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Dringender Gewürz-Rückruf. Ein Großhändler warnt vor drei Thymian-Produkten. Bei Verzehr drohen schwere gesundheitliche Risiken.
Update vom 9. Juli, 13.24 Uhr: Der dringende Rückruf der Marke Alarjawi Thymian Gewürzzubereitung wurde auf alle Mindesthaltbarkeits- und Herstellungsdaten ausgeweitet. Darüber informiert die Kosebate GmbH in einer neuen Mitteilung. Der Grund ist weiterhin die fehlende Kennzeichnung für Soja und Erdnüsse im Produkt.
Großhändler startet Rückruf: Drei Gewürz-Produkte betroffen – es droht Atemnot
Erstmeldung vom 29. Juni: Kassel – Viele Hobbyköche schwören darauf, ihre Gewürze selber anzupflanzen. Jedoch erfreuen sich entsprechende Kräuter auch im Supermarkt hoher Beliebtheit. Bei drei Produkten sollten Verbraucher derzeit vorsichtig sein – denn der Großhändler Kosebate GmbH hat einen dringenden Produktrückruf gestartet.
Großhändler startet Rückruf: Drei Gewürzmischungen betroffen
In einer Mitteilung informiert das Unternehmen aus Sinzheim, dass davon Gewürzzubereitungen des Herstellers Al-Arjawi Foundation aus Syrien betroffen sind. Der Grund für den Rückruf sei eine potenzielle Gesundheitsgefahr für Verbraucher durch fehlende Kennzeichen des Allergens Soja, wie auch lebensmittelwarnung.de berichtet. Betroffen sind folgende Produkte:
- Alarjawi Roter Thymian, 450 g, Herstellungsdatum 15.10.2023
- Alarjawi Grüner Thmyian, 450 g, Herstellungsdatum 19.11.2023
- Alarjawi Premium Thymian, 450 g, Herstellungsdatum 19.11.2023 und 01/2023
Gewürz-Rückruf: Allergikern droht bei Verzehr schwere Gesundheitsgefahren
In der Kundenmitteilung des Unternehmens heißt es: „Das Produkt sollte nicht von Menschen verzehrt werden, die eine Allergie gegen Soja haben“. Andernfalls drohen laut Bundesinstitut für Risikobewertung schwere gesundheitliche Gefahren. Nicht-Allergiker könnten die Gewürze hingegen bedenkenlos verzehren. Aufgrund eines Verpackungsfehlers ist es auch bei Rewe zuletzt zu einem Rückruf gekommen.
Potenzielle Symptome bei Soja-Allergie
Hautausschlag, Juckreiz, Nesselfieber (Urtikaria), Ekzeme, Niesreiz, Dauerschnupfen, geschwollene und tränende Augen, Reaktionen der Atemwege wie Asthma, Atemnot oder Anschwellen der Mundschleimhäute und Übelkeit, Durchfall, Blähungen oder Entzündung der Magen- und Darmschleimhaut. Die heftigste allergische Reaktion ist der anaphylaktische Schock, der zum Versagen des Herz-Kreislauf-Systems und damit zum Tod führen kann und daher schnelles, gezieltes ärztliches Handeln erfordert.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung
Der Rückruf betrifft Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen-Anhalt. Erst vor wenigen Wochen ist es in fast allen Bundesländern zu einem Gewürz-Rückruf gekommen. Verbraucher können die Produkte gegen Erstattung des Kaufpreises ohne Vorlage des Kassenzettels in den Einkaufsmärkten zurückgeben.

