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Pflanzensterben durch Frost: Wie Sie Schäden erkennen – und zum Schutz richtig handeln

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Kaltes Wetter führt oft auch zu Frost. Für welche Pflanzen im heimischen Garten dies schädlich ist – und wie Sie Ihre grünen Lieblinge vor dem Absterben bewahren.

Kassel – Kaum, dass das April-Wetter wieder unbeständiger und kälter wird, kommt vielerorts auch Frost zum Vorschein. Fallen die Temperaturen unter null Grad Celsius, entsteht Bodenfrost. Ein Resultat der starken Abkühlung der bodennahen Luftschichten in der Nacht. Wer einen Garten sein Eigen nennen kann, sollte jetzt hellhörig werden. Schließlich können manche Pflanzen durch besagten Bodenfrost Schaden nehmen.

Ein Überblick, auf welche Arten dies zutrifft, welche Folgen der Frost für sie hat und was präventiv dagegen unternommen werden kann.

Pflanzensterben durch Frost: Welche Arten davon betroffen sind

Ist der Boden gefroren, können die Wurzeln von Pflanzen kein Wasser transportieren. Dann setzt die sogenannte Frosttrocknis ein. In der Folge vertrocknen die Triebe und Blätter von Sträuchern und Stauden, in der Konsequenz sterben sie ab. Durch kalte Ostwinde wird dieser Effekt dann noch einmal verstärkt. Verschiedene Ratgeber-Portale für Hobby-Gärtner nennen folgende Pflanzen, die besonders durch Bodenfrost Schaden nehmen können:

  • häufig von Frostschäden betroffen sind immergrüne Pflanzen (hierzu zählen vor allem Kirschlorbeer, Aucuba, Bambus und Mittelmeerschneeball)
  • bei extremen Temperaturen leiden ebenso Aprikosen-, Pfirsich-, Feigen- und Olivenbäume sowie Thuja, Glanzmispel und Schmetterlingsflieder
  • Wer sich sein Gemüse selbst im Garten heranzüchtet, sollte mit Blick auf Bodenfrost zudem auf Tomaten, Paprika, Zucchini, Auberginen, Bohnen, Basilikum, Kürbisse und Gurken achten, die allesamt sehr frostempfindlich sind.

Frostschäden an Pflanzen erkennen: Darauf müssen Sie achten

Natürlich muss überhaupt erstmal erkannt werden, ob ein Frostschaden an einer Pflanze vorliegt. Das Erkennen hängt dabei explizit vom Teil der Pflanze ab, der betroffen ist, aber auch von der Art des Frostschadens. Unter anderem das Plantura Gartenmagazin weist hierfür folgende Merkmale respektive Anzeichen aus:

  • Werden die Blätter betrachtet, spielen zunächst einmal die Braunfärbung und das Vertrocknen der Blattspitzen eine Rolle. Später ist dies aufs ganze Blatt bezogen. Sind die Blätter eingerollt, kann dies auf Trockenstress hinweisen.
  • Auch krautige Teile der Pflanze sind ein Indiz für Frostschäden. Wenn diese nach der Frosteinwirkung nämlich matschig, färben sie sich braun und verfaulen letztlich.
  • Ein Hinweis auf Frostschäden sind ebenso holzige Teile der Pflanze. Diese wirken vertrocknet, sind braun und schrumpelig. Sie weisen zudem Risse in der Rinde auf.
  • Ein Resultat von Frostschäden können aber auch Knospen und Blüten sein, die vertrocknen, braun werden und abfallen.

Hilfe für Hobby-Gärtner: Wie sich Frostschäden bei Pflanzen vermeiden lassen

Wie aber können Hobby-Gärtner auf Frostschäden reagieren oder es aber im Optimalfall gar nicht erst so weit kommen lassen? Grundsätzlich wird empfohlen, auf heimische, winterharte Arten und Sorten zu setzen. Denn das Vermeiden von Frostschäden beginnt schon bei der entsprechenden Pflanzenwahl.

Durch Bodenfrost können Pflanzen Schäden nehmen und sogar absterben.

Dementsprechend sollten auch nur abgehärtete Pflanzen aus Freilandkultur für den Garten gekauft werden. Wo diese zu erwerben sind? Vor allem in guten Staudengärtnereien sowie in Baumschulen. Wird auf nicht abgehärtete Pflanzen zurückgegriffen, die eben nicht winterhart sind, müssen diese geschützt überwintert werden. Beetpflanzen lassen sich zudem vor Frost schützen, indem eine isolierende Mulchschicht aus Stroh, Laub oder Pinienrinde verwendet wird.

Wie beim Entsorgen von durch Frost geschädigte Pflanzen vorgegangen werden sollte

Waren Frostschäden an Pflanzen nicht vermeidbar, sollte mit der Entsorgung der abgestorbenen Pflanzen so lange gewartet werden, bis die Gewissheit besteht, dass definitiv nichts mehr nachwächst. Erfrorene Triebspitzen von Beetrosen und auch Zweigen sowie Bäumen können nämlich bis ins lebendige Holz zurückgeschnitten werden. In der Regel – eine Garantie gibt es nicht – treiben sie zuverlässig neu aus, informiert das Fach-Portal Mein schöner Garten.

Übrigens: Es sind nicht nur die Pflanzen im heimischen Garten, die unter Frost leiden und Schäden davontragen können. Selbiges gilt auch für die entsprechenden Bewässerungsinstallationen. Wenn Wasser gefriert, dehnt es sich aus und kann sowohl Schläuche als auch Leitungen sprengen.

Damit etwaigen Schäden an der Bewässerungsanlage vorgebeugt wird, sollte rechtzeitig – und damit vor nahendem Frost – Wasser aus allen Gartenschläuchen abgelassen werden. Diese können dann eingerollt und den Temperaturen entsprechend gelagert werden. Ebenso empfiehlt es sich, Gießkannen und Regentonnen auszuleeren und Wasserhähne und Gartenduschen abzudrehen. Alles, um den Schaden im eigenen Garten durch Frost so gering wie möglich zu halten. (han)

Rubriklistenbild: © Carlos Castro/dpa/Symbolbild

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