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Ernährung gegen Altern: Wie Sie sich jung essen und länger fit bleiben

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Gesund altern hängt eng mit einer gesunden Ernährungsweise zusammen. Eine Expertin erklärt, was ältere Menschen tun können, um länger fit zu bleiben.

Länger jung und fit bleiben, das wünschen sich wohl viele Menschen. Dabei kann man durchaus selbst etwas tun, um dem Altern entgegenzuwirken und den Alterungsprozess zu verlangsamen. Nicht nur ein gesunder Lebensstil spielt eine wichtige Rolle. Insbesondere die Ernährung hat einen Einfluss darauf, wie schnell und gesund wir altern.

Altern: Wie Ernährung den Prozess beeinflussen kann

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass man den Alterungsprozess mit einer pflanzlich betonten Ernährungsweise aufhalten und sein Leben dadurch verlängern kann.

Laut Prof. Dr. Kristina Norman, Leiterin der Abteilung Ernährung und Gerontologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, hat „die Ernährung als einer der wichtigsten Lebensstilfaktoren einen ganz großen Einfluss auf die Alterung“, wie sie gegenüber dem Radiopodcast „Wissenswerte“ vom rbb 24vInforadio erklärt. Zudem beeinflusst sie die Entstehung von Krankheiten, die laut Norman ein gesundes Altern gerade nicht ermöglicht. Laut der Ernährungsexpertin deuten die Ergebnisse mehrerer Studien daraufhin, dass pflanzliche Lebensmittel die Krankheitsentstehung jedoch aufhalten und zum Teil auch verschieben können. Durch eine balancierte und pflanzlich betonte Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte könne man eine gesunde Lebensspanne verlängern, meint Norman.

„Kardiovaskuläre Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall; Anm. d. Red.), Tumorerkrankungen, respiratorische Erkrankungen (z.B. Bronchitis, Halsentzündung, Lungenentzündung; Anm. d. Red.), und Diabetes-Typ-II lassen sich durch die Ernährung positiv beeinflussen, sogar wenn man schon erkrankt ist“, meint Norman. Nicht nur die Zusammensetzung der Mahlzeiten, sondern auch die Menge sowie der Zeitpunkt spielen dabei eine Rolle. „Studien zum Intervallfasten – bei dem man nur innerhalb von acht Stunden isst – zeigen, dass morgens essen einen größeren Einfluss hat auf den Lipidstoffwechsel, den Glucosestoffwechsel und die Insulinsensitivität. Verlagern wir dies hingegen auf die Abendstunden, kommt sozusagen die Verdauungsphase gleichzeitig mit der Schlafphase zusammen und hat somit größerer Nachteile.“

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Gesund altern: Expertin empfiehlt Ernährungsstrategien

Um dem Altern entgegenzuwirken und länger gesund und fit zu bleiben, empfiehlt die Ernährungsexpertin sowohl Personen bereits in jungen Jahren als auch für ältere Menschen deshalb folgende Ernährungsstrategien:

  • Vielfältig essen
  • Sich betont aus pflanzlicher Kost ernähren
  • Pflanzliche Kost mit tierischem Eiweiß ergänzen
  • Achtsam essen
  • In Bewegung bleiben
  • Salz und Zucker reduzieren
  • Alkohol in Maßen trinken

Somit unterscheidet sich eine gesunde Ernährungsweise älterer Menschen zunächst einmal nicht von der Jüngerer. Nährstoffe spielen im Alter jedoch laut Norman eine wichtigere Rolle. „Der bekannteste Nährstoff im Alter, bei dem Forscher einen höheren Bedarf sehen, ist Eiweiß.“ Denn im Alter nimmt die Muskelmasse ab, die Körperzusammensetzung verändert sich etwas und der Energiebedarf sinkt. „Häufig kommt es dazu, dass zu viel Energie gegessen wird, aber nicht ausreichend Protein“, erklärt die Wissenschaftlerin. Diese Diskrepanz führe zu einem rascheren Verlust der Muskelmasse und dadurch zu schnellerem Altern.

Norman berichtet außerdem von einer Modellierungsstudie mit bemerkenswerten Ergebnissen: „Wenn man mit 50 Jahren noch umsteigt auf eine optimalste Ernährungsweise, die man sich vorstellen kann, dann erreicht man im Durchschnitt anhand dieser Modellierungsrechnungen zehn Lebensjahre hinzu.“ Deshalb sei es laut der Expertin nie zu spät, etwas für seine Gesundheit zu tun. Eine Ernährungsumstellung lohne sich demnach auch noch im Alter von 50 oder 60.

Ernährung gegen Altern: Zehn Lebensmittel, auf die Sie verzichten sollten

Kaffee in Tasse
Telomere gelten als Marker, die das biologische Alter eines Menschen anzeigen und eine wichtige Rolle im Alterungsprozess spielen. Sie befinden sich am Ende der Chromosomen als Schutzkappen und werden bei jeder Zellteilung kürzer. Krankheiten können zur Verkürzung beitragen. Umso wichtiger ist deshalb die richtige Ernährung. Wer länger jung aussehen möchte, sollte deshalb auch seinen Kaffeekonsum kritisch überprüfen. Denn Kaffee kann zwar ein echter Wachmacher sein. Allerdings erhöht er auch die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, was zur Alterung der Haut beiträgt. © Bernd Jürgens/IMAGO
Butter
Butter gehört für viele Menschen immer auf ihr Brot. Dabei hat sie eine hohe Dichte an gesättigten tierischen Fettsäuren, welche Entzündungen im Körper begünstigen, für einen erhöhten Cholesterinspiegel sorgen und somit die Telomere verkürzen. © Eivaisla/IMAGO
Schaumküsse
Möchten Sie, dass Ihre Haut lange straff und geschmeidig bleibt, dann Finger weg von Süßigkeiten. Der in ihnen enthaltene Zucker wirkt eben nicht nur entzündungsfördernd, sondern lässt die Haut auch schneller altern. Denn die kurzkettigen Kohlenhydrate zerstören die beiden Proteine Kollagen und Elastin, die die Haut normalerweise straff halten. © Westend61/IMAGO
Milchprodukte
Milchprodukte können ebenfalls zu einer schnelleren Alterung führen. Sie fördern nicht nur Entzündungen im Körper, sondern werden bei der Verdauung in Laktose gespalten. Dies schadet letztendlich der körpereigenen Kollagenproduktion. Mit zunehmendem Alter fällt es dem Körper zudem schwerer, die in der Milch enthaltene Laktose zu verdauen. Deshalb sollten Milchprodukte wie etwa Joghurt oder Käse nicht in großen Mengen gegessen werden. ©  Alex9500/IMAGO
Alkohl
Alkohol ist Zellgift und entzieht dem Körper gleichzeitig Flüssigkeit. Beides schadet nicht nur der Gesundheit, sondern lässt Menschen auch äußerlich älter wirken. Allerdings kommt es bei Alkohol auch auf die Menge und Qualität an. Rotwein enthält beispielsweise Resveratrol. Das Polyphenol schützt die Haut, indem es freie Radikale bindet. Dadurch lässt es die Haut gesund altern. © Ezequiel Gimà nez/IMAGO
Wurst
Verarbeitete Wurst- und Fleischwaren enthalten viel Salz sowie hohe Mengen an gesättigten Fettsäuren und Zusatzstoffen. Diese Kombination kann dazu führen, dass die Telomere schrumpfen und schneller altern lassen. © Photology2000/IMAGO
Pommes
Auch der Verzehr von Pommes kann den Alterunsprozess beschleunigen. Beim Frittieren entstehen nämlich durch die hohe Hitze viele Transfettsäuren. Sie können die Telomerlänge negativ beeinflussen. © avq/IMAGO
Glas mit Cola
Nicht nur der in Softdrinks wie Limonade enthaltene Zucker ist für die Gesundheit schädlich. In Cola steckt beispielsweise auch Phosphorsäure. Sie steht im Verdacht, die Knochen zu schwächen. Eine geringe Knochendichte kann wiederum zu Knochenschwund, der sogenannten Osteoporose, führen und das Altern beschleunigen. © Kitch/IMAGO
Salz auf einem Löffel
Auch Salz kann sich negativ auf die Alterung auswirken. Zu viel des beliebten Gewürzes lässt beispielsweise das Gesicht aufgedunsen und die Augenringe dunkler wirken. Lebensmittel wie zum Beispiel Fertigsoßen oder Chips, die viel Salz enthalten, führen außerdem dazu, dass sich Wasser im Körper einlagert. Zudem entzieht das enthaltene Natrium den Knochen wichtiges Kalzium und erhöht den Blutdruck. Gänzlich auf Salz sollte allerdings auch nicht verzichtet werden. Mithilfe von zum Beispiel Joghurt, Bananen oder Trockenfrüchten kann das Salz mit Kalium ausgeglichen werden. © Orcea David/IMAGO
Chips
Die Teilnehmer einer Studie, die täglich mehr als drei Portionen hoch verarbeitete Lebensmittel aßen, hatten ein doppelt so hohes Risiko für verkürzte Telomere als Personen, die maximal eine Portion an Fertigprodukten pro Tag zu sich nahmen. Zu diesen Lebensmitteln zählen zum Beispiel Chips, Weißbrot, Kuchen, Gebäck, Schokolade und Fertiggerichte. © "ungvar"/IMAGO

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Joseffson/IMAGO

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