Arterienverkalkung vorbeugen

Wenn Ihr Cholesterin zu hoch ist: Lebensmittel wie Äpfel, Pflaumen, Zitronen, Nüsse und Spinat senken Blutfett

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Unsichtbar, leise und doch gefährlich: Ein hoher Cholesterinspiegel kann ernsthafte Krankheiten auslösen. So können Sie sich schützen.

Cholesterin übernimmt wichtige Aufgaben im menschlichen Körper, beispielsweise unterstützt es die Hormonproduktion und dient als Schutz beim Zellaufbau. Ein zu hoher LDL-Cholesterinspiegel verursacht Gefäßverengungen, Arteriosklerose und kann Thrombosen auslösen. Gesunde Ernährung mit wenig gesättigten Fetten in Obst, Gemüse, Vollkorn, Nüssen, Olivenöl und Fisch senkt zu hohes Cholesterin.

Cholesterinspiegel senken: Lebensgewohnheiten verändern, Ernährung anpassen

Wer regelmäßig Obst und Gemüse, beispielsweise Äpfel, Pflaumen, Zitronen sowie Gurken und Paprika isst, kann einen zu hohen Cholesterinspiegel senken und somit das Risiko für Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt reduzieren.

Ein hoher Cholesterinspiegel birgt deswegen Gefahren, da er zunächst keine offensichtlichen Symptome verursacht. Erst wenn es zu beispielsweise einer Folgeerkrankung wie einem Herzinfarkt kommt, werden im Rahmen der ärztlichen Kontrollen häufig auch erst die Cholesterinwerte überprüft. Spätestens dann sollten Betroffene Ihre Lebensgewohnheiten überdenken und auf Empfehlung des behandelnden Arztes anpassen, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Folgende Lebensmittel können dabei helfen, das schädliche LDL-Cholesterin zu senken und das gesunde HDL-Cholesterin im Blut zu erhöhen.

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  • Dank ihrer Pektine können Zitronen die Sättigung im Körper beschleunigen und helfen so nicht nur beim Abnehmen. Pektine senken zudem überschüssiges LDL-Cholesterin, mindern das Arteriosklerose-Risiko und die Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
  • Zur nachgewiesenen Senkung des Cholesterinspiegels empfehlen Experten, täglich zwei Äpfel zu essen.
  • Pflaumen sind aufgrund ihres hohen Ballaststoffgehalts nicht nur gut für die Verdauung, sie können laut Die Techniker auch zu einer Senkung des Cholesterinspiegels beitragen.
  • Wer regelmäßig Gemüse ist, kann seine Blutfettwerte im Normbereich halten. Die Carotinoide in der Paprika sollen das schädliche LDL-Cholesterin senken. Tomaten, frisch oder aus der Dose, hingegen erhöhen durch ihren Farbstoff Lycopin das gesunde HDL-Cholesterin im Blut und verhindern dadurch Ablagerungen in Blutgefäßen.
  • Gurken unterstützen nicht nur bei der Gewichtsabnahme, sondern senken auch schädliches Cholesterin. Das gesunde Gemüse hat antioxidative, anti-diabetische Eigenschaften und reguliert die Blutfettwerte.
  • Spinat zu essen hilft nicht nur, einer Fettleber entgegenzuwirken. Das grüne Blattgemüse senkt auch zu hohen Cholesterinspiegel.
  • Auch Erbsen und Hülsenfrüchte können dank ihrer sekundären Pflanzenstoffe wie Saponine Cholesterin im Darm binden und es so senken.
  • Durch regelmäßigen Verzehr von ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Haferflocken und Haferkleie lässt sich das Risiko einer Fettleber vermeiden und der Cholesterinspiegel senken. Hafer enthält Beta-Glucan, das Blut-Cholesterin reduziert und Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall vorbeugt.
  • Laut einer Studie wirken Nüsse, insbesondere Walnüsse, positiv auf den Fettstoffwechsel im Körper. Wer täglich 43 Gramm Walnüsse isst – das entspricht etwas mehr als einer Handvoll – kann den Anteil des schädlichen LDL-Cholesterins im Blut um ca. fünf Prozent senken.

Ist Ihr LDL-Cholesterin zu hoch, reduzieren Sie die Menge bestimmter Lebensmittel

Tasse Kaffee mit Milchschaum
Frisch gebrühter Kaffee mit einer extra Haube Milchschaum – für viele ein Muss zu Hause oder im Lieblingscafé. Doch beides, Kaffee und Milch, ist nicht nur lecker, sondern birgt auch eine Gefahr für die Gefäße. © David Aguero/Imago
Kaffee am Morgen: Mit einem Trick kann die Gesundheit geschützt werden.
Das in Kaffee enthaltende Cafestol und Kahweol kann das Cholesterin im Blut erhöhen. Diese Substanzen aus der Kaffeefrucht hemmen Enzyme, die in der Leber das Cholesterin abbauen. Trinken Sie den Wachmacher besser gefiltert, statt ungefiltert, denn Cafestol und Kahweol bleiben zum größten Teil im Filter zurück. © Britta Pedersen/dpa
Beim Braten von Spiegeleiern können einige Fehler passieren.
Das tägliche Frühstücksei gehört für manche Menschen für einen guten Start in den Tag einfach dazu. Eier sind zwar mit Zink, Eisen und Selen gesund, aber auch reich an gesättigten Fettsäuren, die das schädliche LDL-Cholesterin im Körper fördern. Pro Ei bekommt der Körper etwa 280 Milligramm Cholesterin zugeführt. Ist Ihr Cholesterin bereits zu hoch, sollten Sie auf Eier zunächst verzichten, zumindest bis die Werte wieder gesunken sind. Und auch danach empfiehlt es sich, nicht mehr als drei- bis viermal Mal pro Woche ein Ei zu essen. Grundsätzlich gilt: Der Cholesteringehalt eines einzelnen Nahrungsmittels, wie bei Eiern, beeinflusst den Cholesterinspiegel im Blut weniger – vielmehr ist die Art und Menge der grundsätzlich verzehrten Nahrungsfette insgesamt ausschlaggebend, nach Angaben der „Deutschen Herzstiftung“.  © Peter Widmann/Imago
Haferflocken mit Milch und Obst
Mit einem gesunden Frühstück bestehend aus Haferflocken, Bananen, Apfel und Blaubeeren in den Tag starten, hmm lecker! Doch Vorsicht – ist Ihr Cholesterinspiegel bereits zu hoch oder sollten Sie darauf achten, dass er nicht noch weiter ansteigt, achten Sie bei der Milchauswahl auf fettarme Produkte mit 1,5 Prozent Fettanteil. Vollmilch sollten Sie besser meiden, da diese reich an gesättigten Fettsäuren ist, die besonders das schädliche LDL-Cholesterin im Körper ansteigen lassen. © Shingo Tosha/AFLO/Imago
Schale Joghurt
Auch bei fetthaltigem Joghurt und Quark sollten Menschen mit hohem Cholesterinspiegel vorsichtig sein. Der hohe Anteil der gesättigten Fettsäuren beeinflusst die LDL-Konzentration im Blut. Besser auf einen geringeren Fettanteil achten, von nicht mehr als drei Prozent. © keko64/Imago
Kefir und Buttermilch in Gläser schenken
Kefir oder Buttermilch sind ebenfalls reich an gesättigten Fettsäuren, die bei regelmäßigem Genuss das LDL-Cholesterin ansteigen lassen. So ist ein größeres Risiko für Gefäßablagerungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gegeben. © Fascinadora/Imago
Frau mit Croissants am Frühstückstisch
Die leckeren Hörnchen laden förmlich dazu ein, in den Kaffee getunkt zu werden. Doch gerade Blätterteig-Backwaren wie Croissant enthalten ungesättigte Fettsäuren und Transfette, die einen hohen Cholesterinspiegel begünstigen. © Jo Kirchherr/Imago
Toastbrot mit Schokoladenaufstrich
Süße oder fettige Aufstriche enthalten nicht selten Palmfett, was bei regelmäßigem Verzehr das schädliche LDL-Cholesterin im Körper steigern kann. Dadurch werden Ablagerungen in den Gefäßen gefördert, die diese dann im schlimmsten Fall verstopfen können. Die Folge kann eine gefährliche Thrombose sein, die zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führt. © Monkey Business/Imago
Brot mit Butter und Messer
Wer hingegen regelmäßig das Butterbrot ohne Aufstrich vorzieht, bei dem könnte sich dies ebenfalls über kurz oder lang auf den Cholesterinspiegel schlagen. Butter besteht zu ca. 16 Prozent aus Wasser und 80 bis 82 Prozent aus Milchfett. Dieses setzt sich aus 54 Prozent gesättigten, 23 Prozent einfach ungesättigten und etwa zwei Prozent mehrfach ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zusammen. Die gesättigten Fettsäuren werden für den Anstieg des schädlichen LDL-Cholesterins im Blut verantwortlich gemacht. Weniger oder keine Butter zu essen, verringert das Risiko von Gefäßablagerungen, Arteriosklerose und demzufolge Herzinfarkt und Schlaganfall. © hecke/Imago
Kokosfett in einer Schüssel
Wer seine Gerichte weniger mit ungesättigten Fettsäuren aus der Butter anbraten möchte, greift möglicherweise zum vermeintlich gesünderen Kokosfett. Doch Achtung: Kokosfett besteht allein zu 92 Prozent aus gesättigten Fettsäuren. Zum Kochen und Anbraten empfehlen sich eher ungesättigte Fettsäuren aus Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Olivenöl. © HeikeRau/Imago
Hotdog mit Wienerwurst, Käse, Gurke
Zum Mittagessen gibt es dann auch mal eine Semmel mit Käse oder Wurst auf die Hand. Was lecker aussieht und auch schmeckt, kann für den Cholesterinspiegel im Körper kritisch werden. Insbesondere Käsesorten mit einem hohen Fettanteil (über 3 Prozent) und fetthaltige Wurstsorten enthalten gesättigte Fettsäuren, die den Lipidgehalt im Blut und in den Gefäßen ansteigen lassen. © matka/Imago
Schale mit Pommes Frites und Ketchup
Oder doch lieber schnell eine Portion Pommes Frites zur Mittagszeit? Pommes enthalten auf 100 Gramm über 2,3 Gramm gesättigte Fettsäuren, was bei regelmäßigem Verzehr die Gefahr von hohem Cholesterin und Gefäßablagerungen verstärkt. Zudem enthalten Fertiggerichte und sogenanntes „Fast Food“, wie Pommes Frites, Pizza und Burger, in der Regel Transfette. Transfette können nachweislich den Cholesterinspiegel erhöhen, Gefäßablagerungen verursachen und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. © Vaivirga/Imago
Rinderbraten mit Gemüse und Kartoffeln
Wie wäre es mal wieder zum Abendessen mit einem herzhaften Roastbeef, dazu Gemüse und Kartoffeln in Butter geschwenkt? Wenn Sie solche Gerichte nur hin und wieder genießen, wird dies Ihrem Cholesterinspiegel möglicherweise nicht schaden. Doch der regelmäßige Verzehr von Fleisch mit hohem Anteil an gesättigten Fettsäuren kann Ihr Cholesterin stark ansteigen lassen, sodass das Risiko für Gefäßablagerungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt. © Monkey Business/Imago
Pizzastück
Wer dann zum Abendessen doch lieber die Pizza bevorzugt, könnte seinen Gefäßen nichts Gutes tun. Auch hier ist das Maß entscheidend. Hin und wieder eine Pizza schadet dem Cholesterinspiegel nicht nachhaltig, doch bei regelmäßigem Verzehr kann Vorsicht geboten sein, insbesondere wenn es hoch-verarbeitete Pizza ist. Dabei handelt es sich um Tiefkühl- und Fast-Food-Pizzen, die mit anderen verarbeiteten Lebensmitteln wie Wurst und Käse hergestellt werden. Forscher wissen mittlerweile, dass ein hoher Verzehr von hoch-verarbeiteten Lebensmitteln mit einem erhöhten LDL-Cholesterin und Risiko für Herzerkrankungen verbunden ist. © TonyGravante/Imago
Speiseeis
Was gibt es heute zum Nachtisch oder als Snack zwischendurch? Eis geht bei den meisten fast immer. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, wenn die Eissorten einen hohen Anteil an gesättigtem Fett durch Milch und Sahne enthalten. Neigen Sie zu hohem Cholesterinspiegel, ist angeraten, das Eis besser durch Obst zu ersetzen. © Shotshop/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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