Therapie ist wichtig

Nagelpilz effektiv behandeln, um schwere Folgen zu vermeiden: Drei Behandlungsmöglichkeiten helfen

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Pilzsporen siedeln sich vor allem in feuchter Umgebung an, daher sollten Sie vorsichtig sein, wo Sie barfuß laufen. Erstmal angesteckt, helfen nur noch bestimmte Mittel.

Nagelpilz, auch als Onychomykose bekannt, mag auf den ersten Blick wie ein kosmetisches Problem erscheinen, aber seine Auswirkungen können weitreichend sein. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung sind entscheidend, um das Fortschreiten der Infektion zu verhindern und die Gesundheit der Nägel zu erhalten – unbehandelt kann Nagelpilz sich auf den Körper ausbreiten. Welche Behandlungsmöglichkeiten besonders effektiv sind und helfen, erfahren Sie hier.

Behandlung von Nagelpilz abhängig vom Schweregrad der Infektion

Fuß- und vor allem Nagelpilz ist hartnäckig. Nagelpilz muss über zwölf Monate lang täglich behandelt werden.

In warmer und feuchter Umgebung können Pilze ideal gedeihen – insbesondere in öffentlichen Badebereichen, Umkleideräumen oder anderen gemeinsam genutzten Orten kann man sich leicht anstecken. Die Symptome verursacht durch den Pilz zeigen sich dann nicht nur durch Verfärbungen und Verdickungen der Nägel. Wer Anzeichen von Nagelpilz an sich entdeckt, sollte einen Hautarzt aufsuchen.

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Die Behandlung von Nagelpilz kann je nach Schweregrad der Infektion variieren und durch folgende Methoden erfolgen:

  • Für milde Fälle: Lacke oder Cremes mit Anti-Pilz-Wirkstoffen wie Amorolfin (werblicher Link) oder Ciclopirox (werblicher Link) hemmen das Wachstum des Pilzes oder töten diesen ab.
  • Bei stärkeren Beschwerden, wenn Lacke keine Besserung bringen: Für fortgeschrittenere Fälle kann eine orale Antimykotika-Therapie erforderlich sein. Diese Medikamente mit Wirkstoffen wie Itraconazol oder Terbinafin werden vom Arzt verschrieben und wirken von innen heraus, um den Pilz im gesamten Körper zu bekämpfen.
  • Bei schwerem Verlauf, wenn Lacke und Medikamente nicht helfen: Mithilfe eines Lasers kann durch Hitzewirkung der Nagelpilz behandelt beziehungsweise abgetötet werden. Hautärzte empfehlen das Lasern häufig erst, wenn klassische Anti-Pilz-Maßnahmen keinerlei Erfolg mit sich bringen.

Wer einen Nagelpilz hat, sollte mit einer örtlichen Behandlung anfangen. Das wird in der Regel mit antimykotischen, also gegen Pilze wirkenden Lacken gemacht. Manchmal verschreibt der Arzt noch zusätzlich ein antimykotisches Spray, wenn der Nagel bis zur Nagelhaut betroffen ist. Wenn etwa 40 Prozent der Nagelplatte betroffen sind oder drei von zehn Zehennägeln, reicht eine örtliche Behandlung. Alles, was darüber hinaus geht, sollte kombiniert behandelt werden, also innerlich und äußerlich.

Prof. Dr. med. Natalie Garcia Bartels, Dermatologin, gegenüber dem NDR

Nagelpilz-Mittel bei Stiftung Warentest

Welche vier Testsieger gut helfen und zwei Mittel hingegen ungeeignet sein sollen.

Insgesamt kann die Behandlung von Nagelpilz ein langwieriger Prozess sein, der Geduld erfordert. Es ist wichtig, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen, um die bestmögliche Behandlung zu erhalten und weitere Komplikationen zu vermeiden. Durch eine konsequente Behandlung und Vorbeugung können die Symptome gelindert und die Gesundheit der Nägel wiederhergestellt werden.

Mach dich glücklich: Zehn Maßnahmen zur Selbstfürsorge, mit denen Sie sich Gutes tun

Eine Frau sitzt und schreibt in ein Notizbuch.
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Creative Highlights Symbolbilder Artist hands covered in paint. Young painter. Art concept. Las Palmas de Gran Canaria,
Nehmen Sie sich Zeit kreativ zu sein: Egal ob Musik, Tanz oder Kunst - Wer kreativ ist, vergisst für einen Moment alles um sich herum. Ängste und Sorgen treten in den Hintergrund. Dafür müssen Sie keinesfalls ein großer Künstler sein. © Cavan Images via www.imago-images.de
Eine Mädchen-Hand greift nach einer Blume.
Verbringen Sie Zeit in der Natur: Körperliche Bewegung in der Natur hat einen positiven Effekt auf das seelische Wohlbefinden. Sport, aber auch schon ein Spaziergang helfen das Stresshormon Cortisol abzubauen und sorgen dafür, dass das Gelückshormon Serotonin vermehrt ausgeschüttet wird. Bewusst Zeit in der Natur zu verbringen, hilft außerdem das Gedankenkarussell im Kopf zu stoppen.  © Imago
Eine junge Frau im Regenmantel breitet ihre Arme in der Natur aus.
Üben Sie Selbstakzeptanz: Wer sich selber so akzeptiert - mit allen Schwächen und Stärken -, zeigt auch mehr Verständnis für andere. Statt sich ständig innerlich zu kritisieren, hilft es aufbauend und tröstend mit sich selber zu sprechen. Dabei kann es helfen den eigenen Dialogue so aufzubauen, als ob man mit einem geliebten Menschen sprechen würde.  © Cavan Images/Imago
Jemand hält ein Geschenk in den Händen.
Machen Sie sich selber ein Geschenk: Niemand anders als Sie selbst ist dafür verantwortlich, dass es Ihnen gut geht. Wer sich hin und wieder selbst belohnt, steigert sein Wohlbefinden und damit auch sein Selbstwertgefühl.  © nndanko / Imago
Ein Kind läuft durch den Sand.
Seien Sie achtsam: Wer seinen Alltag achtsam gestaltet, ist laut Studien besser in der Lage mit Rückschlägen und Problemen umzugehen. Entspannungsübungen und Meditationen helfen Stress und negative Emotionen besser zu verarbeiten.  © Hodei Unzueta/Imago
IMAGO Nature: Unsere Erde, Umweltprobleme, Überbevölkerung From above unrecognizable people walking on zebra crossing o
Reduzieren Sie Stress: Wer von einem Termin zum nächsten hetzt, tut Körper und Seele keinen Gefallen. Dauerstress macht nachweislich krank. Planen Sie bewusst Ruhephasen ein und lassen Sie ausreichend Platz zwischen Terminen. Jeder braucht auch mal Zeit zum Durchatmen.  © IMAGO/Mikel Ponce
Eine Frau schaut mit traurigem Blick aus dem Fenster.
Fühlen Sie alle Emotionen: Statt Trauer oder Ärger zu verdrängen - und diesen Gefühle damit noch mehr Kraft zu geben - kann es helfen, sich klar zu machen, dass auch diese Emotionen zum Leben gehören. Misserfolge, Fehler und Enttäuschungen sind Teil der menschlichen Erfahrung und bringen uns weiter.  © Alberto Menendez/Imago
Frau im Rollstuhl hält Hand einer Pflegerin.
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Vier Freunde, die gemeinsam in einem Innenhof essen und gerade anstoßen. (Symbolbild)
Pflegen Sie Ihre Freundschaften: Nehmen Sie sich Zeit Beziehungen zu Ihren Mitmenschen, Freunden und Familie zu pflegen. Es hilft zudem über Dinge, die einen belasten mit anderen zu teilen und sich einer nahestehenden Person anzuvertrauen.  © Philipp Dimitri/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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