Mildes Dauergemüse

Ideal auch für kleine Gärten und Balkone: Ewiger Kohl lässt sich Blatt für Blatt ernten

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Dieses Gemüse ist sehr praktisch und schmeckt angenehm mild: Der mehrjährige Ewige Kohl lässt sich buschig oder als „Baum“ kultivieren und fast das ganze Jahr beernten.

Ewiger Kohl unterscheidet sich deutlich von den üblichen Kohlsorten: Er kann bis zu zehn Jahre alt werden, bevor man ihn über Stecklinge verjüngen sollte. Wenn man die Pflanze am Stock hochbindet und von der Seite erntet, kann er über einen Meter hoch als „Bäumchen“ wachsen. So benötigt er auch weniger Raum als manch anderes Gemüse – praktisch, wenn man nur einen kleinen Garten oder Balkon hat. Da er sich Blatt für Blatt pflücken lässt, ist er auch für kleine Haushalte perfekt geeignet. Doch als Starkzehrer hat auch der Ewige Kohl bestimmte Pflegeansprüche.

Wie sich der winterharte Ewige Kohl anbauen lässt

Ewiger Kohl (Brassica oleacea) ist eine historische Kohlart, die über einen Meter hoch werden kann.

Ewiger Kohl (Brassica oleracea var. ramosa oder var. acephala), auch Ewiger Baumkohl oder Strauchkohl genannt, ist winterhart und verträgt Temperaturen bis zu minus 15 Grad Celsius. Im Herbst beginnt die Haupternte des Kohls, der sich ähnlich wie Spitzkohl, Spinat und Wirsing sehr vielseitig zubereiten lässt. Auch über den Winter kann gepflückt werden, ebenso wie vom Frühjahr bis zum Sommer, wenn der Ewige Kohl erneut einen Wachstumsschub bekommt.

Für den Anbau von Ewigem Kohl sind folgende Punkte wichtig:

  • Pflanzung: Ewiger Kohl wird nicht über Samen, sondern im zeitigen Frühjahr über Teilung oder Stecklinge vermehrt. Er lässt sich platzsparend im Topf, im Hochbeet und im Freiland anbauen.
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Düngen: Ewiger Kohl zählt wie Tomaten oder Zucchini zu den Starkzehrern und benötigt viele Nährstoffe wie Kompost oder organischen Dünger.

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Wintergemüse: Zehn frostharte Sorten, die Sie auch noch bei Kälte ernten können

Eine angeschnittene Topinamburknolle auf einem Holzbrett und mehrere Knollen im Hintergrund
Ab Oktober ernten: Bei Topinambur handelt es sich um die Knollen einer Sonnenblumenart. © Westend61/Imago
Die weiße Blüte einer Lauchzwiebel in der Nahaufnahme
Der Altai-Lauch (Allium altaicum) ist der Winterheckzwiebel ähnlich und sehr robust. © imagebroker/Imago
Winterkresseblätter auf Knäckebrot, das mit Frischkäse bestrichen ist.
Barbarakraut oder Winterkresse. © imagebroker/Imago
Eine kräftige Feldsalatpflanze wächst in aufgelockerter Erde.
Das Praktische an Feldsalat: Er sät sich oft selbst aus und lässt sich dann wie Unkraut aus dem Rosenbeet ernten. © Shotshop/Imago
Eine Frau wäscht Grünkohlblätter in einem Küchenbecken
Ab Oktober beginnt die Ernte: Neue Grünkohlsorten benötigen nicht wie früher eine Kälteperiode, um zu schmecken. © Alice Dias Didszoleit/Imago
Weißkohl- und Rotkohlköpfe in Kisten an einem Marktstand
Wer Weiß- und Rotkohl nach November ernten möchte, sollte die Köpfe bei starkem Frost mit einem Vlies schützen. © CHROMORANGE/Imago
Frisch ausgegrabene Pastinakenwurzeln liegen auf der Erde
Pastinaken sehen unspektakulär aus, liefern aber bis in den Frühling süßlich-nussigen Nachschub.  © imagebroker/Imago
Ein Mann erntet Chicoree aus einem Erdhaufen.
Wächst im Dunkeln heran: Der Chicoree ist eine Kulturform der Zichorienwurzel (Wegwarte). © Belga/Imago
Eine Winterportulakpflanze mit Blüten
Winterportulak wird erst ab September ausgesät und ist auch mit Blüte essbar. © Nature Picture Library/Imago
Gelbe Steckrüben in einem Körbchen
Steckrüben sind ein unterschätztes Gemüse /Ernte? © Westend61/Imago

Um an Pflanzen des Ewigen Kohls zu kommen, wird man am ehesten in Staudengärtnereien, auf Gemüsemärkten und natürlich im Online-Versandhandel fündig.

Rubriklistenbild: © Manfred Ruckszio/Imago

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