Mal grün, mal braun

Stinkwanze oder harmlose Wanze? An ihrem Rücken kann man den Übeltäter erkennen

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Was krabbelt denn da? Im besten Fall ist es nur eine Wanze, die keine üblen Gerüche absondert. Aber es ist empfehlenswert, die Grüne Stinkwanze zu erkennen.

In Deutschland gibt es unzählige Wanzen, rund eintausend Arten. Für den Menschen sind sie ungefährlich, aber in großer Zahl können manche den Pflanzen im Garten zusetzen. Dies gilt vor allem für die Stinkwanze, die man im Herbst und im Winter aus Flucht vor der Kälte wie ihre Verwandten auch im Haus findet. Um sie von Wanzen ohne Geruchsbelästigung zu unterscheiden, sollte man ganz genau hinschauen.

Stinkwanze oder harmlose Wanze? An ihrem Rücken erkennt man sie 

In ihrem braunen „Winterkleid“ ist die Grüne Stinkwanze (Palomena prasina) nicht einfach zu erkennen.

Stinkwanzen sondern bei Berührung einen unangenehmen Geruch ab, daran kann man sie gut erkennen – und deswegen möchte man sie nicht im Haus haben. In Deutschland ist die zu den Baumwanzen zählende Grüne Stinkwanze (Palomena prasina) am meisten verbreitet, aber auch ihre asiatische Verwandte, die Marmorierte Baumwanze, gewinnt an Bedeutung. Die Grüne Stinkwanze kann zur Plage und damit auch für Gartenbesitzer zum Schädling werden: Sie saugt an Gemüse und Obst, vor allem an Äpfeln, Birnen, Him- und Brombeeren, die danach muffig und bitter schmecken.

Aber manchmal hat man eben nur eine recht „geruchsneutrale“ Wanze einer anderen Familie wie zum Beispiel die Kiefernwanze vor sich, daher ist es hilfreich, die Arten unterscheiden zu können. Da man die Grüne Stinkwanze nicht zur Geruchsabgabe reizen sollte, wird das mit bloßem Auge schon etwas schwieriger. Denn sobald die Außentemperatur im Herbst unter zehn Grad Celsius sinkt, wechselt das Tier seine Farbe in Braun.

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Grüne Stinkwanze erkennen: Je nach Jahreszeit unterscheiden

Die Merkmale einer Grünen Stinkwanze sind laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) folgende:

  • Die Wanzen sind elf bis 14 Millimeter lang.
  • In den Sommermonaten leuchtend grüner Körper mit kleinen schwarzen Punkten; ausgewachsene Tiere haben eine braune Färbung der Hinterleibsspitze. Ab etwa Ende September braun bis bronzefarben.
  • Manche Tiere haben einen rosafarbenen Bauch.

10 Tierchen in der Wohnung, die wirklich harmlos sind – Silberfischchen bis Tausendfüßer

Eine Bernstein-Waldschabe (Ectobius vittiventris) auf einem Stein
Sieht aus wie eine Kakerlake, ist aber keine: Die harmlose Bernstein-Waldschabe ist im Gegensatz zum Schädling auch tagsüber aktiv. © blickwinkel/Imago
Eine Hauswinkelspinne auf einem aufgeschlagenen Buch
Hauswinkelspinnen sind zwar nützlich, aber in den eigenen vier Wänden kein gern gesehener Gast. © blickwinkel/Imago
Eine Gemeine Florfliege (Chrysoperla carnea) auf einem Blatt
Die Florfliege ist sogar ein Nützling: Nur etwa einen Zentimeter groß, aber eine Meisterin im Blattlausvertilgen. © imagebroker/Imago
Eine Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) auf Brombeere
Wespen sollte man sanft nach draußen geleiten – sie sind nur für Allergiker gefährlich © imagebroker/Imago
Ein Silberfischchen (Lepisma saccharina) auf Holz
Das Silberfischchen liebt hohe Luftfeuchtigkeit und huscht bei Licht betrachtet schnell weg. © blickwinkel/Imago
Ein Tausendfüßer auf einem Holzstück in der Nahaufnahme
Solange der Tausendfüßler nicht in Massen auftritt: Den Lästling einfach nach draußen kehren. © Panthermedia/Imago
Eine Grüne Stinkwanze (Palomena prasina), zwischen zwei Fingern
Wenn Stinkwanzen sich bedroht fühlen, geben sie einen fauligen Geruch ab. Darum nicht zerdrücken! © blickwinkel/Imago
Eine Gelbtafel mit Trauermücken
Trauermücken sind schädlich für Zimmerpflanzen, aber nicht für den Menschen. Gelbtafeln helfen am besten. © Panthermedia/Imago
Eine Menge Kellerasseln in Holzritze
Wenn so viele Kellerasseln herumwimmeln, ist dies ein Hinweis auf eine (zu) hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. © blickwinkel/Imago
Ein Gemeiner Ohrwurm (Forficula auricularia) auf einem Holzbrett
Ohrenkneifer oder Ohrwürmer sind für den Menschen vollkommen ungefährlich – sie krabbeln nachts auch nicht in die Ohren. © blickwinkel/Imago

Wer eine Stinkwanze enttarnt hat, sollte sie nicht töten, sondern am besten vorsichtig auf einem Papier nach draußen befördern.

Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

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