Pflanzen umtopfen

Kübelpflanzen neu positionieren: Mit dem Ausklang der Winterpause ist es soweit

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Einmal in den Topf gesetzt und dann dort vergessen? Keine gute Idee. Wenn der Frühling eintrifft, ist es Zeit zum Umtopfen.

Die ersten Frühlingssonnenstrahlen kitzeln die Natur aus dem Winterschlaf. Bald ist es wieder soweit und Ihre Kübelpflanzen dürfen aus dem Winterquartier nach draußen umziehen. Viele Hobby-Gärtner überlegen nun: Können die Gewächse in ihren gewohnten Töpfen bleiben oder müssen Sie jetzt etwas tun? Hand anlegen sollten Sie auf jeden Fall. Aber ob ein neuer Topf her muss, kommt drauf an.

Pflanzen richtig umtopfen – warum ist das wichtig?

Gewächse ziehen ihre Nährstoffe aus der Erde. Auch wenn Sie regelmäßig düngen – früher oder später ist die Erde ausgelaugt. Aber nicht nur das: Töpfe begrenzen das Wachstum Ihrer Pflanzen. Irgendwann ist der komplette Kübel durchwurzelt und die Flora findet keinen Platz mehr, um größer zu werden. Daher brauchen Ihre Kübelpflanzen alle zwei bis drei Jahre einen größeren Topf. Schnell wachsende Pflanzen sollten sogar jährlich in entsprechende Gefäße umziehen.

Im Frühling brauchen Kübelpflanzen neue Erde und oft einen größeren Topf.

Auch wenn Ihre Pflanze nicht mehr in die Höhe und Breite wachsen soll, braucht sie zumindest neue Erde, damit sie weiter ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Ein zusätzlicher Hinweis, dass Sie Ihre Pflanze umtopfen sollten: Hat die Erde eine weiße Bodenkruste gebildet, haben sich zu viel Kalk oder Salz angesammelt. Außerdem vermehren sich Schädlinge wie Spinnmilben und Schildläuse in alter Erde.

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Kübelpflanzen umtopfen: So geht’s

Die erste Frage, die sich Gartenliebhaber stellen: Wann sollten sie Pflanzen umtopfen? Die Antwort: Zum Ende der Wintersaison ist es soweit. In neue Kübel zu ziehen, stresst die Gewächse. Zu Beginn der Wachstumsphase sind sie weniger empfindlich. Sie haben aber noch bis zum Sommer Zeit. 

So gehen Sie vor:

  • Befreien Sie die Pflanze vorsichtig vom alten Kübel. Versuchen Sie, die Wurzeln dabei nicht zu verletzen. 
  • Entwirren Sie die Wurzeln vorsichtig.
  • Nehmen Sie einen neuen Topf zur Hand. Dieser sollte einige Zentimeter größer sein als der alte – aber auch nicht zu groß. Sonst bildet das Gewächs sehr schnell zu viele Wurzeln aus.
  • Steigen Sie auf einen neuen Terrakotta-Topf um, sollten Sie diesen gut befeuchten, damit er der Erde später kein Wasser entzieht.
  • Füllen Sie den Boden des neuen Topfes mit einer Drainageschicht aus Steinen, Blähton oder Kies. Manche Gärtner legen noch ein durchlässiges Vlies darüber. 
  • Nun füllen Sie den Topf mit Erde. Für die meisten Pflanzen können Sie hochwertige, torffreie Universalerde (werblicher Link) verwenden. Andere Pflanzen wie Rosen wachsen mit einer Spezialerde besser. Auch Pflanzen wie Farne, Heidelbeeren, Kamelien und auch Tomaten, die einen sauren Boden brauchen, verlangen nach einer angepassten Erde. Alternativ können Sie auch alte Erde mit ein paar Tricks aufbereiten.
  • Stecken Sie die Pflanze nun so in die Erde, dass der Wurzelballen wie zuvor bedeckt ist. Füllen Sie die Erde bis etwa ein bis zwei Zentimeter unterm Rand auf und drücken Sie diese fest.
  • Zum Abschluss gießen Sie die Pflanze gut an. Der ganze Topf sollte durchnässt sein.

Nach etwa vier bis sechs Wochen braucht die Pflanze nun wieder neuen Dünger. Und wenn die frostigen Nächte vorbei sind, kann die Kübelpflanze nach draußen wandern. Bedenken Sie nur, dass die Blätter keine Sonne mehr gewöhnt sind. Stellen Sie den Topf daher anfangs eher in den Schatten.

Rubriklistenbild: © Westend61/Viktoryia Verstak/IMAGO

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