VonJulia Meyschließen
Amaryllis fasziniert durch prachtvolle Blüten. Um zu gewährleisten, dass sie auch im nächsten Jahr wieder blüht, ist die Art des „Übersommerns“ ausschlaggebend.
Amaryllis oder Ritterstern müssen Sie unbedingt richtig auf den Sommer vorbereiten: Sobald die letzten Blüten im März verblüht sind, schneiden Sie die Blütenstiele nahe der Zwiebel ab. Die grünen Blätter bleiben erhalten, da sie für die Photosynthese und somit für die Stärkung der Zwiebel essenziell sind. Stellen Sie die Pflanze an einen hellen, warmen Ort und gießen Sie sie regelmäßig, ohne Staunässe zu verursachen. Alle zwei Wochen freut sich Ihre Amaryllis über eine Düngergabe mit einem Flüssigdünger für Blühpflanzen (werblicher LInk). Mit diesen Pflegehinweisen ist der grüne Amaryllis-Daumen garantiert.
Umzug in die Sommerfrische
Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, darf die Amaryllis ins Freie. Wählen Sie einen geschützten Platz im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse, der hell, aber nicht in der prallen Mittagssonne liegt, um Blattverbrennungen zu vermeiden. Auch ein halbschattiger Standort ist geeignet. Gießen Sie weiterhin regelmäßig und düngen Sie alle zwei Wochen, damit die Pflanze genügend Nährstoffe für die kommende Blüte speichern kann.
Ritterstern oder Amaryllis?
Im Handel wird der Ritterstern häufig als „Amaryllis“ verkauft, botanisch gesehen nennt man ihn jedoch Hippeastrum. Diese Pflanze stammt aus Süd- und Mittelamerika, hat einen hohlen Blütenstiel und blüht im Winter. Die echte Amaryllis (Amaryllis belladonna) stammt dagegen aus Südafrika, hat einen massiven Blütenstiel und blüht zwischen Spätsommer und Herbst.
So leiten Sie die Ruhepause ein
Ab Ende August reduzieren Sie die Wassergaben und stellen das Düngen vollständig ein. Die Blätter beginnen nun, sich gelb zu färben und vertrocknen allmählich. Sobald das Laub vollständig abgestorben ist, schneiden oder zupfen Sie es vorsichtig ab. Platzieren Sie die Zwiebel anschließend an einem kühlen (etwa 16 °C), dunklen Ort, beispielsweise im Keller. Während dieser etwa sechswöchigen Ruhephase benötigt die Amaryllis keinen Dünger und nur sehr wenig Wasser.
Neustart im Winter: Wie Sie Ihre Amaryllis aufwecken
Im November ist es Zeit, die Amaryllis aus ihrem Ruhequartier zu holen. Topfen Sie die Zwiebel in frische, durchlässige Blumenerde um, wobei etwa die obere Hälfte der Zwiebel aus der Erde ragen darf. Der Topf sollte nur wenig größer sein als die Zwiebel selbst. So steckt die Pflanze ihre Energie statt in die Wurzeln in die neuen Triebe. Beginnen Sie mit sparsamen Wassergaben und stellen Sie die Pflanze an einen hellen, warmen Platz. Mit dem Austrieb erhöhen Sie die Wassermenge schrittweise. Nach etwa sechs bis acht Wochen, meist im Dezember, zeigt sich die erste Blüte.
Sie möchten Ihre Pflanze gesund durch das Jahr bringen? Mit dieser Pflege-Anleitung wird Ihre Amaryllis Sie Winter für Winter mit ihrer beeindruckenden Blütenpracht erfreuen.
Rubriklistenbild: © Jerome Maurice/Imago

