- VonPhilipp Bräunerschließen
Online-Abzocker werden immer erfinderischer. Betrüger haben sich einen besonders hinterhältigen Trick ausgedacht, den Opfer oft erst spät bemerken.
Kassel – Mit immer neuen Tricks versuchen Kriminelle, unschuldige Nutzer online um ihr Geld zu bringen. Experten warnen daher, bei allen Geschäften im Internet äußerste Vorsicht walten zu lassen. Doch manchmal ist das gar nicht so einfach, wie sich an einer neuen Betrugswelle im Netz zeigt.
Wie ein Report des NDR offenlegt, sind davon derzeit zahlreiche Konsumenten großer Online-Plattformen wie Amazon oder Ebay betroffen. Betrüger haben offenbar eine neue Variation des sogenannten Dreiecksbetrugs entwickelt, um auf besonders perfide Weise an das Geld argloser Internet-Shopper zu gelangen.
Neue Art von Cyberkriminalität: Betrüger verwenden Daten von Kunden, um die Produkte zu ordern
Durch gehackte Verkäufer-Accounts oder eigens erstellte Fake-Onlineshops offerieren die Gauner Waren zu verlockend niedrigen Preisen. Sobald Nutzer dann bei den Betrügern ordern, schnappt die Falle zu. Nunmehr befinden sich die Betrüger im Besitz der Kundendaten.
Mit diesen Daten ordern die Verbrecher dann die Originalware bei seriösen Händlern. Diese senden die Produkte wiederum an die Kunden, die zuvor bei den Schein-Onlineshops eingekauft hatten. Die Kunden sind erfreut: Das gewünschte Produkt ist da, sogar zu einem Schnäppchenpreis, alles scheint perfekt. Bis der ebenso getäuschte seriöse Internetanbieter sich meldet.
Dass der Vorgang so unauffällig erscheint, ist laut Andreas Mackenthun vom LKA Hamburg ein entscheidender Aspekt des Betrugsmanövers. Bis der Schwindel auffliegt, könnten noch zahlreiche weitere Kunden hinters Licht geführt und die Spuren des Betrugs im Netz gründlich verwischt werden.
Nutzer können sich vor neuer Betrugsmasche schützen
Betrogene Nutzer haben in diesem Szenario nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten. Entweder bezahlen sie erneut für die Ware oder sie senden das Produkt zurück, wobei sie auf die Kulanz der Händler angewiesen sind. Unbeschadet kommen sie in jedem Fall nicht davon.
Um sich vor derartigen Betrügereien zu schützen, gebe es laut NDR verschieden Möglichkeiten:
- Vor dem Onlinekauf immer einen Blick auf Nutzerrezensionen werfen: Wie wird der Onlineshop bewertet, wie viele Rezensionen gibt es?
- Wer ist der Versender meines Produkts? Habe ich überhaupt bei diesem Shop bestellt?
- Liegt eine Rechnung im Paket, obwohl ich bereits bezahlt habe?
- Mit dem Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen lassen sich Onlinehändler direkt überprüfen.
- Und natürlich: Vorsicht bei besonders günstigen Angeboten! Wenn sie zu verlockend wirken, sind sie es meist auch.
Wachsamkeit beim Online-Shopping kommt letztlich allen Nutzern zugute. Laut dem Bericht könnte solcher Betrug nämlich auch den realen Preis der Produkte erhöhen, da Händler oft ihre Verluste durch Betrügereien einkalkulieren. (pkb)
Die Redakteurin oder der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.