VonInes Almsschließen
Methoden zur Sterilisation von Blumenerde sind oft aufwendig. Wer trotzdem Ressourcen und Geld sparen möchte, greift daher am besten zu diesem schnellen Weg.
Beim Umtopfen oder wenn die Pflanzen vor dem Winter aussortiert werden, bleibt immer Blumenerde übrig. Die kann man natürlich entsorgen und für die nächsten Pflanzen frische kaufen. Oder man macht das Substrat keimfrei und lässt darin eine neue Blumen- oder Gemüsegeneration einziehen. Hierfür muss die Erde allerdings einige Kriterien erfüllen. Methoden für die Sterilisation gibt es mehrere – aber warum nicht die einfachste nehmen?
Warum es sinnvoll sein kann, alte Erde zu sterilisieren
Warum sollte man Erde überhaupt sterilisieren? Der Aspekt ist bei Hobbygärtnern umstritten. Während die einen es für unnötig halten, betonen andere, wie wichtig ein keimfreies Substrat vor allem für Jungpflanzen sei. Unabhängig davon ist die Wiederverwertung des Produkts ökologisch sinnvoll.
Damit sich alte Blumenerde überhaupt sterilisieren lässt, sollte sie ein paar Voraussetzungen erfüllen: Auch wenn die Hitze die meisten Bakterien, Insekteneier und Pilze abtötet, sollten die vorherigen Pflanzen im Topf oder Kübel keine offensichtliche Krankheit, weder Schimmel- noch Schädlingsbefall gehabt haben. Denn das Risiko ist dann erhöht, dass das Substrat zu stark verunreinigt ist, Spuren davon zurückbleiben und überleben. Keimfähige Unkrautsamen werden bei dem Prozess durch große Hitzeeinwirkung in der Regel unschädlich gemacht.
Schnelle und einfache Methode: Sterilisieren mit Wasser
Manche hantieren gerne mit Erde, für andere ist es eher eine schmutzige Angelegenheit. Im besten Fall verursacht die Reinigung der Erde daher möglichst wenig Dreck und Umstände, damit sich Aufwand und Nutzen die Waage halten. Oft verwendete Methoden sind das Sterilisieren im Backofen, in der Mikrowelle oder gar im Schnellkochtopf. Wem diese Vorstellung zu unhygienisch ist, der kann auf diese ganz einfach Prozedur zugreifen:
- Einen großen hitzefesten Eimer oder ein anderes Gefäß zur Hälfte mit alter Erde füllen.
- Die gleiche Menge Wasser aufkochen, beispielsweise im Wasserkocher.
- Das heiße Wasser zur Erde gießen, umrühren und abkühlen lassen.
Von Pflanzenkauf bis Blumentopf – zehn Tipps, die beim Gärtnern Geld sparen




Das Sterilisieren der Blumenerde tötet auch erwünschte Mikroorganismen ab. Bevor man die abgekühlte Erde also weiterverwendet, sollte man sie wieder mit Nährstoffen aufwerten. Dies gelingt, indem man etwa zu einem Viertel frische Blumenerde oder Kompost untermischt.
Rubriklistenbild: © Depositphotos/Imago

