Balinesenkatze: gesprächiger Schnurrer auf der Suche nach Spielgefährten und Abenteuern
VonSina Eberhardt
schließen
Balinesen sind fürs Kuscheln zu begeistern, gleichzeitig aber kommunikativ und lebhaft. Sie sind gerne aktiv? Dann sollten Sie sich die grazilen Schönheiten genauer ansehen.
Strahlend blaue Augen, ein langer buschiger Schwanz und ein graziler Gang: Balinesenkatzen sind anmutige Schönheiten, die äußerst beliebt sind. Optisch ähneln die Rassekatzen ihren asiatischen Vorfahren, den Siamkatzen. Ihr Name sollte sich allerdings klar unterscheiden und aufgrund ihrer grazilen Bewegungen an balinesische Tempeltänzerinnen erinnern. Was die Samtpfoten sonst noch auszeichnet, verrät unser Rasseporträt.
Langes Fell mit Point-Zeichnung in verschiedenen Farben
Ein markanter Unterschied zur Siamkatze ist das lange Fell der aus Amerika stammenden Balinesen, die eine hohe Lebenserwartung von 15 bis 20 Jahren haben. Anders als vermutet, verbirgt sich unter ihrem üppigen Haarkleid keine Unterwolle. Verfilzungen im Fell sind daher meist kein Problem, was die Fellpflege bei den Katzen recht unkompliziert macht. Dennoch ist es empfehlenswert, das Haarkleid regelmäßig zu bürsten.
Balinesenkatzen gehören zu den Samtpfoten mit sogenannter Point-Zeichnung, besitzen also eine helle Fellfarbe mit dunklen Points kombiniert. Meist betrifft das Ohren, Gesicht, Beine, Pfoten und die Schwanzspitze. Neben den typischen Points kommen bei den Katzen auch Tabby-Points, also Streifenmuster im Fell, vor. Bei der Zucht von Balinesenkatzen sind folgende Farben zugelassen:
Creme-Point
Cinnamon-Point
Chocolate-Point
Seal-Point
Blue-Point
Lilac-Point
Red-Point
Fawn-Point
Foreign-White (weiße Katze ohne Abzeichen)
Unverkennbar ist der Blick der Balinesenkatzen: Ihre strahlend blauen Augen stechen aus dem dunkler gefärbten Gesicht regelrecht hervor und verleihen ihnen einen charakteristischen Look – ganz ähnlich wie die wilde Pallaskatze, die mit ihren gelb-grünen Augen und runden Pupillen auffällt. In Kombination mit ihren langen Beinen und dem grazilen Gang sind sie wahre Schönheiten auf vier Pfoten, die ihren Betrachter leicht um den Finger wickeln.
Aktive Samtpfoten: Balinesen halten ihre Besitzer auf Trab
Für ausgiebige Streicheleinheiten sind Balinesen immer zu haben, denn die Samtpfoten sind sehr menschenbezogen, verschmust und anhänglich. Bei Bedarf fordern sie die Aufmerksamkeit ihres Besitzers mit ihrer eindringlichen Stimme auch gerne lautstark ein. Ihre kommunikative Art passt zu ihren aufgeweckten und verspielten Charakterzügen.
Wenn die Kuschelzeit vorbei ist, erkunden die intelligenten Vierbeiner daher gerne neugierig ihre Umgebung – immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. Wer mit dem Gedanken spielt, eine Katze dieser Rasse zu kaufen, muss sich klarmachen: Die cleveren Samtpfoten brauchen, genau wie die Bengalkatzen, viel Beschäftigung. Daher eignen sie sich nur für aktive Menschen, die viel Zeit mit ihrem Haustier verbringen können.
Goldige Samtpfoten: Diese 12 Katzenrassen bringen jedes Herz zum Schnurren
Gegen Langeweile: Besitzer sollten die Umgebung abwechslungsreich gestalten
Balinesenkatzen eignen sich gut als Wohnungskatzen. Gesicherter Freigang auf dem Balkon oder im Garten beugt Langeweile vor – genauso wie ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten im Haus. Dazu gehören beispielsweise Kletter- und Kratzbäume mit mehreren Etagen und Tunneln. Um die schlauen und wissbegierigen Samtpfoten auszulasten, eignen sich außerdem Clickertraining und andere Intelligenzübungen, die Köpfchen erfordern. Da Balinesen gerne in Gesellschaft sind, ist eine zweite Katze als Spielgefährte sinnvoll. Aber auch dann möchten die redseligen Samtpfoten genügend Aufmerksamkeit durch ihren Besitzer.