Gefahr von Durchblutungsstörung und Thrombose durch hohes Cholesterin – auch Schlaganfallrisiko steigt
VonNatalie Hull-Deichsel
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Blutgerinnsel und Gefäßablagerungen aufgrund erhöhter Cholesterinwerte können die Blutgefäße verstopfen und zu einer gefährlichen Embolie im Gehirn oder Herzen führen.
Cholesterin hat im Allgemeinen einen negativen Ruf, obwohl es grundsätzlich für den menschlichen Körper von großer Bedeutung ist. Als Lipid (Fett), auch bekannt als Cholesterol, ist Cholesterin ein essenzieller und schützender Bestandteil der Zellmembran. Wenn jedoch der Cholesterinspiegel im Blut und den Gefäßwänden zu hoch ist, kann dies zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden durch Gefäßverkalkungen oder Arteriosklerose führen. Eine Arterienverkalkung erhöht das Risiko von Durchblutungsstörungen und Thrombosen – die Folge kann ein Herzinfarkt oder Schlaganfall sein, wie von der Deutschen Herzstiftung e. V. erläutert. In welcher Form Cholesterin die Thrombose-Gefahr fördert und wie ein zu hoher Cholesterinspiegel im Körper und mögliche Folgen sich effektiv reduzieren lassen.
Cholesterinspiegel durch bestimmte Lebensmittel senken
Überschüssigs LDL-Cholesterin kann sich an den Gefäßwänden ablagern, eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose) verursachen und zu einer vollständigen Verstopfung der Blutgefäße führen. Schwerwiegende Folge: Es kommt zur Thrombose, wodurch Organe nicht mehr ausreichend durchblutet werden können. Passiert dies in der Halsschlagader oder in den Herzkranzgefäßen, droht ein Schlaganfall oder Herzinfarkt.
Mehr als 80 Prozent des Cholesterins wird vom menschlichen Körper selbst produziert, hauptsächlich in der Leber, aber auch im Darm. Lediglich ein geringer Anteil des Cholesterins wird durch die Nahrung aufgenommen. Bei der Messung des im Blut vorhandenen Cholesterins liegt der Schwerpunkt insbesondere auf den sogenannten Low-Density-Lipoprotein (LDL) und High-Density-Lipoprotein (HDL). Durch die LDL-Cholesterin-Rezeptoren auf den Leberzellen wird die Cholesterinkonzentration im Blutkreislauf reguliert. Ein zu hoher Gehalt an Low-Density-Lipoproteinen (LDL) im Blut und den Gefäßen erhöht das Risiko für schwere Folgeerkrankungen.
Bei anhaltend hohem Anteil von LDL-Cholesterin über einen längeren Zeitraum besteht die Gefahr, dass sich Cholesterin an den Gefäßwänden ablagert (Arteriosklerose) und im Verlauf dazu führt, dass die Gefäße allmählich verstopft werden. Die Folge ist eine unzureichende Durchblutung der Organe. Falls sich die Cholesterinablagerungen von den Gefäßwänden lösen, können Thrombosen entstehen, mit möglichen Folgen wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Erhöhte Blutfettwerte, die auch genetisch bedingt sein können, können lange im Körper unbemerkt bleiben. In vielen Fällen werden sie erst erkannt, wenn bereits schwere Folgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingetreten sind. Ändern Sie frühzeitig entscheidende Lebensgewohnheiten, um Spätfolgen vorzubeugen.
Rauchen reduzieren oder im besten Fall einstellen. Nikotin in den Zigaretten verengt die Adern, wodurch die Gefahr eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls steigt.
Filterkaffee senkt zu hohes Cholesterin
Wenn Sie gerne Kaffee trinken, bevorzugen Sie am besten die gefilterte Variante anstelle von ungefiltertem Kaffee. Das im Kaffee enthaltene Cafestol kann die LDL-Cholesterinwerte im Blut erhöhen. Allerdings verbleibt Cafestol bei gefiltertem Kaffee größtenteils im Filter zurück.
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