Es geht nicht um das Tempo

Rätselhaftes Panzer-Verkehrsschild vor Brücken: Das bedeutet es wirklich

  • schließen

Häufig sehen Autofahrer in Deutschland vor Brücken am Straßenrand ein gelbes Schild mit einem Panzer darauf. Doch was bedeutet das?

Wer auf den Straßen Deutschlands unterwegs ist, wird sie kennen: vor Brücken stehen häufig gelbe Schilder, auf denen ein Panzer und verschiedene Ziffern abgebildet sind. Wer denkt, dass die Zahlen etwas mit einer Richtgeschwindigkeit für Panzerfahrzeuge zu tun hat, der irrt jedoch. Die Schilder werden laut dem TÜV Nord offiziell MLC-Schilder genannt, das englische Kürzel steht dabei für Military Load Classification. Ihre Bedeutung kennen viele nicht, genauso wie bei einigen weiteren Verkehrszeichen.

Schilder haben ihren Ursprung im Kalten Krieg

An vielen Brücken in Westdeutschland ist dieses Verkehrssymbol zu sehen – was bedeutet es?

Um den Ursprung der Schilder zu erläutern, muss im Geschichtsbuch einige Seiten zurückgeblättert werden, denn die gelben Anzeigen wurden im Kalten Krieg entlang militärisch relevanter Straßen aufgestellt. Sie geben an, mit welchem maximalen Gesamtgewicht Militärfahrzeuge die Brücke passieren dürfen. An der MLC-Zahl über dem doppelten und dem einzelnen Pfeil ist erkennbar, mit welchem Gewicht die Überquerung aus beiden Richtungen beziehungsweise nur einseitig befahren werden darf.

Wenn vor einer Brücke ein Schild mit der Zahl 50 über einem doppelten Pfeil, der auch auf anderen Verkehrszeichen abgebildet ist, steht, darf ein moderner Leopard-Panzer mit einer MLC von 60 oder 70 aus Sicherheitsgründen nicht bei Gegenverkehr über eine Brücke rollen. Steht jedoch die Zahl 100 über einem einzelnen Pfeil, darf der Leopard-Panzer ohne Gegenverkehr die Brücke passieren. Blickt man hingegen beispielsweise auf den leichten Spähpanzer „Luchs“, der eine MLC von 19 aufweist, entsteht eine andere Situation. Dieser nämlich darf eine Brücke mit einem 50/100-Schild jederzeit passieren.

Lieblingsautos der Deutschen in 2023: An Volkswagen führt kein Weg vorbei

Der Škoda Octavia RS als Limousine und Combi.
Platz 10 – Škoda Octavia: Der Kompaktwagen der Tschechen ist neu in den Top-10 und zeitgleich der erste Vertreter der Volkswagen Gruppe. Insgesamt wurde der Octavia vierten Generation 2023 41.819 Mal verkauft. Im Frühjahr 2024 erhält das 2019 vorgestellte Fahrzeug von Škoda ein Update. © Škoda
Mercedes-AMG C 63 S E PERFORMANCE als Coupe und T-Modell.
Platz 9 – Mercedes-Benz C-Klasse: Ebenfalls neu dabei ist die C-Klasse von Mercedes-Benz. Die fünfte Generation des Bestsellera aus Stuttgart kam 2021 auf den Markt. 2023 setzte Mercedes-Benz 44.257 Fahrzeuge ab. © Mercedes-Benz AG
Tesla Model Y.
Platz 8 – Tesla Model Y: Weltweit ist das Elektroauto aus den USA eines der am meist vekauftesten Autos überhaupt. Auch in Deutschland ist das SUV sehr beleibt. Tesla verkaufte in 2023 45.818 Exemplare. Im Vergleich zu 2022 verbesserte sich das Model Y um drei Positionen. © Roland Weihrauch/dpa
Mini Cooper
Platz 7 – Mini Cooper: Das Kultauto der BMW-Tochter kommt auch bei den Deutschen gut an – auch als Stromer. Allerdings nicht mehr so gut, wie noch 2022. Mit 45.938 Neuzulassungen rutscht der Mini im Ranking auf Platz sieben. © Bernhard Filser/BMW Group
Fiat 500 vor rotem Hintergrund.
Platz 6 – Fiat 500: Klein, aber oho. Die Knutschkugel aus Italien lässt auch hierzulande die Herzen schmelzen. 2023 verkaufte sich der Fiat 500 ganze 47.166-mal. © Max Sarotto/Stellantis
VW Passat
Platz 5 – VW Passat: Wer viel Platz sucht, der kommt kaum um den Allrounder aus Wolfsburg herum. Das zeigt sich auch bei den Verkaufszahlen: 47,494 Abnehmer fand der VW Passat. Seit 1973 leistet der Passat nicht nur Familien treue Dienste. 2023 ging die inzwischen neunte Generation an den Start, die es nur noch als Kombi gibt. © Volkswagen
Opel Corsa
Platz 4 – Opel Corsa: Mit 53.669 Exemplaren erfreut sich der Kleinwagen aus Rüsselsheim großer Beliebtheit. Fürs Podium reicht es aber leider nicht. Dennoch konnte sich der Opel Corsa um einen Platz verbessern. © Stellantis
VW Tiguan
Platz 3 – VW Tiguan: Der erste Podiumsplatz geht nach Wolfsburg. Der Tiguan verkaufte sich in 2023 63.958-mal. Besonders beliebt war der SUV bei Unternehmen, auf die drei Viertel der Zulassungen entfielen. © Volkswagen
VW T-Roc.
Platz 2 – VW T-Roc: Noch beliebter als der Tiguan war der T-Roc. VW verkaufte von dem Mini-SUV insgesamt 68.678 Exemplare. Das sind 17 Prozent mehr als 2022. Entsprechend verbesserte sich der T-Roc auf Platz zwei. © Uli Sonntag/VW
VW Golf
Platz 1 – VW Golf: Es kann nur einen geben! Und das ist – wie sollte es auch anders sein – der VW Golf. Der Dauerbrenner aus Wolfsburg war auch 2023 wieder das Lieblingsauto der Deutschen. 81.117 Fahrzeuge setzte Volkswagen ab. Vier Prozent weniger als noch 2022. Aber auch hier steht bekanntlich 2024 ein Facelift ins Haus. © Ingo Barenschee/Volkswagen

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie im kostenlosen Newsletter von unserem Partner 24auto.de

Die gelben Schilder verschwinden jedoch nach und nach von den deutschen Straßen. Seit Jahren werden sie sukzessive abgebaut. In Ost-Deutschland ist dies gar nicht erforderlich, dort hat es nämlich laut Focus überhaupt nie welche gegeben.

Rubriklistenbild: © Olaf Döring/IMAGO

Kommentare