Stau-Chaos vermeiden

ADAC warnt: „Schlimmstes Stau-Wochenende“ der Sommerferien – Tipps, wie Sie besser durchkommen

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Am Wochenende droht auf den Autobahnen ein Chaos. Der ADAC warnt vor dem staureichsten Wochenende des Sommers. Wie Autofahrende das Stau-Chaos vermeiden können.

München – „Am kommenden Wochenende droht eines der staureichsten Wochenenden der Saison“, warnt der ADAC. Kein Wunder: Die Sommerferien starten in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und dem Norden der Niederlande, während die zweite Reisewelle aus Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein rollt. Fast alle Bundesländer sind also in den Sommerferien, auf vielen Strecken droht laut ADAC Stau-Chaos.

Doch Autoreisende können dem Verkehrs-Chaos auch schlau aus dem Weg fahren, rät der Automobilclub.

Am Wochenende droht den Autobahnen ein Stau-Chaos. Der ADAC gibt Tipps, wie Autofahrende das Stau-Chaos vermeiden können. (Symbolbild)

ADAC warnt vor „schlimmsten Stau-Wochenende“ zum Ferienbeginn – und gibt Tipps, wie Sie besser durchkommen

Mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg befindet sich ganz Deutschland ab dem nächsten Wochenende in den Sommerferien. Die Autobahnen in Deutschland werden zusätzlich durch Reisende aus Skandinavien und Kurzentschlossene stark frequentiert sein. Zusätzlich sind bereits viele Heimkehrer unterwegs. „Auf den wichtigsten Urlaubs-Autobahnen wird es abschnittsweise nur im Schritttempo vorangehen“, warnt der ADAC – gibt aber Tipps, wie Sie trotzdem gut durchkommen.

ADAC mit Stau-Warnung: Diesen Baustellen und Stau-Strecken sollten vermieden werden

Zahlreiche Baustellen erhöhen die Staugefahr in den Sommerferien 2023, so der ADAC. In den Bereichen um die Baustellen muss mit erheblich längeren Fahrzeiten gerechnet werden.

  • Kurzfristige Autobahnsperrungen:
  • A46 Düsseldorf Richtung Heinsberg zwischen Kapellen und Grevenbroich von Montag, 17. Juli, 19 Uhr, bis Freitag, 28. Juli, 5 Uhr
    A61 Mönchengladbach Richtung Koblenz zwischen Kreuz Kerpen und Türnich ab sofort bis Sonntag, 23. Juli, 24 Uhr
    A261 Eckverbindung Harburg, Hamburg-Südwest Richtung Buchholzer Dreieck, zwischen Dreieck Hamburg-Südwest und Tötensen von Sonntag, 23. Juli, 20 Uhr, bis Mittwoch, 2. August.
  • Längerfristige Autobahnsperrungen:
  • A44 Kassel Richtung Dortmund zwischen Dreieck Kassel-Süd und Kreuz Kassel-West bis 30. Januar 2024
    A45 Hagen Richtung Gießen zwischen Lüdenscheid-Nord und Raststätte Sauerland bis auf Weiteres
    A45 Gießen Richtung Hagen zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord bis auf Weiteres
    A49 Kassel Richtung Gießen zwischen Kreuz Kassel-West und Baunatal-Mitte bis 30. Januar 2024
    A59 Köln – Bonn in beiden Richtungen zwischen Dreieck Bonn-Nordost und Anschlussstelle Bonn-Vilich von Samstag, 24. Juni, bis Samstag, 5. August
    A94 München – Passau in beiden Richtungen zwischen Malching und Übergang Anschluss B12-Malching-Nord bis 30. September 2023
  • Bitte beachten Sie, dass Umleitungen ausgeschildert sind. Es sind kurzfristige Änderungen und weitere Sperrtermine möglich. Weitere Informationen zu den Autobahnbaustellen finden Sie bei der ADAC Verkehrsinfo.

Sommerferien: Staurekord droht – auf Alternativstrecken ausweichen, Stoßzeiten umfahren

Wer sich auf diese Strecken und zu den Stoßzeiten am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag auf den Weg machen will, sollte auf ruhigere Alternativrouten ausweichen, und idealerweise an Wochentage wie Dienstag bis Donnerstag ausweichen, so der ADAC.

Staugefahr: Auf deutschen Autobahnen gibt es aktuell mehr als 1400 Baustellen. Einige bleiben den ganzen Sommer lang.

ADAC rät: Abfahren und Spurwechel bei Stau lohnt sich nicht immer

Das Abfahren von der Autobahn bei Stau lohnt sich nicht immer, besonders nicht im Berufsverkehr, erklärt der ADAC. Dann seien auch Ausweichstrecken stark belastet. Nur bei Vollsperrungen wegen Unfällen sei das Ausweichen großräumig empfehlenswert. Navigationsgeräte mit Echtzeit-Verkehrsinformationen können hierbei hilfreich sein.

Und auch wenn man immer den Eindruck hat, auf der langsameren Fahrbahn unterwegs zu sein – Spurwechsel bei Stau bringen keine großen Vorteile, außer es gibt eine deutlich längere Lkw-Schlange auf der rechten Spur. Immerhin: Um etwas Entlastung zu bieten, gilt seit dem 1. Juli bis Ende August an Samstagen von 7 bis 20 Uhr ein Lkw-Ferienfahrverbot.

Stau-Chaos auf der Autobahn: Mit diesen Tipps kommen Sie besser an Ihr Urlaubsziel

  • Cleveres Timing: Fahren Sie „antizyklisch“, also außerhalb der Hauptverkehrszeiten wie in den Nachtstunden oder einige Tage nach Ferienbeginn, um die Wahrscheinlichkeit von Staus zu verringern.
  • Routen-Riecher: Entscheiden Sie klug, ob Sie einen Stau umfahren sollten. Nutzen Sie Ihr Navigationssystem und Ihren Verstand, um zu prüfen, ob alternative Strecken wirklich schneller sind. In manchen Fällen ist es besser, im Stau zu bleiben. Faustregel: Staus nur umfahren, wenn sie die Reisezeit laut Navi um mindestens 15 Minuten verlängern. Ansonsten „lieber rein in den Stau“, so Stauforscher Martin Treiber von der TU Dresden laut Spiegel.
  • Spur-Wechsel: Wenn Sie die Fahrbahn wechseln, wählen Sie den richtigen Zeitpunkt. Nach der Anfangsphase eines Staus bringt ein Wechsel oft nichts mehr, es sei denn, eine Spur wurde gesperrt oder ist weggefallen.
  • Fair bleiben: Vermeiden Sie verbotene Handlungen im Stau. Motorradfahrer dürfen nicht zwischen den Autos durchfahren, das Überholen auf dem Standstreifen ist untersagt, und wenn links Autos stehen, darf rechts nur mit maximal 20 km/h vorbeigefahren werden.
  • Mitdenken: Achten Sie darauf, dass sich der Verkehr schneller auflöst. Wenn Sie sich am Kopf der Stauschlange befinden, fahren Sie zügig durch Engstellen, damit alle anderen nachrücken können. Durch solch solidarisches Verhalten kann der Verkehrsfluss beschleunigt werden.

Bußgelder bis zu 280 Euro: ADAC warnt – Rettungsgasse bilden, wenn der Verkehr ins Stocken gerät

Der ADAC mahnt: „Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen“. Verstöße werden streng geahndet, mit Punkten in Flensburg, Fahrverboten und Bußgeldern von bis zu 280 Euro. In Italien, Österreich und Kroatien droht bei Verkehrsverstößen sogar die Beschlagnahmung des Autos.

ADAC-Tipp: Wer selber Staus meldet, hilft allen Autofahrern

Wer proaktiv mithelfen möchte, dass alle Autofahrenden schneller und genauer über Staus informiert werden, und der Verkehr optimal fließt, kann das mit Staumeldungen über den ADAC StauScanner, der als Funktion in der ADAC Spritpreis-App verfügbar ist, tun.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Joeran Steinsiek

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