Entwicklung aus den USA

Elektroauto in zehn Minuten auf 70 Prozent laden: Einfaches Extra soll Tempo enorm steigern

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Eines der größten Probleme des Elektroautos ist nach wie vor die Ladedauer. Laut US-Forschern gibt es eine Methode, mit der es deutlich schneller geht als bislang.

Mit der mittlerweile von vielen E-Auto-Herstellern angebotenen Reichweite mögen zahlreiche Kunden inzwischen klarkommen – mit der Ladedauer dagegen weniger. Für Besitzer, die ihre Stromer jede Nacht daheim in der Garage laden, ist das natürlich kein Thema – wer aber längere Strecken zurücklegen möchte, kann Probleme bekommen. Denn mit einer steigenden Zahl an E-Fahrzeugen wächst natürlich auch der Andrang an den Ladesäulen und es kann zu Stoßzeiten zu extremen Wartezeiten kommen – wie beispielsweise im vergangenen Sommer in Kroatien oder in den Weihnachtsferien in Großbritannien. Dazu kommt: Bei Kälte bricht die Ladeleistung an Schnellladesäulen zum Teil erheblich ein, wie der ADAC kürzlich in einem Test herausfand. Forscher aus den USA haben nun angeblich eine Technik entwickelt, mit der besonders schnelles Laden möglich sein soll.

Elektroauto in zehn Minuten auf 70 Prozent laden: Nickelfolie soll Tempo enorm steigern

Der Ansatz der Forscher der Pennsylvania State University, den sie im Herbst 2022 im Fachmagazin Nature veröffentlichten: Statt immer riesigere Batterien in Elektroautos zu verbauen, sei es besser, kleiner Batterien zu installieren – und diese dafür besonders schnell zu laden. Weil es zu wenig Rohstoffe für große Batterien gebe, sei eine Verkleinerung der Akkus aus Sicht der Wissenschaftler unumgänglich. Mit der neuen Technik ist es angeblich möglich, in nur rund 10 Minuten eine E-Auto-Batterie auf 70 Prozent zu laden. Aktuell dauert Laden meist noch deutlich länger – weshalb es viele E-Auto-Besitzer mit der „Reichweitenangst“ zu tun bekommen, wie kürzlich ein Paar in Florida.

Eine von US-Forschern entwickelte Technik soll das Laden von E-Autos enorm beschleunigen. (Symbolbild)

Elektroauto in zehn Minuten auf 70 Prozent laden: Mit optimaler Temperierung soll es klappen

Sowohl für das Abrufen von Leistung von einer Batterie als auch für das Laden ist ein ideales Temperaturfenster wichtig: nicht zu heiß und nicht zu kalt. Nur dann kann der Strom mit hoher Geschwindigkeit fließen. Und genau hier haben die Forscher laut einer Mitteilung der Universität eine entsprechende Lösung entwickelt: Heraus kam eine neue Batteriestruktur, die neben Anode, Elektrolyt und Kathode als zusätzliche vierte Komponente eine hauchdünne Nickelfolie enthält.

Neun Mikro-Elektroautos, die perfekt für die Stadt sind

Opel Rocks-e
Opel Rocks-e: Mancher dürfte sich fragen, ob das überhaupt noch ein vollwertiges Auto ist. Gesetzlich ist er es wie alle Kleinstwagen nicht. Wer ihn fahren will, benötigt lediglich die Führerscheinklasse AM. Somit kann er schon ab 15 Jahren bewegt werden. Der Elektromotor leistet 8 PS und beschleunigt den Mini-Stromer auf 45 km/h. Mehr geht nicht. Die 5,5-kWh-Batterie reicht für eine Reichweite von 75 Kilometern. Danach muss der 2,41 Meter lange Opel Rocks-e für rund vier Stunden an die Steckdose. Kostenpunkt: rund 8.000 Euro © Opel
Renault Twizzy
Renault Twizy: Der kleine Franzose ist so etwas wie der Opa unter den Mikro-Elektroautos. Schon seit 2012 ist der Twizy in der Modellpalette von Renault zu finden. Mit 2,34 ist er etwas größer als Rocks-e und Ami. Statt nebeneinander nehmen die zwei Insassen hintereinander Platz. Seitenscheiben gibt es nur als Zubehör. Preislich geht es ab 11.450 Euro los. Wie die größere Version fahren will, benötigt jedoch einen richtigen Führerschein. Die Reichweite gibt Renault mit 90-100 Kilometern an. © Renault
City Transformer CT1
City Transformer CT1: Auch in Israel hat man die Mikro-Elektroautos für sich entdeckt. Der CT1 vom Start-up City Transformer macht seinem Namen dabei alle Ehre. Denn die Spurweite des Mini-Stromers lässt sich anpassen. Angetrieben wird er von zwei Elektromotoren an der Hinterachse. Das Start-up verspricht bis zu 180 Kilometer Reichweite und eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Wer den CT1 vorbestellt, zahlt 13.000 Euro, später soll er dann 16.000 Euro kosten. © City Transformer
Das Elektroauto e.GO Life
e.Go Life: Mit seinen 3,3 Metern ist der e.Go Life im Vergleich zu den andren Mini-Stromern fast schon ein Riese. Der 77 PS starke Elektromotor ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. In der Stadt soll er bis zu 206 km weit kommen. Kombiniert liegt die Reichweite bei 139 Kilometern. Wegen der Insolvenz von e.Go im Sommer 2020 wurde der Life zeitweise nicht gebaut. Dasd Geschäft wurde aber von der Next.E.Go Mobile SE übernommen. Mit dem e.wave X steht auch schon ein Life-Nachfolger bereit. © Marius Becker/dpa
Microlino 2.0.
Microlino 2.0: Von 1955 bis 1962 baute BMW das Leichtfahrzeug Isetta. Bis heute ist der Kleinstwagen Kult und feiert nun sein Comeback. Zumindest ähnelt der Microlino 2.0 der Isetta sehr. Angeboten wird der Mikro-Stromer in drei Batterieversionen mit 95, 175 und 230 km Reichweite. Der 20 PS starke Elektromotor beschleunigt das nur 450 Kilogramm schwere Mobil auf 90n km/h. Mit 14.990 Euro ist der Microlino jedoch nicht grade billig. © Arnulf Hettrich/Imago
Elaris Pio
Elaris Pio: Mit 2,81 Meter Länge bleibt dieser Elektro-Zwerg noch unter der Drei-Meter-Marke. In diesem Bereich verschwimmen die Grenzen zwischen Mikro-Auto und Pkw. In Sachen Antrieb befindet sich der Pio jedoch bei den Mikro-Stromern. Grade einmal 49 PS leistet der Elektromotor. Der Akku kommt auf 27 kWh und reicht für 225 Kilometer. Preislich liegt der Pio bei 21.900 Euro. © Elaris
FreZE Nikob EV
FreZE Nikob EV: In China ist der Elektro-Zwerg unter dem Namen Wuling Hongguang Mini EV bereits sehr erfolgreich. Damit das auch in Europa der Fall ist, brauchte es neben einem neuen Namen auch mehr Sicherheit und Energieeffizienz. Heißt: ESP, Airbags, neue Räder und eine LED-Beleuchtung. Angeboten wird das Nikob EV mit einer 13,8-kWh-LFP-Zelle mit 200 km Reichweite. Kosten soll das kleine Elektroauto 16.000 Euro. © Wulling
Elektrofrosch Bob Four
Elektrofrosch Bob Four: So ganz weiß man ja nicht, was dieses Gefährt sein möchte. Offiziell handelt es sich bei dem Elektrofrosch Bob Four um einen Kabinenroller. Entsprechend ist bei 45 km/h Schluss. Rund 100 Kilometer soll der Elektrofrosch kommen und das für grade einmal 8.990 Euro. Neben dem Bob Four hat Elektrofrosch noch weitere Mikromobile im Angebot.  © Elektrofrosch
Ari 802
ARI 802: Mit 2,22 fällt der Ari 802 sehr klein aus. Mit 643 Kilogram ist er zudem auch noch sehr leicht. Daher reichen 10 PS auch um den Kleinstwagen auf Tempo 80 zu bringen. In den Versionen 252 und 452 sind nur 25 beziehungsweise 45 km/h drin. Die Reichweite gibt Ari mit 120 bis 250 Kilometern an. Preislich schlägt der Ari 802 mit 10.990 Euro zu Buche.  © Ari

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Elektroauto in zehn Minuten auf 70 Prozent laden: Forscher verspricht billigere Stromer

„Unsere Schnellladetechnologie funktioniert für die meisten energiedichten Batterien und wird eine neue Möglichkeit eröffnen, die Batterien von Elektrofahrzeugen von 150 auf 50 kWh zu verkleinern, ohne dass die Fahrer Reichweitenangst verspüren“, erklärt Chao-Yang Wang, Professor für Maschinenbau an der Pennsylvania State University und Hauptautor der Studie. „Die kleineren, schneller aufladbaren Batterien werden die Batteriekosten und den Verbrauch kritischer Rohstoffe wie Kobalt, Grafit und Lithium drastisch senken und die Masseneinführung erschwinglicher Elektroautos ermöglichen.“

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Das Laden eines Elektroautos gilt nach wie vor als Manko. Eine neue Technologie könnte das bald ändern: der Akku-unterstützende Superkondensator.

Rubriklistenbild: © Gottfried Czepluch/Imago

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