Stau-Chaos auf der Autobahn

Ferienbeginn in 14 Bundesländern: Auf diesen Autobahnen müssen Sie mit Staus rechnen

  • schließen

Ab Freitag sind 14 Bundesländer in den Sommerferien. Der ADAC warnt vor einem „der staureichsten Wochenenden der Saison“– und rät, bestimmte Strecken besser zu meiden.

München – Der ADAC warnt vor dem „schlimmsten Stau-Wochenende“ und rät dazu, dem Stau aus dem Weg zu fahren. Die Sommerferien starten in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und dem Norden der Niederlande, während die zweite Reisewelle aus Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zu erwarten ist und dazu kommt. Der ADAC nennt die Strecken, auf denen es besonders kritisch wird.

Ab Freitag sind 14 Bundesländer in den Sommerferien. Der ADAC warnt vor einem „der staureichsten Wochenenden der Saison“– und rät, bestimmte Strecken besser zu meiden. (Symbolbild)

Ausgerechnet zu den Sommerferien: Durch Baustellen-Rekordzahl droht auch Stau-Rekord

Wie der Automobilclub meldet, gibt es aktuell in Deutschland 1438 Autobahn-Baustellen, so viele wie lange nicht. Durch einige davon müssen sich Autofahrer bereits seit Jahren quälen. Denn in den Bereichen um die Baustellen muss man oftmals mit erheblich längeren Fahrzeiten rechnen. Einige Baustellen ziehen sogar Vollsperrungen nach sich:

  • Kurzzeitige Autobahnsperrungen:
  • A46 Düsseldorf Richtung Heinsberg zwischen Kapellen und Grevenbroich von Montag, 17. Juli, 19 Uhr, bis Freitag, 28. Juli, 5 Uhr
    A61 Mönchengladbach Richtung Koblenz zwischen Kreuz Kerpen und Türnich ab sofort bis Sonntag, 23. Juli, 24 Uhr
    A261 Eckverbindung Harburg, Hamburg-Südwest Richtung Buchholzer Dreieck, zwischen Dreieck Hamburg-Südwest und Tötensen von Sonntag, 23. Juli, 20 Uhr, bis Mittwoch, 2. August.
  • Längerfristige Autobahnsperrungen:
  • A44 Kassel Richtung Dortmund zwischen Dreieck Kassel-Süd und Kreuz Kassel-West bis 30. Januar 2024
    A45 Hagen Richtung Gießen zwischen Lüdenscheid-Nord und Raststätte Sauerland bis auf Weiteres
    A45 Gießen Richtung Hagen zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord bis auf Weiteres
    A49 Kassel Richtung Gießen zwischen Kreuz Kassel-West und Baunatal-Mitte bis 30. Januar 2024
    A59 Köln – Bonn in beiden Richtungen zwischen Dreieck Bonn-Nordost und Anschlussstelle Bonn-Vilich von Samstag, 24. Juni, bis Samstag, 5. August
    A94 München – Passau in beiden Richtungen zwischen Malching und Übergang Anschluss B12-Malching-Nord bis 30. September 2023
  • Umleitungen sind ausgeschildert. Es sind kurzfristige Änderungen und weitere Sperrtermine möglich. Weitere Informationen zu den Autobahnbaustellen finden Sie bei der ADAC Verkehrsinfo.

Ferienbeginn in 14 Bundesländern: Am Wochenende droht laut ADAC auf diesen Strecken Stau

Die meisten Reisenden dürften auf dem Weg in den Urlaub also in lange Staus geraten. Verkehrs-Experten des ADAC befürchten, dass die Situation sogar schlimmer sein wird als im Vorjahr. Sie raten, bestimmte Strecken und Wochenenden zu meiden.

Stau-Gefahr: Auf deutschen Autobahnen gibt es aktuell mehr als 1400 Baustellen. Einige bleiben den ganzen Sommer lang.

Stau-Warnung des ADAC: Lange Staus auf vielen Strecken zum Beginn der Sommerferien 2023

Im Jahr 2022 wurden während der Sommerferien bundesweit 38.351 Staus gemeldet, berichtet der Automobilclub. Und ergänzt: „Schon an Ostern und Pfingsten war sehr viel mehr los auf den Straßen als 2022 oder davor“. Das ließe für Reisende in den Sommerferien Schlimmes befürchten. Vor allem fünf Strecken seien den Hauptreisezeiten seit Jahren besonders stark belastet und machten in der Regel mehr als zwei Drittel aller Staus in Deutschland aus.

Diese Strecken sollten Sie meiden – ADAC warnt vor den schlimmsten Stau-Strecken

  • A1 Lübeck – Hamburg – Bremen – Köln
  • A3 Oberhausen – Frankfurt – Nürnberg
  • A7 Flensburg – Hamburg – Würzburg – Füssen
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 Berlin – Nürnberg – München
  • Quelle: ADAC

Sommerferien: Hier droht am nächsten Wochenende den Autobahnen ein Stau-Chaos

Laut ADAC werden am nächsten Wochenende folgende Routen in beiden Richtungen am stärksten belastet sein:

  • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
    Großräume Hamburg und Berlin
    A1 Bremen – Hamburg – Lübeck
    A3 Frankfurt – Nürnberg – Passau
    A5 Hattenbacher Dreieck – Karlsruhe – Basel
    A7 Hamburg – Flensburg
    A7 Hamburg – Hannover und Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
    A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
    A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
    A10 Berliner Ring
    A11 Berlin – Dreieck Uckermark
    A19 Dreieck Wittstock – Rostock
    A24 Berlin – Hamburg
    A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
    A93 Inntaldreieck – Kufstein
    A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen
    A99 Umfahrung München

ADAC erwartet Stau-Chaos auf Autobahnen – auch Ausweichstrecken stark belastet

Das Abfahren von der Autobahn bei Stau lohnt sich nicht immer, besonders nicht im Berufsverkehr, erklärt der ADAC. Dann seien auch Ausweichstrecken stark belastet. Nur bei Vollsperrungen wegen Unfällen sei das Ausweichen großräumig empfehlenswert. Navigationsgeräte mit Echtzeit-Verkehrsinformationen können hierbei hilfreich sein.

Wichtig im Stau auf der Autobahn: Rettungsgasse schon bilden, wenn der Verkehr stockt

Viele Autofahrer wissen es (noch) nicht: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr ins Stocken gerät, und nicht erst, wenn Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen. Verstöße werden hoch geahndet – mit Punkten in Flensburg, Fahrverbot und bis zu 280 Euro Bußgeld. In anderen Ländern wird noch härter durchgegriffen: In Italien, Österreich und Kroatien wird sogar das Autos beschlagnahmt.

So funktioniert die Rettungsgasse: Wenn Sie auf dem linken Fahrstreifen fahren, weichen Sie nach links aus, während die Autofahrer auf den anderen Fahrstreifen nach rechts fahren. In engen Baustellenbereichen mit schmaleren Fahrspuren kann es schwierig sein, die Rettungsgasse korrekt zu bilden. In diesem Fall wird empfohlen, mit ausreichendem Abstand versetzt zu fahren. Dadurch können Autofahrer im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte freimachen.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

Kommentare