Vorsicht vor Ansteckung

Fußpilz behandeln und Folgeerkrankungen vermeiden

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Fußpilz wird durch Pilze verursacht und ist sehr ansteckend. Hat man sich den Erreger erstmal eingefangen, helfen bestimmte Mittel, um die Beschwerden zu lindern.

Juckreiz, Rötung, schmerzhafte kleine Risse in der Haut, insbesondere zwischen den Zehen – Beschwerden, die auf einen Fußpilz hindeuten können. Auch auf den Fußsohlen und an den Seiten der Füße kann sich der Erreger ansiedeln. Zeigen sich Anzeichen von Fußpilz, sollten die Symptome am besten von einem Hautarzt abgeklärt werden und eine mögliche Behandlung in die Wege geleitet werden. Ein unbehandelter Fußpilz kann sich auf die Nägel ausbreiten – und Nagelpilz ist weitaus hartnäckiger und die Therapie langwieriger.

Bemerken Sie Symptome von Fußpilz, sollten Sie einen Arzt aufsuchen

Fußpilz sollte frühzeitig, mit Beginn der Symptome, behandelt werden, um eine weitere Ausbreitung und Folgeerkrankungen wie Nagelpilz zu verhindern.

Der Fußpilz ist die häufigste Pilzerkrankung (Mykose), die beim Menschen auftritt und wird meist durch Fadenpilze, sogenannte Dermatophyte – vor allem Trichophyton rubrum und Trichophyton mentagrophytes – verursacht. Typische Symptome sind Juckreiz, Rötung, Schuppung und Brennen zwischen den Zehen und an den Fußsohlen. In einigen Fällen können sich auch Blasen bilden und Hautrötungen und unangenehmer Geruch auftreten. Wenn Sie diese Anzeichen bemerken, ist es wichtig, so bald wie möglich mit der Behandlung zu beginnen, um die Ausbreitung des Pilzes zu stoppen.

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Entzündungen im Körper ausbremsen: Zehn Lebensmittel, die helfen

Ein Regal mit Gemüsesorten wie Stielmus, Weißkohl, Blumenkohl, Wirsing und Rotkohl
Gemüse wie Kohl liefert viel Vitamin C und zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe wie beispielsweise Glucosinolate, die antientzündlich wirken. © Gottfried Czepluch/Imago
Mann sammelt Himbeeren.
In allen Beeren finden sich Flavonoide, die ebenfalls zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Sie bremsen die Bildung von Botenstoffen, die im Körper Entzündungen verstärken. © Mint Images/Imago
Rote Zwiebelringe
Von Porree bis Knoblauch: Alle Zwiebelgewächse enthalten Sulfide, entzündungshemmende Schwefelverbindungen. © Addictive Stock/Imago
Salbei, Thymian, Petersilie und Rosmarin im Glas.
In Kräuter stecken großen Mengen an sekundären Pflanzenstoffen und ätherischen Ölen. So enthält beispielsweise Thymian Thymol und Minze Menthol, die antientzündlich wirken, indem sie in den Botenstoffwechsel des Immunsystems eingreifen.  © Panthermedia/Imago
Kamillentee
Die antientzündliche Wirkung von Wildkräutern wie der Echten Kamille ist in vielen Studien nachgewiesen. Als Tee lindert sie Beschwerden im Mund und im Magen-Darm-Trakt. Dabei hemmt sie Prostaglandine, Botenstoffe, die im Körper Entzündungsprozesse fördern. © Shotshop/Imago
Indische Gewürze in Schälchen
Gewürze, vor allem die der indischen und asiatischen Küche, sind nicht nur reich an sekundären Pflanzenstoffen. Sie regen auch die Durchblutung an. So wird zum Beispiel bei Arthrose die Gelenkschleimhaut gestärkt und der Entzündungsherd verkleinert. © imagebroker/Imago
Teller mit Algen und einer Dorade.
Gutes aus dem Meer: Sowohl Algen als auch Seefisch enthalten Omega-3-Fettsäuren, die Bausteine für Interleukine liefern. Diese Botenstoffe verringern chronische Abwehrreaktionen. © Panthermedia/Imago
Frau öffnet Walnüsse mit Hammer
Jeden Tag eine Handvoll Nüsse: Eine Studie zeigt, dass ihr Verzehr entzündliche Biomarker im Körper verringert. Vor allem Walnüsse. © agefotostock/Imago
Flaschen mit Pflanzenölen wie Leinsamen- oder Olivenöl
Hochwertige pflanzliche Öle aus Oliven, Hanf oder Leinsamen haben beispielsweise bei rheumatischen Erkrankungen einen positiven Effekt gezeigt.  © agefotostock/Imago
Fermentiertes Gemüse
Fermentiertes Gemüse liefert Ballaststoffe und Probiotika. Letztere sind Futter für Bakterien im Dickdarm, die entzündungshemmende Fettsäuren herstellen. © Westend61/Imago

Ein Facharzt wird zunächst eine ausführliche Diagnostik durchführen, indem von betroffenen Stellen am Fuß eine Hautprobe gewonnen wird, um zu überprüfen, ob tatsächlich Fußpilz vorliegt. Kann die Diagnose gestellt werden, wird eine gezielte Therapie eingeleitet.

Behandlung von Fußpilz richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung

Möglichkeiten der Behandlung sind:

  • Bei trockener Haut: Antipilzmittel (Antimykotika) in Form von Cremes oder Gels
  • Bei schwitzenden Füßen: Sprays, Lösungen oder Puder
  • Bei fortgeschrittenem Fußpilz: Medikamente in Tablettenform
  • Bei zusätzlicher Entzündung am Fuß: Einnahme von Antibiotikum wird erforderlich

Die Behandlung von Fußpilz kann je nach Schweregrad der Infektion und individuellen Bedürfnissen variieren. In leichten Fällen helfen bereits rezeptfreie Medikamente. Bei schwereren Infektionen oder wenn die Infektion sich auf die Nägel ausgebreitet hat, müssen häufig verschreibungspflichtige Präparate zum Einsatz kommen.

Tipp: Zur Linderung des Juckreizes bedingt durch Fußpilz kann ein Fußbad mit Eichenrinden Erleichterung bringen, so NDR Gesundheit. Die Rinde enthält Inhaltsstoffe wie Triterpene und Gerbstoffe (Tannin), die antibakteriell und entzündungshemmend wirken.

Fußpilz vorbeugen

Die Vorbeugung von Fußpilz beginnt mit der regelmäßigen Fußpflege. Gerade bei trockenen Füßen kann es eher zu kleinen Verletzungen und Rissen in der Haut kommen – eine Eintrittspforte für krankmachende Keime. Ist man dann noch barfuß unterwegs, gerade im Schwimmbad, Fitnessstudio, in einer öffentlichen Umkleidekabine und Hotelzimmern, ist die Gefahr groß, sich mit möglichen Erregern anzustecken.

Um eine Infektion zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Füße täglich zu waschen sowie gründlich abzutrocknen – insbesondere in den Zehenzwischenräumen. Handtücher und Bettwäsche sollten regelmäßig gewechselt und bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Tragen Sie eher atmungsaktive Schuhe, in denen die Füße ausreichend Platz haben.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Dreamstime/Osobystis/Imago

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