Verhalten vieler Vierbeiner

Hund dreht sich vorm Schlafen im Kreis? Was es mit diesem seltsamen Verhalten auf sich hat

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Manche Vierbeiner drehen sich ein paar Mal um die eigene Achse, bevor sie sich in ihr Hundebett oder Körbchen legen. Ist dieses Verhalten bei Hunden normal?

Viele Hunde haben eine typische Angewohnheit: Bevor sie sich hinlegen, drehen sie sich erst ein paar Mal im Kreis und laufen also um die eigene Achse. Erst danach lassen sie sich auf ihrer Schlafdecke oder in ihrem Hundekorb für ein Nickerchen nieder. Hundekennern zufolge ist so ein Verhalten in der Regel recht normal, wenn es im Zusammenhang mit dem Hinlegen geschieht.

Warum sich viele Hunde drehen, bevor sie sich hinlegen

Das Wissensmagazin Galileo erklärt die Hintergründe: Dass Hunde sich im Kreis drehen, bevor sie sich in ihr Körbchen oder Hundebett legen, sei ein Verhalten „aus alten Zeiten“, als Hunde noch in der Wildnis lebten und sich selbst um ihren Schlafplatz kümmern mussten, heißt es in dem Online-Beitrag. Um für sich und ihre Welpen einen bequemen Schlafplatz zu schaffen, hätten die Hunde hohes Gras oder Unterholz „kreisförmig“ niedergetreten. Aber auch das Territorialverhalten spielt dabei eine Rolle: Mit dieser Gäste hätten die Hunde anderen Hunden das Zeichen gegeben, dass dieser Platz bereits besetzt sei. Als die Hunde noch in der Wildnis lebten, diente der Rundlauf zudem der Sicherheit, die Hunde hätten in alle Richtungen geschnuppert, ob Gefahr drohe.

Wollen sich Hunde hinlegen, laufen viele von ihnen typischerweise zuerst einen Kreis. (Symbolbild)

Hunde drehen sich im Kreis, bevor sie ihr Geschäft erledigen

Nicht nur vor dem Hinlegen, sondern auch in anderen Situationen beobachtet man die Geste allerdings manchmal beim eigenen Vierbeiner oder bei anderen Hunden. So drehen sich viele Hunde klassischerweise auch im Kreis, bevor sie ihr Geschäft erledigen. „Das ist genau wie das Im-Kreis-Laufen vor dem Hinlegen ein angeborenes Verhalten und dient der Absicherung des Geländes, zusätzlich aber auch zur Markierung“, erklärt galileo.tv. So haben Hunde an den Pfoten Drüsen, die Duftstoffe absondern.

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Hundesprache verstehen: So signalisieren Hunde ihre Liebe – Schlafplatz und Ablecken

Rastet ihr Hund vor lauter Freude sprichwörtlich aus, wenn er Sie sieht? Dann ist das ein Zeichen dafür, dass er sich unglaublich freut Sie wiederzusehen. Auch Hochspringen, Schwanzwedeln, Fiepen, Bellen und Lecken spricht für wahre Liebe und Freude darüber, dass Sie wieder da sind. (Symbolbild)
Rastet ihr Hund vor lauter Freude sprichwörtlich aus, wenn er Sie sieht? Dann ist das ein Zeichen dafür, dass er sich unglaublich freut Sie wiederzusehen. Auch Hochspringen, Schwanzwedeln, Fiepen, Bellen und Lecken spricht für wahre Liebe und Freude darüber, dass Sie wieder da sind. (Symbolbild) © Rene Traut/Imago
Nicht nur bei der Begrüßung ist Ablecken ein Liebesbeweis. Meist will er auch zwischendurch damit seine Zuneigung zum Ausdruck bringen. Doch nicht nur seine Liebe zeigt er damit, Ihr Vierbeiner möchte Sie so auch pflegen. Das Ablecken erfahren Hunde bereits im Welpenalter von ihrer Mutter aus genau denselben Gründen. (Symbolbild)
Nicht nur bei der Begrüßung ist Ablecken ein Liebesbeweis. Meist will er auch zwischendurch damit seine Zuneigung zum Ausdruck bringen. Doch nicht nur seine Liebe zeigt er damit, Ihr Vierbeiner möchte Sie so auch pflegen. Das Ablecken erfahren Hunde bereits im Welpenalter aus genau denselben Gründen von ihrer Mutter. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Nahen Körperkontakt möchten Hunde nur mit denen, die sie wirklich mögen. Kuschelt sich ihr Hund also gerne an Sie, ist das ein Liebesbeweis. (Symbolbild)
Nahen Körperkontakt möchten Hunde nur mit denen, die sie wirklich mögen. Kuschelt sich ihr Hund also gerne an Sie, ist das ein Liebesbeweis. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Hunde, die sich an ihre Besitzer lehnen, lieben ihren Menschen. Die Geste zeugt von Vertrauen. Macht er dies auch in beängstigenden Situationen, fühlt sich ihr Vierbeiner bei ihnen sicher. (Symbolbild)
Hunde, die sich an ihre Besitzer lehnen, lieben ihren Menschen. Die Geste zeugt von Vertrauen. Macht er dies auch in beängstigenden Situationen, fühlt sich ihr Vierbeiner bei ihnen sicher. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Bringt Ihr Hund Ihnen sein Lieblingsspielzeug? Wenn ja, schätzen Sie sich glücklich. Denn das teilt er gewiss nur mit denen, die er wirklich mag. Der ganz besondere Liebesbeweis ist es, wenn er es Ihnen sogar ohne Spielaufforderung gibt und präsentiert. (Symbolbild)
Bringt Ihr Hund Ihnen sein Lieblingsspielzeug? Wenn ja, schätzen Sie sich glücklich. Denn das teilt er gewiss nur mit denen, die er wirklich mag. Der ganz besondere Liebesbeweis ist es, wenn er es Ihnen sogar ohne Spielaufforderung gibt und präsentiert. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Kommt ihr Hund auf Sie zu, wenn Sie traurig sind? Mit seinen feinen Instinkten spürt er Ihre schlechte Stimmung meist sofort und möchte Ihnen helfen. Einen größeren Liebesbeweis kann es vermutlich gar nicht geben. (Symbolbild)
Kommt ihr Hund auf Sie zu, wenn Sie traurig sind, gibt es kaum einen größeren Liebesbeweis. Mit seinen feinen Instinkten spürt er Ihre schlechte Stimmung meist sofort und möchte Ihnen helfen. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
Hat ihr Hund Angst und sucht bei Ihnen Schutz schaut er meist nach oben, um zu sehen, wie Sie reagieren. Überwiegend macht ein Hund das aber nur, wenn er weiß, dass Sie solche Situationen im Griff haben. Ein riesengroßer Vertrauensbeweis, Ihnen gegenüber. (Symbolbild)
Hat ihr Hund Angst und sucht bei Ihnen Schutz schaut er meist nach oben, um zu sehen, wie Sie reagieren. Überwiegend macht ein Hund das aber nur, wenn er weiß, dass Sie solche Situationen im Griff haben. Ein riesengroßer Vertrauensbeweis, Ihnen gegenüber. (Symbolbild) © Frank Sorge/Imago
Die Zuneigung des Hundes, zeigt sich auch darin, dass er gern in Ihrer Nähe schläft. Und wer nicht unbedingt das Bett mit dem Vierbeiner teilen möchte, kann ihm ein Körbchen in die Nähe stellen. So machen Sie ihren Vierbeiner mit Sicherheit glücklich. (Symbolbild)
Die Zuneigung Ihres Hundes, zeigt sich auch darin, dass er gern in Ihrer Nähe schläft. Und wer nicht unbedingt das Bett mit dem Vierbeiner teilen möchte, kann ihm ein Körbchen in die Nähe stellen. So machen Sie ihren Vierbeiner mit Sicherheit glücklich. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Verhalten könnte auch ein Zeichen von Stress oder Langeweile sein

Wenn der Hund sich aufgeregt im Kreis dreht, könnte dieses Verhalten allerdings auch ein Zeichen von Stress sein. Oder es handelt sich dabei – ähnlich, wie wenn manche Hunde ihrem eigenen Schwanz hinterherjagen –, um eine Art Übersprungshandlung, weil ihnen eigentlich langweilig ist. In beiden Fällen sollten Halter dieses Zeichen ernst nehmen und ihren gestressten oder überdrehten Hund beruhigen beziehungsweise den gelangweilten Vierbeiner zum Beispiel mit Suchspielen beschäftigen und fördern.

Manchmal ist der (junge, verspielte) Hund auch einfach nur gerade etwas übermütig. Doch in manchen Fällen steckt mehr dahinter. Sollte der Hund das auffällige Verhalten nicht ablegen, sollten Sie daher einen Fachmann fragen. Denn nur ein Tierarzt kann körperliche Ursachen ausschließen. So könnte der Hund zum Beispiel Schmerzen haben, oder vielleicht Flöhe oder Milben und sich wegen des Juckreizes wie wild im Kreis drehen. Ein Hundetrainer wiederum kann gemeinsam mit Ihnen herausfinden, ob der Hund womöglich psychisch belastet ist und wie man dem Tier gemeinsam helfen kann.

Rubriklistenbild: © Bea Vera/Addictive Stock/Imago

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