Kein Witz

Kuriose Verkehrsschilder: Fünf verrückte Zeichen, die es wirklich gibt

Straßenschilder sind unentbehrlich für einen geregelten Verkehr – und sie können richtig unterhaltsam sein! In diesen Ländern gibt es die schrägsten Schilder.

Andere Länder, andere Sitten: Wer einen Roadtrip außerhalb Deutschlands antritt, muss sich zwangsläufig mit den fremden Verkehrsregeln befassen – die durchaus auch kurios sein können. Ob der Linksverkehr in Großbritannien oder die Mautgebühr in Ländern wie Italien und Spanien: Vieles läuft im Ausland anders ab als hierzulande. Auch die Verkehrsschilder sehen oftmals ganz anders aus. Damit sind natürlich keine gewöhnlichen Zeichen wie Stoppschilder oder Vorfahrtsschilder gemeint, sondern exotische Hinweistafeln, die Sie so wahrscheinlich noch nie gesehen haben. Hier kommen die fünf außergewöhnlichsten Straßenschilder, die es tatsächlich in verschiedenen Ländern auf der Welt gibt. 

1. Kalifornien/USA: Kühe fallen vom Himmel

In Kalifornien warnt ein Schild vor Kühen, die vom Himmel purzeln.

Das ist tatsächlich kein Scherz: Ein Verkehrsschild in Kalifornien warnt vor Kühen, die vom Himmel purzeln. Weil die Tiere oft direkt an Bergklippen weiden, besteht offenbar das Risiko, dass sie von der Klippe stürzen und auf die Straße fallen. Vielleicht sollte man sich den Urlaub im kalifornischen Gebirge angesichts dessen zweimal überlegen. Es stellt sich natürlich die Frage, wieso man die Kühe nicht einfach mit einem Zaun umgibt, sodass diese überhaupt nicht Gefahr laufen können, von der Klippe zu stürzen.

2. Cornwall/Großbritannien: Achtung, Rentner!

Verkehrsschild „Achtung, Rentner!“

Es gibt Verkehrsschilder – wie etwa jenes oft fälschlich als „Spielstraße“ bezeichnete blaue Schild „verkehrsberuhigter Bereich“–, die auf die Gefahr hinweisen, dass spielende Kinder plötzlich über die Straße laufen könnten. Wieso sollte es also keine Schilder geben, die Senioren gewidmet sind? Genau das dachten sich offenbar die Behörden im englischen Cornwall. Natürlich ist mit dem Verkehrszeichen nicht gemeint, dass die Rentner eine Gefahr für Autofahrer darstellen und diese auf irgendeine Art und Weise attackieren könnten. Vielmehr werden Fahrer angehalten, besonders vorsichtig zu fahren, da viele ältere Personen zu Fuß unterwegs sind. Senioren brauchen bekanntlich länger beim Überqueren der Straße, deshalb macht so ein Verkehrsschild tatsächlich Sinn. Allerdings gibt es auch Kritiker, die der Meinung sind, dass das Schild diskriminierend gegenüber älteren Menschen ist.

3. Frankreich: Von wegen WLAN

Hat nichts mit WLAN zu tun: Dieses Schild weist in Frankreich auf eine Geschwindigkeitskontrolle hin.

Selbst in unserem Nachbarland Frankreich findet man Verkehrsschilder aus dem Kabinett der Kuriositäten. Ein seitlich um 90 Grad gedrehtes WLAN-Symbol in Kombination mit einem Auto sowie einem Motorrad weist nicht etwa darauf hin, dass es hier kostenloses Internet gibt. Stattdessen wird damit eine Geschwindigkeitskontrolle innerhalb der nächsten fünf Kilometer angekündigt. Autofahrer sollten also auf keinen Fall mit ihrem Handy auf WLAN-Suche gehen, sondern sich lieber darauf konzentrieren, das Tempolimit einzuhalten. Ansonsten dürfte bald eine böse Überraschung im Briefkasten warten – und Strafzettel aus dem Ausland sollte man besser nicht ignorieren.

4. Schweden: Kopulierende Elche

In Schweden warnt tatsächlich ein Schild vor kopulierenden Elchen.

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Nein, auch bei diesem Schild handelt es sich um keinen Scherz! In Schweden wird vor Elchen gewarnt, die sich mitten auf der Straße begatten. Besonders während der Paarungszeit im Herbst heißt es, beim Autofahren Acht zu geben und auf die Umgebung aufzupassen. Vor allem in Waldnähe kann es leicht zur Begegnung mit einem Elch kommen – oder eben mit zwei kopulierenden Elchen, die von ihrer Leidenschaft gepackt werden und im Eifer der Gefühle vergessen, sich von der Straße fernzuhalten. Allerdings ist der Spaß denkbar kurz: Bereits nach zwei bis drei Sekunden ist die Paarung vorbei. Immerhin müssen Autofahrer also nicht lange warten, bis die Elche ihr Schäferstündchen beendet haben. In Schweden wird übrigens jeder fünfte Autounfall durch einen plötzlich auf der Straße stehenden Elch verursacht. Auch außerhalb der Paarungszeit gilt es daher, aufzupassen.

Unbekannte Verkehrszeichen? Ob Sie die Bedeutung von allen Schildern kennen?

StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Das Verkehrszeichen für den Überholverbot dürfte allen Autofahrern bekannt sein. Dieses neue Straßenschild ist eine Abwandlung dessen. Es gilt explizit als Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen. Das bedeutet in Straßenabschnitten, die mit diesem Verkehrszeichen ausgeschildert sind, dürfen mehrspurige Fahrzeuge (Autos, LKWs) keine Motorräder oder Fahrräder überholen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch dieses Straßenschild dient dem Schutz von Fahrradfahrern. Es markiert einen Bereich, der als Fahrradzone gilt. Das bedeutet für Autofahrer, dass sie ab diesem Schild maximal mit Tempo 30 km/h fahren dürfen. Außerdem dürfen sie den Radverkehr weder gefährden noch behindern. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mal Hand aufs Herz: Vermutlich haben viele Radfahrer ohnehin von dieser Regelung Gebrauch gemacht - auch wenn sie bislang als Verstoß gewertet wurde. Jetzt ist das rechts Abbiegen an einer roten Ampel offiziell erlaubt - zumindest dort, wo der Grünpfeil für Radfahrer das kennzeichnet.  © Bundesanstalt für Straßenwesen
Abbiegepfeil für Autofahrer
Das gleiche Verkehrszeichen gibt es seit geraumer Zeit auch für Autofahrer. Doch es herrscht weiterhin noch viel Unwissenheit unter den Verkehrsteilnehmern bezüglich des Grünpfeils. Denn korrekterweise muss man sich hierbei wie bei einem Stoppschild verhalten. Das bedeutet, das Fahrzeug muss zunächst vollständig anhalten und laut Straßenverkehrsordnung mindestens drei Sekunden stehenbleiben. Erst dann darf man bei einer roten Ampel rechts abbiegen, sofern kein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wird. Die gleichen Regelungen gelten auch für Radfahrer.  ©  Malte Christians/dpa (Archivbild)
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Dieses Verkehrszeichen kennzeichnet Radschnellwege unabhängig von der Beschaffenheit der Straße. Zum Beispiel bei sandigen Straßen soll so kenntlich gemacht werden, dass es sich um einen Radschnellweg handelt. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mit diesem Straßenschild sollen künftig Bereiche für Lastenfahrräder freigehalten werden, wie etwa Parkbereiche, Abstellflächen oder Ladezonen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Fahrzeuge von Carsharing-Diensten müssen mit dieser Plakette an der Windschutzscheibe klar erkennbar sein. Der Firmenname sowie das Kennzeichen müssen darauf zu sehen sein.  © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
PKWs, LKWs, Fahrräder, Fußgänger: Die meisten Verkehrsteilnehmer haben ein entsprechendes Sinnbild für Verkehrszeichen. Ab sofort gibt es auch eins für Fahrgemeinschaften. Allerdings gibt es noch keine Bereiche, wo dieses zum Einsatz kommen könnte. Ähnliches gilt beim folgenden Verkehrsschild. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch Carsharing-Fahrzeuge bekommen ein eigenes Sinnbild. Es soll unter anderem in Parkbereichen eingesetzt werden, die für Carsharing-Autos bestimmt sind. © Bundesanstalt für Straßenwesen
Speedmarathon in Baden-Württemberg
Temposünder und Falschparker müssen davon abgesehen seit 9. November 2021 tiefer in die Tasche greifen. Der erneuerte Bußgeldkatalog sieht härtere Strafen vor: Wer beispielsweise innerorts 16 bis 20 Kilometer pro Stunde (km/h) zu schnell fährt und geblitzt wird, der zahlt 70 Euro statt wie früher 35 Euro. Höhere Geldstrafen gibt es auch für jene, die verbotswidrig auf Geh- und Radwegen parken, unerlaubt auf Schutzstreifen halten oder in zweiter Reihe parken und halten. So kostet das Parken in zweiter Reihe nun 55 statt 20 Euro, noch teurer wird es, wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden. Neu ist außerdem eine Geldbuße von 55 Euro für unberechtigtes Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge und Carsharing-Fahrzeuge. © Uwe Anspach/dpa (Archivbild/Symbolbild)

5. Alaska/USA: Keine weiteren Verkehrszeichen

Den Vogel im Schilderwald schießt wohl ein Verkehrszeichen in Alaska ab. Dieses warnt tatsächlich davor, dass es auf der weiteren Strecke keinerlei Warn- oder Straßenschilder mehr geben wird. Die Autofahrer sind demnach auf sich allein gestellt. Der Grund dafür ist wohl der, dass die Straßen in Alaska sehr verlassen sind und die Behörden offensichtlich der Meinung waren, dass sich das Aufstellen von Verkehrsschildern nicht lohnen würde. Aufpassen sollten Touristen natürlich trotzdem, da die rauen Wetterverhältnisse in dem kalten US-Staat oft zu schlechter Befahrbarkeit der Straßen führen können. Im hohen Norden Amerikas sind außerdem jede Menge wilde Tiere wie Bären, Elche und Wölfe unterwegs.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Gerhard Leber

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