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Der „Aldi-Äquator“ könnte bald Geschichte sein. Gerüchten zufolge planen Aldi Nord und Süd einen großen Schritt.
München – Aldi Nord und Aldi Süd könnten bald einen historischen Schritt wagen und fusionieren, wie aus einem Bericht des Portals manager magazin hervorgeht. Damit würde nach über 60 Jahren erstmals wieder ein einzelner Aldi-Konzern entstehen. Es gibt einige Hinweise, die das Gerücht plausibel machen.
| Anzahl Aldi Süd Filialen | ca. 1940 (Stand: Juli 2023) |
|---|---|
| Anzahl Aldi Nord Filialen | 2200 (Stand: Juli 2023) |
| Anzahl Aldi Filialen insgesamt | ca. 4.140 |
Die Voraussetzungen für eine Fusion von Aldi Nord und Süd sind günstig
Seit 1961 operieren Aldi Süd und Aldi Nord als separate Unternehmen. Die Gründe, warum die Brüder Theo und Karl Albrecht damals getrennte Wege gingen, sind nicht bekannt. Seitdem gab es immer wieder Spekulationen über eine mögliche Wiedervereinigung. Dazu gekommen ist es bisher aber nicht.
Momentan sind die Rahmenbedingungen für eine mögliche Vereinigung allerdings recht vielversprechend. So wurde etwa der zuvor teils vor Gericht ausgetragene Machtkampf bei Aldi Nord Anfang des Jahres beigelegt. Als Folge dieser Einigung steht eine grundlegende Umstrukturierung der Aldi Nord Unternehmensgruppe bevor.
Mit der Beilegung des Streits ist zumindest theoretisch der Weg frei gemacht, beide Unternehmen wieder zu vereinen. Das manager magazin betrachtet auch die Tatsache, dass die neue Organisationsform von Aldi Nord der von Aldi Süd ähnelt, als ein Indiz für eine bevorstehende Fusion.
Aldi Süd und Nord haben bisher keine Statements zur Umstrukturierung abgegeben
Bislang haben sich die Discounter selbst noch nicht zu den Gerüchten geäußert. Stephan Rüschen, Professor für Lebensmittelhandel an der DHBW Heilbronn, betrachtet eine Fusion jedoch als positiven Schritt für die Unternehmen. In einem Gespräch mit dem Verbraucherportal CHIP erklärt er: „Eine Fusion würde dazu führen, dass sich beide Teile das Beste der beiden Konzepte aussuchen würden und ein verbessertes „Aldi neu“ konzipieren würden“.
Ein Beispiel für solch ein Konzept ist, dass Aldi Nord seine Kunden seit einiger Zeit via WhatsApp über die Angebote der Woche informiert. Kaufland und Rewe bieten den Service ebenfalls an.
Trotz der positiven Signale besteht keine Gewissheit bezüglich der Fusion. Letztendlich liegt die Entscheidung, künftig wieder einen gemeinsamen Weg zu gehen – oder eben auch nicht – bei den Familienstämmen. (sp)
Für diesen von der Redaktion geschriebenen Artikel wurde maschinelle Unterstützung genutzt. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung von Redakteurin Sandra Sporer sorgfältig überprüft.
Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/IMAGO

