Über vier Millionen Verkehrssünden pro Jahr

Bußgeldkatalog 2024: Die teuersten Verkehrsverstöße

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Eine Politesse verteilt Strafzettel: Diese Strafen gibt es laut Bußgeldkatalog im Jahr 2024 für Verkehrssünden (Symbolbild).
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Rasen ist teuer. Wer zu schnell fährt, riskiert außerdem Punkte in Flensburg – oder sogar den Verlust der Fahrerlaubnis. Welche Strafen im Bußgeldkatalog 2024 stehen.

Flensburg – Über vier Millionen Verkehrssünden begehen die Menschen in Deutschland pro Jahr. Mehr als die Hälfte davon sind Geschwindigkeitsverstöße. Auch die Nutzung des Mobiltelefons während des Fahrens, sowie das Überfahren einer roten Ampel zählen zu den häufigsten Verstößen. Der Bußgeldkatalog 2024 sieht dafür Strafen vor. Die Folgen reichen von einem Bußgeld, bis hin zu Punkten in Flensburg oder sogar dem Entzug der Fahrerlaubnis. Eine Übersicht über die häufigsten Verkehrssünden.

Bußgeldkatalog 2024: So viele kosten Verkehrssünden in Deutschland

Wer einen der folgenden Verstöße begeht, hat einen Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg sicher. Zusätzlich werden Bußgelder fällig.

  • Handy am Steuer: 100 Euro
  • Verstoß gegen die Winterreifenpflicht: 60 Euro
  • rechtswidriges Verhalten an Schulbussen: 70 Euro
  • Kinder nicht (ausreichend) gesichert: 60 Euro
  • Kinder nicht (ausreichend) gesichert mit Gefährdung: 70 Euro
  • Zeichen oder Anweisung eines Polizeibeamten nicht befolgt: 70 Euro
  • einfacher Vorfahrtverstoß: 70 Euro
  • Fußgängergefährdung im Fußgängerbereich: 60 Euro
  • Fahren ohne Zulassung: 70 Euro
  • Verstoß gegen Ladungssicherungspflichten: 60 Euro
  • TÜV bzw. HU-Frist um mehr als 8 Monate überzogen: 60 Euro
  • Fahren ohne Begleitung als 17-Jähriger: 70 Euro

Andere Verkehrssünden ziehen keinen Punkt in Flensburg nach sich, wohl aber eine Geldstrafe:

  • Einfahrt in eine Umweltzone ohne Umweltplakette: 100 Euro
  • zu langsames Fahren ohne triftigen Grund: 20 Euro
  • fehlendes Kennzeichen: 60 Euro
  • abgedecktes Kennzeichen: 65 Euro
  • Verstoß gegen Fahrtenbuchauflage: 100 Euro
  • Sonn- und Feiertagsfahrverbot für LKW missachtet: 380 Euro

Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts: Wie viel Autofahrer zahlen müssen

GeschwindigkeitsüberschreitungBußgeld/Gesamtkosten*PunkteFahrverbot
bis 10 km/h20 Euro/48,50 Euro--
11 bis 15 km/h40 Euro/68,50 Euro--
16 bis 20 km/h60 Euro/88,50 Euro--
21 bis 25 km/h100 Euro/128,50 Euro1-
26 bis 30 km/h150 Euro/178,50 Euro1gegebenenfalls ein Monat**
31 bis 40 km/h200 Euro/228,50 Euro1gegebenenfalls ein Monat**
41 bis 50 km/h320 Euro/348,50 Euro2ein Monat
51 bis 60 km/h480 Euro/508,50 Euro2ein Monat
61 bis 70 km/h600 Euro/633,50 Euro2zwei Monate
über 70 km/h700 Euro/738,50 Euro2drei Monate

*inklusive Auslagen und Bearbeitungsgebühren.

**falls ein Fahrer zweimal innerhalb eines Jahres mehr als 26 km/h zu schnell fährt. Quelle: Bußgeldkatalog.org, ADAC

Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts: So tief müssen Autofahrer in die Tasche greifen

Wer innerhalb eines Ortes zu schnell fährt, muss mit noch empfindlicheren Strafen rechnen als außerorts:

GeschwindigkeitsüberschreitungBußgeld/Gesamtkosten*PunkteFahrverbot
bis 10 km/h30 Euro/58,50 Euro--
11 bis 15 km/h50 Euro/78,50 Euro--
16 bis 20 km/h70 Euro/98,50 Euro--
21 bis 25 km/h115 Euro/143,50 Euro1-
26 bis 30 km/h180 Euro/208,50 Euro1gegebenenfalls ein Monat**
31 bis 40 km/h260 Euro/288,50 Euro2ein Monat
41 bis 50 km/h400 Euro/428,50 Euro2ein Monat
51 bis 60 km/h560 Euro/591,50 Euro2zwei Monate
61 bis 70 km/h700 Euro/738,50 Euro2drei Monate
über 70 km/h800 Euro/843,50 Euro2drei Monate

*inklusive Auslagen und Bearbeitungsgebühren.

**falls ein Fahrer zweimal innerhalb eines Jahres mehr als 26 km/h zu schnell fährt. Quelle: Bußgeldkatalog.org, ADAC

Bußgeldkatalog 2024: So viel kostet es, über eine rote Ampel zu fahren

VorfallBußgeld/Gesamtkosten*PunkteFahrverbot
Ampel bei rot überfahren90 Euro/118,50 Euro1-
+ andere gefährdet200 Euro/228,50 Euro2ein Monat
+ Sachschaden/ Unfall verursacht240 Euro/268,50 Euro2ein Monat
Ampel war bereits mehr als eine Sekunde rot200 Euro/228,50 Euro2ein Monat**
+ andere gefährdet320 Euro/348,50 Euro2ein Monat**
+ Sachschaden/Unfall verursacht360 Euro/388,50 Euro2ein Monat**

*inklusive Auslagen und Bearbeitungsgebühren.

** je nach Vorfall und Schwere auch Geldstrafe, Entzug des Führerscheins oder Freiheitsstrafe möglich. Quelle: Bußgeldkatalog.org, ADAC

Das teuerste Verkehrsdelikt in Deutschland ist Trunkenheit am Steuer. Wer zum zweiten Mal mit 0,5 Promille oder mehr am Steuer erwischt wird, zahlt 1053,50 Euro und bekommt drei Monate Fahrverbot. Beim dritten Mal sind es bereits 1578,50 Euro. Je nach Höhe des Alkoholpegels und einer etwaigen Gefährdung im Straßenverkehr sind auch Freiheitsstrafen sowie ein dauerhafter Entzug der Fahrerlaubnis möglich.

Abfrage des Punktestandes in Flensburg ist kostenlos

Wer eine andere Verkehrssünde begangen hat, als oben aufgeführt, kann die voraussichtlichen Kosten und Konsequenzen über den Bußgeldrechner des Automobilclubs ADAC ermitteln. Für Ordnungswidrigkeiten gibt es einen Punkt, für grobe Ordnungswidrigkeiten mit Regelfahrverbot sowie Straftaten werden zwei Punkte eingetragen. Drei Punkte in Flensburg erhalten Autofahrer für Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis.

Grundsätzlich gilt: Bei 8 Punkten in Flensburg ist der Führerschein weg. Verbraucher mit einem bis fünf Punkten können ihre Sünden auch abbauen. Das geht durch die Teilnahme an einem Fahreignungsseminar. Dafür bekommen Verkehrssünder einen Punkt erlassen. Wie viel Punkte jemand hat, lässt sich gebührenfrei online abfragen.

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