckklappenschloss. So ziemlich alles wirke hier billig.
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Reichweite: Hier hat der Elektro-Dacia im Test die Nase vorn
In Sachen Reichweite darf man bei allen Dreien nicht zu viel erwarten: Im ADAC-Ecotest kam der Dacia Spring auf eine maximale Reichweite von rund 195 Kilometer, beim Fiat und dem Renault war schon nach 150 Kilometern Schluss. Damit eignet sich das Trio vornehmlich für den Einsatz in der Stadt oder kürzere Überlandfahrten.
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Knackpunkt Sicherheit: Diese zwei Einstiegs-Elektroautos rasseln im ADAC-Test durch
Problematisch wird es für den Renault und den Dacia allerdings beim Thema Sicherheit. In Sachen aktiver Sicherheitsausstattung belässt es Renault im Twingo bei ESP und einem Reifendruckkontrollsystem (beides vorgeschrieben) sowie einem Spurverlassenswarner. Als einziger der Testkandidaten verzichtet der Twingo auch auf Kopfairbags für die Passagiere in der hinteren Reihe.
Im Dacia Spring ist zwar ein Notbremssystem verbaut, dafür sieht er im Crashtest alles andere als gut aus: Lediglich einen von fünf möglichen Sternen erhielt der Stromer von Euro NCAP. Den deutlichen Sieg im ADAC-Vergleich holt sich damit der Fiat 500e, der laut den Testern nicht nur über eine zeitgemäße aktive Sicherheitsausstattung verfügt, sondern auch bei den Crashtests ordentlich abschneidet.
Günstiges Elektroauto: Auch ein Blick auf den Gebrauchtwagenmarkt lohnt sich mittlerweile
Wer unbedingt einen günstigen Stromer möchte, kann sich inzwischen auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt umsehen. Dort wächst das Angebot. Um keine böse Überraschung zu erleben, gibt es jedoch beim Kauf von gebrauchten Elektroautos einige Punkte zu beachten.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Eine andere Möglichkeit ist, sich als Käufer noch etwas in Geduld zu üben, denn einige Hersteller haben bereits günstige Einstiegsmodelle angekündigt – wie beispielsweise Tesla. Doch bis der US-Autobauer das Fahrzeug auf den Markt bringt oder auch VW den angekündigten ID.2all, dürfte wohl noch einige Zeit vergehen.
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