VonUlrike Hagenschließen
Der Fleischhersteller Josef Maier warnt vor dem Verzehr einer Bratwurst. Durch Fehler in der Herstellung ist eine für Allergiker gefährliche Zutat in das Produkt gelangt.
Bad Wörishofen – Die Bratwurst ist ein beliebter Klassiker der deutschen Küche – und ist für viele ein „Must“ auf dem Grill, wie die Butter auf dem Brot. Jeder Bundesbürger verzehrte nach Angaben des Deutschen Fleischer-Verbandes (DFV) im vergangenen Jahr 2023 ganze 2,5 kg der leckeren Würstchen.
Nun musste der Hersteller Josef Maier GmbH & Co. KG einen großen Rückruf für ein beliebtes, bundesweit in den Verkauf gelangtes Wildschweinbratwurst-Produkt aus seinem Werk starten, da sein Verzehr für bestimmte Personengruppen „gesundheitsgefährdend“ ist. Edeka und Kaufland mussten ebenfalls kürzlich ein Produkt zurückrufen.
| Hersteller: | Josef Maier GmbH & Co. KG |
| Sitz: | Bad Wörishofen (Bayern) |
| Rückgerufener Artikel: | Wildschweinbratwurst, gebrüht tiefgefroren |
| Packungsgröße: | 400 Gramm |
| Verkaufsraum: | Bundesweit |
Rückruf: Allergen Senf nicht deklariert – Hersteller ruft tiefgekühlte Wildschweinbratwurst zurück
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) berichtet auf seinem Portal lebensmittelwarnung.de über den Rückruf für Würste des Traditionsunternehmens aus dem Allgäu, das sich auf Fleischprodukte von Reh, Hirsch und Wildschwein spezialisiert hat.
Warnung vor Bratwurst: Verzehr kann Atemnot und lebensbedrohlichen Schock auslösen
Verbraucher werden vor dem Genuss der „Wildschweinbratwurst, gebrüht tiefgefroren“ in der 400-Gramm-Packung gewarnt. Laut einer Pressemitteilung des Herstellers ist in den betroffenen Bratwürsten aus Wildschwein in der eingesetzten Gewürzmischung das Allergen Senf enthalten, das nicht in dem Zutatenverzeichnis aufgelistet ist. Bei Menschen mit einer Senfallergie kann der Verzehr der Ware eine gesundheitsgefährdende Wirkung, zum Beispiel das Auslösen eines allergischen Schocks, haben.
Dringender Bratwurst-Rückruf: Hersteller warnt vor Zutat in Tiefkühl-Produkt
„Eine entsprechende Information über den DAAB (Deutscher Allergie- und Asthmabund) wurde an die betroffenen Personengruppen der Senfallergiker bereits versendet“, teilte das Unternehmen mit. Der betroffene Artikel wurde laut der Josef Maier GmbH & Co. KG bundesweit verkauft.
Nahrungsmittelallergien können sich durch verschiedene Reaktionen der Schleimhaut äußern, beispielsweise durch Schwellungen im gesamten Mund-, Nasen- und Rachenraum, was als allergische Rhinitis bekannt ist, sowie durch die Schwellung der Zunge. Symptome im Magen-Darm-Bereich können Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Durchfall sein. Darüber hinaus können Allergien Atemwegs- und Hautreaktionen verursachen. In extremen Fällen besteht die Gefahr eines lebensbedrohlichen, anaphylaktischen Schocks.
| MHD | Charge |
| 07.01.2024 | 22448002; 22448005; 22818504; 22818505; 22818502 |
| 17.02.2024 | 30228502; 23038006; 23358501; 30228502 |
| 18.02.2024 | 23038006 |
| 19.02.2024 | 23038006 |
| 29.02.2024 | 23028503; 23218005; 23358501; 30228502 |
| 01.03.2024 | 23218005; 30228502 |
| 12.04.2024 | 23828015; 23948010 |
| 13.04.2024 | 23828015 |
| 28.06.2024 | 24928004 |
| 05.07.2024 | 25048004; 30328504 |
| 06.07.2024 | 25028004 |
| 19.09.2024 | 30918004 |
| 29.09.2024 | 31041004 |
| 16.11.2024 | 31358005; 31738004 |
| 17.11.2024 | 31738004 |
| 20.12.2024 | 32228004 |
| 21.12.2024 | 32228004; 32238004 |
| 02.01.2025 | 32418005 |
| 03.01.2025 | 32418005; 32420704; 32420902 |
| 04.01.2024 | 32418005 |
Rückruf: Wildschwein-Bratwürste können gegen Kaufpreis zurückgegeben werden
Für Personen, die keine Senfallergie haben, sei der Konsum der Wildschwein-Bratwürste unbedenklich. Auch seien andere Produkte nicht von dem Rückruf betroffen. Die Würste können von Personen mit einer Senfallergie in allen Verkaufsstellen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Verkaufsbons erstattet. Verbraucher:innen können sich bei weiteren Fragen an den Kundenservice unter der Rufnummer 8247-9600181 (Mo.–Fr. von 8:00 bis 17:00 Uhr) oder via E-Mail an gs@josef-maier.com wenden.
Erst kürzlich wurden Bohnen, die Glassplitter enthalten könnten und ein beliebter Exquisa-Quark zurückgerufen.
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