Altersprozess aufhalten

Gesund altern: Fünf Blutwerte deuten auf Langlebigkeit hin

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Ob jemand schnell oder langsam altert, lässt sich nicht nur am Äußeren ablesen. Bestimmte Blutwerte können Hinweise für Langlebigkeit liefern.

Viele Menschen wünschen sich, möglichst lange fit zu bleiben und gesund zu altern. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es verschiedene Faktoren, die Langlebigkeit begünstigen und die teilweise beeinflussbar sind. So spielt beispielsweise der persönliche Lebensstil eine wichtige Rolle. Wer sich gesund ernährt und ausreichend bewegt, kann dadurch die gesunde Lebensphase verlängern und langsamer altern. Dabei gibt es bereits Anzeichen dafür, ob man langsam oder schnell altert. Hinweise können auch Blutwerte geben.

Gesund altern: Fünf Blutwerte können Hinweise auf Langlebigkeit liefern

Die gesunde Lebensphase zu verlängern, ist wohl der Wunsch vieler Menschen.
  • Das äußere Erscheinungsbild liefert Hinweise auf den Alterungsprozess, wobei Menschen, die jünger aussehen, laut Wissenschaft seltener altersbedingte Krankheiten entwickeln.
  • Biomarker im Blut spielen eine bedeutende Rolle für die Gesundheit und die Lebensdauer, indem sie Informationen über Hormon-, Vitamin- und Mineralstoffhaushalt liefern.
  • Blutuntersuchungen können Krankheiten, den Zustand von weißen und roten Blutkörperchen sowie Entzündungen im Körper aufdecken, die Ursprung für Krankheiten wie Diabetes und Krebs sein können.
  • Lipoprotein-assoziierte Phospholipase A2 (Lp-PLA2) dient als Marker für entzündliche Gefäßveränderungen und kann auf erhöhte Entzündungsaktivität in der Arterienwand hinweisen, was wiederum auf ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko deutet.
  • Homocystein im Blut ist ein weiterer wichtiger Marker in Bezug auf Langlebigkeit und kann auf das Risiko von Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinweisen.
  • Ein Mangel an den Vitaminen B6, B12 und B9 kann zu einem erhöhten Homocystein-Wert führen, der durch eine Blutprobe festgestellt werden kann.
  • Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle für den menschlichen Körper und beeinflusst Knochenstärke, Immunsystem, Nervensystem und psychische Gesundheit sowie chronische Erkrankungen.
  • Das C-reaktive Protein (CRP) ist ein essenzieller Marker für gesundes Altern und ein langes Leben, da ein erhöhter Wert auf Entzündungen im Körper hinweisen kann.
  • Der Harnsäure-Wert im Blut ist ein wichtiger Marker für Langlebigkeit und kann auf altersbedingte Krankheiten sowie Entzündungen, Lebererkrankungen, Diabetes mellitus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinweisen.
  • Eine erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut, auch Hyperurikämie genannt, kann durch Blutuntersuchungen festgestellt werden und auf Ablagerungen in Gelenken und Nieren hinweisen.

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Erste Anzeichen von Demenz: Elf Symptome können auf die Erkrankung hindeuten

Mann schläft in Bett
Schon Jahre zuvor kann ein gestörter Schlaf mit intensiven Träumen auf eine spätere Demenz-Erkrankung hindeuten. Laut Ergebnissen einer kanadischen Studie soll die sogenannte REM-Schlaf-Verhaltensstörung ein Warnzeichen für Gehirnerkrankungen sein, die ca. 15 Jahre später auftreten. Menschen, die heftig träumen und dabei um sich schlagen oder treten, sollen ein 80 bis 100 Prozent höheres Risiko haben, eine neurodegenerative Erkrankung wie Demenz oder Parkinson zu entwickeln. © Monkeybusiness/IMAGO
Verschwommene Frau am Tisch
Wahrnehmungsstörungen bis hin zu Halluzinationen sind auch als Frühsymptom bei einer Demenz möglich, insbesondere bei der Lewy-Körper-Demenz. Vielen Betroffenen fällt es schwer, Bilder, Farben, Kontraste zu erkennen und räumliche Dimensionen zu erfassen. Auch das Wiedererkennen von vertrauten Gesichtern kann dadurch beeinträchtigt sein. Betroffene sehen beispielsweise in einer fremden Person plötzlich die eigene Mutter. Laut Ärztezeitung zeigen Studien mit Alzheimerpatienten, dass etwa ein Drittel der Betroffenen Wahnvorstellungen entwickelt, etwa ein Sechstel ausgeprägte Halluzinationen. © weedezign/Imago
Person macht sich Notizen
Vergesslichkeit und Unaufmerksamkeit zählen zu den typischen Symptomen, die Betroffenen und auch Angehörigen durch eine beginnende Demenz auffallen. Betroffene können sich gefühlt plötzlich wichtige Termine nicht mehr merken, müssen ihren Alltag mithilfe von Gedächtnisstützen und Erinnerungsnotizen organisieren. Sie verpassen es, den Herd abzuschalten, lassen den Schlüssel in der Haustür nach dem Aufsperren stecken, verlegen Gegenstände – auch da sie diese plötzlich an ungewöhnlichen, abwegigen Orten verräumen. Zudem zeigen Betroffene Schwierigkeiten, bekannten Gesichtern die Namen zuzuordnen. Normale kognitive Veränderungen unterscheiden sich zur Vergesslichkeit in Zusammenhang mit einer angehenden Demenz dahingehend, dass Namen oder Verabredungen zwar kurzfristig vergessen, aber später häufig wieder erinnert werden, so die „Alzheimer Forschung Initiative e. V.“ © Ute Grabowsky/photothek.net/Imago
Älteres Paar
Demenz macht sich durch eine zunehmende Verwirrung bemerkbar, die sich in einem gestörten Urteilsvermögen zeigt. Die Kleidung wird nicht mehr dem Wetter entsprechend gewählt, Betroffene möchten plötzlich beispielsweise Winterstiefel oder eine Mütze an warmen Tagen tragen, wie es das Portal „Neurologen und Psychiater im Netz“ beschreibt. © Panthermedia/Imago
Mann stützt seinen Kopf
Depression und Demenz beeinflussen einander. Wer unter Depression leidet, hat ein um bis zu sechsfach erhöhtes Risiko, eine Demenz zu entwickeln. Umgekehrt sind auch Menschen mit Demenz um bis zu 50 Prozent eher von depressiven Phasen betroffen, begleitet von Schlafstörungen und abnehmendem Appetit. © imagebroker/theissen/Imago
Mann reagiert aggressiv
Persönlichkeitsveränderungen mit gereizter Stimmung und aggressivem Verhalten können ebenfalls eine beginnende Demenz ankündigen: Bisher sanftmütige Menschen zeigen plötzlich starke Stimmungsschwankungen ohne erkennbaren Grund, reagieren übertrieben, aufbrausend, feindselig, selbst vertrauten Menschen gegenüber. Meist sind es die Angehörigen, denen die Wesensveränderungen auffallen und die den Verdacht einer Demenz äußern. © marcus/Imago
Frau riecht an einem blühenden Ast eines Baumes im Frühling
Ähnlich wie bei Parkinson kann es durch eine sich entwickelnde Demenz zum Verlust des Geruchssinns und daran gekoppelt ein vermindertes Geschmacksempfinden kommen. Können ältere Menschen plötzlich nicht mehr riechen, kann dies auf eine künftige Demenz hindeuten, wie eine Studie der Mayo-Klinik in Rochester unter der Leitung von Dr. Rosebud Roberts nachweisen konnte. © imageBROKER/Manuel Kamuf/Imago
Ältere Frau am Telefon
Menschen, die eine Demenz entwickeln, fällt es zusehends schwer, einer Unterhaltung zu folgen und aktiv an einem Gespräch teilzunehmen, wie es die „Alzheimer Forschung Initiative e. V.“ schildert. Betroffene verlieren im Gespräch häufig gedanklich den Faden, wiederholen Sätze, zeigen Wortfindungsschwierigkeiten und verwenden unpassende Füllwörter. © edbockstock/Imago
Mann sitzt am Bettrand
An Demenz erkrankte Menschen leiden häufig an Schlafstörungen und Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus. Die „innere Uhr“ wird durch die absterbenden Nervenzellen im Gehirn beeinträchtigt. Betroffene können häufig abends nicht einschlafen, sind nachts sehr unruhig, irren zum Teil umher. © Monkeybusiness/Imago
Mann in Fußgängerzone
Menschen, die an Demenz erkranken, finden sich an neuen und selbst gewohnten Orten schwerer zurecht, entwickeln räumliche und zeitliche Orientierungsprobleme. Orte oder Zeitabstände können nicht mehr eingeordnet werden. Betroffene vergessen zum Beispiel das Jahr und die Jahreszeit, können die Uhrzeit nicht mehr lesen, wissen nicht mehr, wie ihr Heimweg ist. © Westend61/Imago
Ältere Dame mit Rechenmaschine
Menschen, die eine Demenz entwickeln, zeigen zunehmend kognitive Schwierigkeiten. Die „Alzheimer Forschung Initiative e. V.“ fasst zusammen, dass Demente komplexere Aufgaben, wie das Berechnen des Wechselgeldes, das Ausfüllen von Formularen sowie Lesen von Rezepten, schwerfällt. Betroffene bemerken selbst häufig, dass sie sich schlechter konzentrieren können und für vieles mehr Zeit als zuvor benötigen. © Joseffson/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © imageBROKER/Oleksandr Latkun/IMAGO

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