Damit macht der Stromer so manchem Leichtelektromobil wie dem Opel Rocks-e Konkurrenz. Mit einer Länge von 3,78 Meter und einem Radstand von 2,5 Metern ist der Seagull dabei immer noch bestens für die Stadt geeignet. Seine kompakten Abmessungen sind aber nicht der Grund, warum er so günstig ist. Vielmehr ermöglicht wohl die Batterietechnologie diesen Billigpreis, wie t3n.de berichtet.
Elektroauto für 9.000 Euro: Eine neue Technologie ermöglicht Billigpreise
Zusätzlich zum klassischen Lithium-Eisenphosphat-Akku bietet BYD auch eine 30 kWh-Natrium-Ionen-Batteire an. Damit soll das Elektroauto nach CLTC-Standard (China Light-Duty Vehicle Test Cycle) rund 305 Kilometer weit kommen. Das besondere an dieser Technologie ist jedoch, dass kein Lithium mehr benötigt wird.
Die Herstellung ist somit wesentlich umweltfreundlicher, da Natrium überall auf der Welt vorkommt und das in deutlich größeren Mengen. Zudem punkten die Natrium-Ionen-Akkus mit hohen Ladegeschwindigkeiten und sind weniger anfällig für Überhitzung. Auch die Lebensdauer ist höher, bei geringeren Produktionskosten. Das wiederum ist gut für den Preis.
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Elektroauto für 9.000 Euro: BYD Seagull feiert im April Weltpremiere
Nicht so gut sind allerdings die niedrige Energiedichte und das hohe Gewicht der Natrium-Ionen-Akkus. Zum Vergleich: Mit der 38-kWh-Lithium-Batterie kommt der BYD Seagull 405 Kilometer weit – 100 Kilometer mehr als mit der neuen Natrium-Technologie.
Die offiziellen Preise für das kompakte Elektroauto sollen laut t3n in China bei umgerechnet 10.700 bis 13.300 Euro liegen. Aus bereits geleakten Marketingmaterial geht aber hervor, dass der BYD Seagull bei manchen Händlern bereits für 8.700 zu bekommen ist. Ob es der Billig-Stromer, der am 18. April auf der Shanghai Auto Show Weltpremiere feiert, auch nach Europa kommt, ist noch unklar.