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Ausgeschaltete Schilderbrücke: Wird dadurch ein Tempolimit aufgehoben?

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Digitale Anzeigen regeln auf der Autobahn häufig das Tempolimit. Aber was geschieht, wenn diese Schilder nicht funktionieren? Gilt die vorangegangene Begrenzung dann nicht mehr?

Eine Fahrt auf der Autobahn kann die Nerven strapazieren: Beispielsweise, wenn das nachfolgende Fahrzeug drängelt und den Sicherheitsabstand nicht einhält. Zudem gibt es oft Missverständnisse beim Thema Regeln – etwa, wenn es um die Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn geht. Und auch elektronisch gesteuerte Schilderbrücken können für Verwirrung sorgen. Mancher fragt sich: Ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung automatisch aufgehoben, wenn die Zeichen ausgeschaltet sind?

Elektronische Anzeigen auf Schilderbrücken: Oft im Automatik-Betrieb

Die offizielle Bezeichnung für die veränderbaren Verkehrsschilder, die in der Regel mit Leuchtdioden ausgestattet sind, lautet Verkehrsbeeinflussungsanlage (kurz VBA). Ein einzelnes solches Schild wird als Wechselverkehrszeichen (WVZ) bezeichnet. Diese Anlagen funktionieren häufig automatisch: Durch Sensoren (wie etwa Induktionsschleifen) können Verkehrssituationen erkannt und entsprechend darauf reagiert werden. Eine manuelle Steuerung ist jedoch auch möglich – so kann beispielsweise vor einem Unfall auf der Strecke gewarnt werden.

Tempolimit auf der Autobahn: Ist es automatisch aufgehoben, wenn eine Schilderbrücke ausgeschaltet ist? (Symbolbild)

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Schilderbrücke ausgeschaltet: Was nun laut einem ADAC-Experten gilt

Ein auf einer Schilderbrücke angezeigtes Tempolimit ist selbstverständlich gültig. Wenn die nachfolgende Schilderbrücke jedoch außer Betrieb ist, gehen viele Autofahrer davon aus, dass die vorhergehende Geschwindigkeitsbegrenzung nicht mehr gilt – ein Irrtum, der teure Konsequenzen haben kann. Wie ein ADAC-Jurist in einem YouTube-Video erklärt, muss man beispielsweise nach einer Schilderbrücke, die eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h vorschreibt, so lange 80 km/h fahren, bis dieses Tempolimit wieder aufgehoben wird. Die Aufhebung kann durch eine nachfolgende Verkehrsbeeinflussungsanlage oder ein normales Verkehrsschild erfolgen.

Autobahnen der Extreme: In Deutschland ist keine Strecke länger als die A7 – eine andere hört einfach auf

Autobahn A7 bei Hamburg.
Autobahn A7: Mit einer Länge von 962,2 Kilometern ist die A7 die mit Abstand längste Autobahn der Bundesrepublik und nach der Autovía 7 in Spanien auch die zweitlängste Fernstraße Europas. Die A7 führt von Flensburg-Handewitt bis ins südliche Bayern. Seit 2012 läuft der Ausbau der Schnellstraße auf acht Spuren.  © Lobeca/Imago
Stau auf der Autobahn A3 in der Nähe von Köln.
Autobahn A3: Mit 769 Kilometern Länge muss sich die Fernstraße der A7 knapp geschlagen geben. Dafür ist die A3 die meist befahrene Autobahn in Deutschland. Laut der Straßenverkehrszählung 2021 sind alleine zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und dem Dreieck Köln-Heumar täglich mehr als 166.000 Autos unterwegs. © NurPhoto/Imago
Die Autobahn A1 in Richtung Fehmarn
Autobahn A1: Mit 749 Kilometern Länge ist die A1 nur etwas kürzer als die A3. Dafür dürfte es sich wohl um eine der längsten Baustellen Deutschlands handeln. Im Vergleich zur A1 wirken die 14 Jahre Bauzeit des BER wie ein Augenzwinkern. Denn der erste Spatenstich für die Autobahn wurde 1934 getätigt. Fast 80 Jahre später klafft in der Eifel immer noch eine 25 Kilometer lange Lücke. Wann diese geschlossen wird ist unklar. © Panthermedia/Imago
Fahrzeuge sind auf der Autobahn 4 in Höhe des Rasthofes Frechen in Richtung Köln und Olpe unterwegs.
Autobahn A4: 583 Kilometer Länge reichen für Platz vier im Ranking der längsten Autobahnen. Doch die A4 zeichnet sich auch durch ein besonders hohes Nebelrisiko auf dem viel befahrenen Streckenabschnitt zwischen Aachen und Köln aus. Am 20. Dezember 1987 musste die Strecke nach dem Aufkommen einer Nebelbank mit Sichtweiten von weit unter 30 m erstmals voll gesperrt werden. Inzwischen wurde dort eine Nebelwarnanlage installiert. © Mangold/Imago
Vor der Ausfahrt Köln-Rodenkirchen hat sich auf der Autobahn A555 in Fahrtrichtung Köln ein erheblicher Stau gebildet.
Autobahn A555: Mit grade einmal 18 Kilometern Länge zählt die Fernstraße zwischen Köln und Bonn zu den kürzeren Strecken. Doch historisch ist die A555 von größter Bedeutung, denn es ist die erste und älteste Autobahn der Bundesrepublik. 1932 wurde die Schnellstraße vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eingeweiht. Sie trägt bis heute zudem den Spitznamen Diplomatenrennbahn. © Future Iamge/Imago
Seitenstreifen eines A8-Teilstücks freigegeben.
Autobahn A831: Die mit Abstand kürzeste Fernstraße befindet sich in Baden-Württemberg und trägt die Bezeichnung A831. Sie ist grade einmal 2,3 Kilometer lang und besitzt fünf Ausfahrten. Die Autobahn startet und endet in Stuttgart.  © Marijan Murat/dpa
Frankfurter Kreuz der Autobahn A5.
Autobahn A5: Mit 440 Kilometern ist die A5 verhältnismäßig kurz. Dennoch ist eine der meist befahrenen Straßen Hessens. Künftig könnte sie auch eine von Deutschlands breitesten Autobahnen sein, denn in der Nähe von Frankfurt ist ein Ausbau auf zehn Spuren geplant. Das Projekt ist jedoch sehr umstritten. © Schöning/Imago
Baustelle A 49.
Autobahn A49: Ähnlich wie die A1 ist auch die A49 in Hessen noch im Bau. Zudem stellt sie den am seltensten befahrenen Autobahnabschnitt. Bei Ansbrach wurden im Rahmen der Straßenverkehrszählung 2021 grade einmal 819 Auto pro Tag gezählt.  © Uwe Zucchi/dpa
Stau auf der A114.
Autobahn A114: Auf dieser Fernstraße brauchten die Autofahrer bis zum Oktober 2022 starke Nerven. Satte 95 Prozent (15 von 16 Kilometern) der A114 Kilometer waren Baustelle. Inzwischen ist die Autobahn im Nordosten Berlins wieder komplett befahrbar. Überraschenderweise fielen die Baukosten sogar niedriger aus als zunächst geplant. © Soeren Stache/dpa
Kochertalbrücke der Autobahn A6 über das Kochertal.
Autobahn A6: Die A6 ist wohl eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen und das über die deutschen Grenzen hinaus. In dieses Ranking hat sie es aber nicht wegen ihrer Länge von 484 Kilometer geschafft, sondern wegen der Kochertalbrücke. Dabei handelt es sich nämlich um Deutschlands höchste Autobahnbrücke. In 185 Metern Höhe verläuft die A6 über 1,1 Kilometer durch das Kochertal. Damit ist sie 27 Meter höher als die Moseltalbrücke auf Platz zwei. © Arnulf Hettrich/Imago

Es ist generell ein weit verbreiteter Irrglaube, dass ein Tempolimit an der nächsten Kreuzung oder Autobahnauffahrt endet. An Gefahrenstellen wie Baustellen oder Schulen sieht es jedoch anders aus: Wie ein Kraftfahrzeugexperte der Sachverständigenorganisation KÜS erklärt, endet das Tempolimit in diesen Fällen ohne ein Aufhebungsschild, wenn die Gefahrenstelle offensichtlich passiert ist. Ein spezieller Fall sind zugeschneite Verkehrsschilder: Diese werden nicht automatisch ungültig – denn einige lassen beispielsweise allein aufgrund ihrer Form erkennen, wie beispielsweise ein Stoppschild.

Rubriklistenbild: © Chromorange/Imago

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