Lehrperson für Vierbeiner

Ausbildung zum Hundetrainer: Wie Sie Ihr Hobby zum Beruf machen

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Der Job eines Hundetrainers ist abwechslungsreich

Angespornt durch zahlreiche TV- und Internetformate, streben mehr und mehr Menschen den Beruf des Hundetrainers an. Es gilt, verschiedene Kriterien zu beachten. 

Erste Voraussetzung für eine Ausbildung zum Hundetrainer ist ein inniges Verhältnis zu Hunden. Zwar ist es kein Muss, dass ein Hundetrainer selbst einen oder mehrere Hunde besitzt, doch der private Umgang mit Tieren ist in jedem Fall hilfreich.

Hundetrainer müssen gut kommunizieren können

Zudem muss ein Hundetrainer ebenso ein Menschenfreund sein. Schließlich besitzt jeder Hund einen Halter und der Hundetrainer muss mit beiden Spezies gleichermaßen gut zurechtkommen. Oberstes Ziel des Trainers ist die Erziehung des Hundes. Vier- und Zweibeiner müssen den richtigen Umgang miteinander lernen und der Mensch die Hundesprache lernen. Dies geschieht konkret über das Einüben von Verhaltensweisen und Kommandos. Ein guter Hundetrainer ist immer auch ein guter Kommunikator.

Hundesprache verstehen: So signalisieren Hunde ihre Liebe – Schlafplatz und Ablecken

Rastet ihr Hund vor lauter Freude sprichwörtlich aus, wenn er Sie sieht? Dann ist das ein Zeichen dafür, dass er sich unglaublich freut Sie wiederzusehen. Auch Hochspringen, Schwanzwedeln, Fiepen, Bellen und Lecken spricht für wahre Liebe und Freude darüber, dass Sie wieder da sind. (Symbolbild)
Rastet ihr Hund vor lauter Freude sprichwörtlich aus, wenn er Sie sieht? Dann ist das ein Zeichen dafür, dass er sich unglaublich freut Sie wiederzusehen. Auch Hochspringen, Schwanzwedeln, Fiepen, Bellen und Lecken spricht für wahre Liebe und Freude darüber, dass Sie wieder da sind. (Symbolbild) © Rene Traut/Imago
Nicht nur bei der Begrüßung ist Ablecken ein Liebesbeweis. Meist will er auch zwischendurch damit seine Zuneigung zum Ausdruck bringen. Doch nicht nur seine Liebe zeigt er damit, Ihr Vierbeiner möchte Sie so auch pflegen. Das Ablecken erfahren Hunde bereits im Welpenalter von ihrer Mutter aus genau denselben Gründen. (Symbolbild)
Nicht nur bei der Begrüßung ist Ablecken ein Liebesbeweis. Meist will er auch zwischendurch damit seine Zuneigung zum Ausdruck bringen. Doch nicht nur seine Liebe zeigt er damit, Ihr Vierbeiner möchte Sie so auch pflegen. Das Ablecken erfahren Hunde bereits im Welpenalter aus genau denselben Gründen von ihrer Mutter. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Nahen Körperkontakt möchten Hunde nur mit denen, die sie wirklich mögen. Kuschelt sich ihr Hund also gerne an Sie, ist das ein Liebesbeweis. (Symbolbild)
Nahen Körperkontakt möchten Hunde nur mit denen, die sie wirklich mögen. Kuschelt sich ihr Hund also gerne an Sie, ist das ein Liebesbeweis. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Hunde, die sich an ihre Besitzer lehnen, lieben ihren Menschen. Die Geste zeugt von Vertrauen. Macht er dies auch in beängstigenden Situationen, fühlt sich ihr Vierbeiner bei ihnen sicher. (Symbolbild)
Hunde, die sich an ihre Besitzer lehnen, lieben ihren Menschen. Die Geste zeugt von Vertrauen. Macht er dies auch in beängstigenden Situationen, fühlt sich ihr Vierbeiner bei ihnen sicher. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Bringt Ihr Hund Ihnen sein Lieblingsspielzeug? Wenn ja, schätzen Sie sich glücklich. Denn das teilt er gewiss nur mit denen, die er wirklich mag. Der ganz besondere Liebesbeweis ist es, wenn er es Ihnen sogar ohne Spielaufforderung gibt und präsentiert. (Symbolbild)
Bringt Ihr Hund Ihnen sein Lieblingsspielzeug? Wenn ja, schätzen Sie sich glücklich. Denn das teilt er gewiss nur mit denen, die er wirklich mag. Der ganz besondere Liebesbeweis ist es, wenn er es Ihnen sogar ohne Spielaufforderung gibt und präsentiert. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Kommt ihr Hund auf Sie zu, wenn Sie traurig sind? Mit seinen feinen Instinkten spürt er Ihre schlechte Stimmung meist sofort und möchte Ihnen helfen. Einen größeren Liebesbeweis kann es vermutlich gar nicht geben. (Symbolbild)
Kommt ihr Hund auf Sie zu, wenn Sie traurig sind, gibt es kaum einen größeren Liebesbeweis. Mit seinen feinen Instinkten spürt er Ihre schlechte Stimmung meist sofort und möchte Ihnen helfen. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
Hat ihr Hund Angst und sucht bei Ihnen Schutz schaut er meist nach oben, um zu sehen, wie Sie reagieren. Überwiegend macht ein Hund das aber nur, wenn er weiß, dass Sie solche Situationen im Griff haben. Ein riesengroßer Vertrauensbeweis, Ihnen gegenüber. (Symbolbild)
Hat ihr Hund Angst und sucht bei Ihnen Schutz schaut er meist nach oben, um zu sehen, wie Sie reagieren. Überwiegend macht ein Hund das aber nur, wenn er weiß, dass Sie solche Situationen im Griff haben. Ein riesengroßer Vertrauensbeweis, Ihnen gegenüber. (Symbolbild) © Frank Sorge/Imago
Die Zuneigung des Hundes, zeigt sich auch darin, dass er gern in Ihrer Nähe schläft. Und wer nicht unbedingt das Bett mit dem Vierbeiner teilen möchte, kann ihm ein Körbchen in die Nähe stellen. So machen Sie ihren Vierbeiner mit Sicherheit glücklich. (Symbolbild)
Die Zuneigung Ihres Hundes, zeigt sich auch darin, dass er gern in Ihrer Nähe schläft. Und wer nicht unbedingt das Bett mit dem Vierbeiner teilen möchte, kann ihm ein Körbchen in die Nähe stellen. So machen Sie ihren Vierbeiner mit Sicherheit glücklich. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Darüber hinaus sollte ein Hundetrainer bereit sein, freiberuflich tätig zu sein, denn Privatpersonen, Tierheime, Tierkliniken und Zuchtverbände arbeiten zumeist nicht mit festangestellten Trainern. Gleichwohl besteht die Möglichkeit, die Tätigkeit haupt- oder nebenberuflich auszuüben. Ein Hundetrainer sollte folglich flexibel sein. Belohnt wird jene Flexibilität mit zahlreichen Vorteilen, die der Beruf, der oft Berufung ist, mit sich bringt:

  • Zeit in der Natur
  • Abwechslung durch ständig neue Tiere und Sachverhalte
  • das Hobby zum Beruf machen

Zudem weitet das Einfühlen in menschliche und tierische Charaktere den eigenen Horizont.

Ausbildung zum Hundetrainer: Schulen

Eine Ausbildung zum Hundetrainer ist an zahlreichen Schulen und Instituten möglich. Der Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater (BHV) weist allerdings darauf hin, dass der Ausbildungsberuf des Hundetrainers offiziell nicht existiert. Dennoch ist es dem BHV in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam gelungen, eine Weiterbildung zum Hundetrainer zu etablieren. Der entsprechende Lehrgang besteht aus rund 300 Theorie- und Praxisstunden. Wer weniger Zeit investieren möchte, hat die Möglichkeit, einen Kompaktlehrgang zu absolvieren. Angebote gibt es bei zahlreichen Handelskammern. Zudem existiert seit einigen Jahren eine Zertifizierung durch die Tierärztekammer.

Der in Dortmund ansässige Verein für das Hundewesen macht jedoch darauf aufmerksam, dass es sich beim Hundetrainer nicht um eine geschützte Berufsbezeichnung handelt. Was bedeutet, dass sich theoretisch jede Person als Hundetrainer titulieren kann. Ohne entsprechende Ausbildung gerät man jedoch schnell an seine Grenzen. In speziellen Kursen wird daher der korrekte Umgang mit Tier und Mensch erlernt, denn Hundetrainer setzen sich nicht nur mit Vierbeinern auseinander, sondern auch mit deren Haltern.

Hundetrainer-Ausbildung: Kosten und Dauer

Die Kosten für eine Ausbildung zum Hundetrainer variieren sehr stark. Ein Wochenendkurs ist bereits für eine dreistellige Summe buchbar. Wer tiefer gehendes Wissen anstrebt und zudem bereit ist, mehr Geld in die Hand zu nehmen, ist bei einem Ausbildungszentrum oder der örtlichen IHK an der richtigen Adresse. Die Kosten bewegen sich im mittleren vierstelligen Bereich.

Auch die Dauer einer Ausbildung zum Hundetrainer ist nicht einheitlich definiert. So umfassen die kürzesten Kurse nur wenige Tage. Wer die Tätigkeit von der Pieke auf erlernen möchte, muss mehrere Monate investieren. Beispielsweise dauert ein Lehrgang zum Hundetrainer beim ostwestfälischen Ausbildungszentrum rund ein Jahr. Volle zwei Jahre umfasst die Ausbildung bei der Akademie für Tiernaturheilkunde.

Ausbildung zum Hundetrainer: Gehalt

Da die Ausbildung zum Hundetrainer keinerlei einheitlichen Maßstäben unterliegt, ist auch das Gehalt uneinheitlich. Wie bei Freiberuflern üblich bestimmen Wohnort, Erfahrung, wie viel man arbeitet und andere persönliche Faktoren das Gehalt. Trainerinnen und Trainer, die zugleich eine Hundeschule besitzen, haben meist mehr Chancen auch ein höheres Gehalt.

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