Rasseporträt

Balinesenkatze: gesprächiger Schnurrer auf der Suche nach Spielgefährten und Abenteuern

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Balinesen sind fürs Kuscheln zu begeistern, gleichzeitig aber kommunikativ und lebhaft. Sie sind gerne aktiv? Dann sollten Sie sich die grazilen Schönheiten genauer ansehen.

Strahlend blaue Augen, ein langer buschiger Schwanz und ein graziler Gang: Balinesenkatzen sind anmutige Schönheiten, die äußerst beliebt sind. Optisch ähneln die Rassekatzen ihren asiatischen Vorfahren, den Siamkatzen. Ihr Name sollte sich allerdings klar unterscheiden und aufgrund ihrer grazilen Bewegungen an balinesische Tempeltänzerinnen erinnern. Was die Samtpfoten sonst noch auszeichnet, verrät unser Rasseporträt.

Langes Fell mit Point-Zeichnung in verschiedenen Farben

Balinesenkatzen sind verschmust, aber auch äußerst lebhaft und neugierig. (Symbolbild)

Ein markanter Unterschied zur Siamkatze ist das lange Fell der aus Amerika stammenden Balinesen, die eine hohe Lebenserwartung von 15 bis 20 Jahren haben. Anders als vermutet, verbirgt sich unter ihrem üppigen Haarkleid keine Unterwolle. Verfilzungen im Fell sind daher meist kein Problem, was die Fellpflege bei den Katzen recht unkompliziert macht. Dennoch ist es empfehlenswert, das Haarkleid regelmäßig zu bürsten.

Balinesenkatzen gehören zu den Samtpfoten mit sogenannter Point-Zeichnung, besitzen also eine helle Fellfarbe mit dunklen Points kombiniert. Meist betrifft das Ohren, Gesicht, Beine, Pfoten und die Schwanzspitze. Neben den typischen Points kommen bei den Katzen auch Tabby-Points, also Streifenmuster im Fell, vor. Bei der Zucht von Balinesenkatzen sind folgende Farben zugelassen:

  • Creme-Point
  • Cinnamon-Point
  • Chocolate-Point
  • Seal-Point
  • Blue-Point
  • Lilac-Point
  • Red-Point
  • Fawn-Point
  • Foreign-White (weiße Katze ohne Abzeichen)

Unverkennbar ist der Blick der Balinesenkatzen: Ihre strahlend blauen Augen stechen aus dem dunkler gefärbten Gesicht regelrecht hervor und verleihen ihnen einen charakteristischen Look – ganz ähnlich wie die wilde Pallaskatze, die mit ihren gelb-grünen Augen und runden Pupillen auffällt. In Kombination mit ihren langen Beinen und dem grazilen Gang sind sie wahre Schönheiten auf vier Pfoten, die ihren Betrachter leicht um den Finger wickeln.

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Aktive Samtpfoten: Balinesen halten ihre Besitzer auf Trab

Für ausgiebige Streicheleinheiten sind Balinesen immer zu haben, denn die Samtpfoten sind sehr menschenbezogen, verschmust und anhänglich. Bei Bedarf fordern sie die Aufmerksamkeit ihres Besitzers mit ihrer eindringlichen Stimme auch gerne lautstark ein. Ihre kommunikative Art passt zu ihren aufgeweckten und verspielten Charakterzügen.

Wenn die Kuschelzeit vorbei ist, erkunden die intelligenten Vierbeiner daher gerne neugierig ihre Umgebung – immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. Wer mit dem Gedanken spielt, eine Katze dieser Rasse zu kaufen, muss sich klarmachen: Die cleveren Samtpfoten brauchen, genau wie die Bengalkatzen, viel Beschäftigung. Daher eignen sie sich nur für aktive Menschen, die viel Zeit mit ihrem Haustier verbringen können.

Goldige Samtpfoten: Diese 12 Katzenrassen bringen jedes Herz zum Schnurren

Eine Ragdoll Katze schaut nach oben.
Ragdoll-Kitten kommen weiß zur Welt und entwickeln einige Tage später zunächst im Gesicht die typischen Pointzeichnungen. Zeichnungen an den Beinen und am Schwanz folgen. Im Alter zwischen drei und vier Jahren ist die Farbentwicklung abgeschlossen. Erst dann gelten Ragdolls als erwachsen. Übrigens: Die Ragdoll ist wohl die einzige Katzenrasse, auf die ein Patent angemeldet wurde. © Design Pics/Imago
Somali Katze
Die neugierige und anhängliche Somali ist eine plüschige Variante ihrer Schwesterrasse, der Abessinierkatze. Ihr anmutiges Erscheinungsbild beruht auf langen Beinen, einem athletischen Körperbau und dem eleganten Hals. Große Augen und Ohren verleihen ihr einen aufmerksamen Ausdruck. Die Somalikatzen sind wie die Abessinier bekannt für ihren markanten dunklen Farbstreifen. Dieser zieht sich zwischen den Schultern über den Rücken entlang zur Schwanzspitze. Der Sohlstreifen verläuft über die Hinterbeine bis zur Ferse. Auch das Ticking, die Färbung einzelner Haare in zwei oder mehr Farben, ist für die Somali typisch. © Depositphotos/Imago
Bengal-Katze sitzt auf dem Boden.
Bengalkatzen sind das Ergebnis der Kreuzung zwischen einer zahmen, schwarzen Hauskatze und einer wilden Asiatischen Leopardkatze. Bei einer direkten Kreuzung spricht man von sogenannten F1-Tieren. Kreuzt man ein F1-Tier mit einer Hauskatze, ist das Ergebnis ein F2-Tier. Während Katzen der F1- und F2-Generation oft das wilde Verhalten von Wildkatzen zeigen, ähnelt das Verhalten weiterer Generationen schon dem von Hauskatzen. Nur sehr erfahrene Katzenhalter sollten sich Bengalkatze der ersten beiden Generationen zulegen. © Zoonar/Imago
Eine junge Britisch Kurzhaar Katze blickt mit großen Augen direkt in die Kameralinse.
Katzen der Rasse Britisch Kurzhaar gelten als unkompliziert. Sie sind besonders anpassungsfähig, sanftmütig und geduldig. Sowohl für Singles als auch für Familien sind sie daher ein perfektes Haustier. In der Regel vertragen sie sich mit Hunden und verhalten sich tendenziell rücksichtsvoll und ruhig. Auch als einzeln gehaltene Katze kommt die BKH problemlos zurecht – über einen Artgenossen freut sie sich natürlich genauso. Betagte oder übergewichtige Britisch-Kurzhaar-Katzen sind nicht gerade leicht zu motivieren, doch die Besitzer sollten sich Mühe geben: Bei unzureichender Beschäftigung kann diese Rasse nicht nur schnell seelische Narben davontragen. Auch auf ihren Hüften setzt sich schnell das ein oder andere Pölsterchen fest. © Panthermedia/Imago
Eine Norwegische Waldkatze hat sich auf den Rücken gerollt und blickt verschmust in die Kamera.
Die Norwegische Waldkatze liebt die Gesellschaft von Menschen. Sie hat ein großes Kommunikationsbedürfnis und teilt sich ihren Menschen gerne über gutmütige Gurrlaute mit. Die Katzenrasse gilt als besonders temperamentvoll und bleibt auch hochbetagt sehr verspielt. Zwar sind diese Katzen auch für Haushalte mit Kindern geeignet, einzeln sollten sie jedoch nicht gehalten werden. Ihre Freiheitsliebe bei jeder Wetterlage sollten Norwegische Waldkatzen zumindest auf einem katzensicheren Balkon, im Optimalfall jedoch mit Zugang zur freien Natur ausleben dürfen. Dort zeigt sie ihr wahres Ich: Als Meisterin der Kletterkunst erklimmt sie sogar Felsen. Sie ist die einzige zahme Katze, die Bäume mit dem Kopf nach unten hinunterklettern kann. © agefotostock/Imago
Eine Siamkatze sitzt mit einem goldenen Glöcken um den Hals auf dem Boden.
Siamkatzen sind intelligent, charmant und besonders anhänglich. Ihre geschmeidige, muskulöse Erscheinung mit den charakteristischen blauen Augen und dem seidig glänzenden Fell bedeuten für viele Halter Liebe auf den ersten Blick. Die fordert sie mit ihrem starken Willen und einem hohen Durchsetzungsvermögen ein – denn teilen möchte sie ihren Menschen mit niemandem. Geschwister-Tiere sind bei der Siamkatze nicht erwünscht. Ihre Meinung hat im Haushalt außerdem einen hohen Stellenwert: Sie wird jederzeit und laut geäußert. © blickwinkel/Imago
Bombay Katze
Panther in Miniaturausgabe: Die Bombay-Katze hat ein seidiges schwarzes Fell ohne Flecken. Gemäß der Cat Fancier’s Association gelten auch große, runde, kupferfarbene Augen als Rassestandard. Verblasst die in der Züchtung nur schwer zu erzielende Augenfarbe im Alter, gilt die Katze nicht als Bombay. Die Samtpfoten haben einige erstaunliche Eigenschaften: Neben ihrer Gesprächigkeit (ihr Miauen gleicht eher einem Trällern), zeichnen sie sich durch eine hohe Intelligenz und Verträglichkeit mit Hunden aus. © Anka Agency International/Imago
Main-Coon-Katze auf der Straße
Sie gelten als die größten Hauskatzen der Welt und wirken entsprechend respekteinflößend. Doch Maine Coons sind besonders anhänglich und lieben es, zu kuscheln. Ihr ruhiges Gemüt steht dabei im Kontrast zur wild anmutenden Erscheinung. Für ihr herzerwärmendes Miauen sind sie sogar berühmt. © Wirestock/Imago
Katze Russisch-Blau
Auch die Russisch Blau zählt zu den schönsten Katzenrassen. Mit ihrer anmutigen Erscheinung, dem seidig weichen Fell und ihren leuchtend smaragdfarbenen Augen zieht sie Menschen in den Bann. Ihr ausgeprägtes Schnurrhaarkissen verleiht ihr das charakteristische Aussehen. Gut zu wissen: Die Russisch-Blau-Katze besitzt ein weltweit einzigartiges Doppelfell: Deckhaar und Unterwolle sind gleich lang, sodass ein plüschiges Fellkleid entsteht. © Shotshop/Imago
Eine Perserkatze liegt auf einem Baumstumpf im Garten. (Symbolbild)
Diese Rasse ist mit ihrem langen Fell, der dichten Unterwolle und dem buschigen Schwanz unverkennbar. Von der niedlichen Optik darf man sich allerdings nicht täuschen lassen: Perserkatzen haben einen starken Charakter und wissen sehr genau, was sie wollen – ihre Intelligenz kann auch mal in Dickköpfigkeit umschlagen. Dennoch wird ihre Persönlichkeit meist als ruhig, freundlich und zutraulich beschrieben. Die Perser weiß es jedoch zu schätzen, einen Kreis aus engsten Vertrauten um sich zu haben. Ihre gemütliche Ader kann sie auch als reine Wohnungskatze ausleben. Am glücklichsten ist eine Perserkatze mit ihrem eigenen Schlafplatz und endlosen Streicheleinheiten. © Blickwinkel/IMAGO
Türkisch Van
Ein weißes Fell mit roter Zeichnung – das ist typisch für die Katzenrasse Türkisch Van, auch als Türkische Wasserkatze oder Schwimmkatze bekannt. Diesem Namen macht sie alle Ehre. Denn im Gegensatz zu anderen Katzen kann die Türkisch Van schwimmen und tut das auch mit Vorliebe. Zum Glück ist ihr Fell wasserabweisend. Ihre besondere Zeichnung an Kopf und Schwanz wird Vanzeichnung genannt. © Ardea/imago
Die Farben von Katzenaugen haben besondere Bedeutungen
Odd-Eyed-Katzen sind zwar keine eigenständige Rasse, dennoch faszinieren sie durch ihre außergewöhnliche Schönheit. Mit ihren verschiedenfarbigen Augen strahlen sie eine geheimnisvolle Schönheit aus, von der man seinen Blick so schnell nicht mehr abwenden kann. Bei Katzen mit weißem oder weiß geschecktem Fell lässt sich das farbenfrohe Phänomen häufiger beobachten. Aber auch bei anderen Fellfarben und -mustern kann es vorkommen, dass die Augen unterschiedlich gefärbt sind. Die Kombination ist immer ein blaues mit einem andersfarbigen Auge. Das andersfarbige Auge entspricht übrigens der ursprünglichen Augenfarbe, während das blaue das Ergebnis einer Genmutation ist. © Imago

Gegen Langeweile: Besitzer sollten die Umgebung abwechslungsreich gestalten

Balinesenkatzen eignen sich gut als Wohnungskatzen. Gesicherter Freigang auf dem Balkon oder im Garten beugt Langeweile vor – genauso wie ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten im Haus. Dazu gehören beispielsweise Kletter- und Kratzbäume mit mehreren Etagen und Tunneln. Um die schlauen und wissbegierigen Samtpfoten auszulasten, eignen sich außerdem Clickertraining und andere Intelligenzübungen, die Köpfchen erfordern. Da Balinesen gerne in Gesellschaft sind, ist eine zweite Katze als Spielgefährte sinnvoll. Aber auch dann möchten die redseligen Samtpfoten genügend Aufmerksamkeit durch ihren Besitzer.

Rubriklistenbild: © Pond 5 Images/Imago

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