Viele mögliche Ursachen

Leckt Ihr Hund ständig an den Pfoten? Dann sollten Sie schnell handeln

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Schmerzt die Pfote Ihres Hundes, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Hier wird eine Wunde mit Harzsalbe behandelt. (Symbolbild)
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Hinter dem auffälligen Verhalten Ihres Vierbeiners könnten gesundheitliche Ursachen stecken. Doch es gibt noch andere Gründe, erklären Experten.

Dass Hunde ab und zu an den Pfoten lecken, ist nichts Schlimmes. Es kann Teil der täglichen Körperpflege sein, oder die Pfote juckt gerade und der Speichel kann den Juckreiz lindern. Wenn Ihr Hund es damit jedoch übertreibt, sollten Sie achtsam sein. Tut er das auffällig oft oder ist gar über einen längeren Zeitraum damit beschäftigt, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Denn nur er kann abklären, ob es sich um eine medizinische Ursache handelt. Tierärzte könnte beispielsweise folgende Ursachen feststellen:

Leckt Ihr Hund ständig an den Pfoten? Mögliche gesundheitliche Ursachen

  • Die Krallen des Hundes sind zu lang. Aufgepasst: Schlimmstenfalls kann sich die Krallenspitze in die Ballen bohren.
  • Das Tier leidet unter einer Schnittverletzung in der Pfote. Schon kleinste Splitter können eine solche Verletzung verursachen. Wichtig ist, dass die Wunde gereinigt und entsprechend versorgt wird.
  • Auch eine Zecke könnte die Ursache für das ständige Lecken sein. Oder es sind nur kleine Haarlinge, die zu Irritationen zwischen den Pfoten sorgen.
  • Allergien, Pilzbefall oder eine andere Hauterkrankung könnten ebenfalls der Grund für Juckreiz an den Pfoten sein.

Owtscharka oder Otterhund: Zehn Hunderassen, die fast niemand kennt

Der elegante Azawakh war lange Zeit treuer Gefährte der Tuareg und jagte in der südlichen Sahara Antilopen und Gazellen.
Der elegante Azawakh war lange Zeit treuer Gefährte der Tuareg und jagte in der südlichen Sahara Antilopen und Gazellen. Nach Europa kam der sensible Windhund in den 70er Jahren. Anfangs gilt er als etwas scheu, hat er sich an seine Familie gewöhnt, ist er sehr loyal und anhänglich. Er benötigt eine ruhige und gelassene Familie. (Symbolbild) © Ardea/Imago
Der imposante Kaukasische Owtscharka Bärenhund mag zwar hübsch und flauschig aussehen, er hat es jedoch faustdick hinter den Ohren.
Der imposante Kaukasische Owtscharka mag zwar hübsch und flauschig aussehen, er hat es jedoch faustdick hinter den Ohren. Als Herdenschutzhund ist er zuständig für die Bewachung von Haus und Hof und ist gewohnt auch das Vieh tagelang bei Wind und Wetter vor Wölfen oder Bären zu beschützen. Nur was für erfahrende Spezialisten. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Der energievolle Mudi stammt aus Ungarn und ist ein mittelgroßer Hütehund.
Der energievolle Mudi stammt aus Ungarn und ist ein mittelgroßer Hütehund. Er wird als Arbeitshund eingesetzt, hütet das Vieh oder kümmert sich um Ratten und Mäuse. Durch sein freundliches und liebevolles Wesen gilt er auch als Familienhund. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Der Xoloitzcuintle ist eine uralte mexikanische Hunderasse und auch unter dem Namen Mexikanischer Nackthund bekannt.
Der Xoloitzcuintle ist eine uralte mexikanische Hunderasse und auch unter dem Namen Mexikanischer Nackthund bekannt. Die goldige Fledermaus wurde als Hund der Götter verehrt und gilt als treuer Begleiter. Heutzutage, ist die Rasse jedoch umstritten, da sie als sogenannte Qualzucht gilt. (Symbolbild) © Nature Picture Library/Imago
Der mittelgroße Norwegische Lundehund erinnert ein klein wenig an einen Fuchs und ist ein genialer Jäger mit besonderer Anatomie.
Der mittelgroße Norwegische Lundehund erinnert ein klein wenig an einen Fuchs und ist ein genialer Jäger mit besonderer Anatomie. Er wurde für die Jagd auf Papageientaucher gezüchtet, die in Erdhöhlen brüten. Seine Schultergelenke sind beweglicher als bei anderen Hunden, er kann die Vorderbeine um 90° zur Seite drehen. Er gilt als kleiner Dickkopf, mit Konsequenz und Geduld lässt er sich jedoch gut erziehen. (Symbolbild) © Anka Agency International/Imago
Der Fila Brasileiro ist ein südamerikanischer Jagdhund auf Großwild und wird oft auch als Brasilianischer Mastiff bezeichnet.
Der Fila Brasileiro ist ein südamerikanischer Jagdhund auf Großwild und wird oft auch als Brasilianischer Mastiff bezeichnet. Er verfügt über ein sehr schnelles Reaktionsvermögen und wird als Wachhund, Viehtreiber und Beschützer eingesetzt. Die selbstbewussten und mutigen Hunden sind territorial veranlagt und nichts für Anfänger. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Der Otterhund ist ein hervorragender Jäger im kühlen Nass. In Frankreich gezüchtet wurde er für vor allem für die Jagd auf Fischotter eingesetzt.
Der Otterhund ist ein hervorragender Jäger im kühlen Nass. In Frankreich gezüchtet wurde er für vor allem für die Jagd auf Fischotter eingesetzt. Er verfügt über eine brillante Nase und besitzt Schwimmhäute zwischen den Zehen. Aufgrund seiner liebenswürdigen und neugierigen Art gilt er auch als Familienhund. Er zählt zu den seltensten Hunderassen der Welt. (Symbolbild) © Reiner Bernhardt/Imago
Der Louisiana Catahoula Leopard Dog stammt ursprünglich aus Louisiana und ist ein richtiger Arbeitshund.
Der große und kraftvolle Louisiana Catahoula Leopard Dog stammt ursprünglich aus den Südstaaten der USA und ist ein richtiger Arbeitshund. Er hilft beim Treiben von Rindern, zudem liebt er die Jagd und leistet wertvolle Dienste bei der Fährtensuche. Er gilt als äußerst mutig, zudem hat er gelernt, selbständig zu denken. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Der imposante Thai Ridgeback ist ein mittelgroßer Hund aus Thailand und besticht durch seine drahtige und muskulöse Erscheinung.
Der imposante Thai Ridgeback ist ein mittelgroßer Hund aus Thailand und besticht durch seine drahtige und muskulöse Erscheinung. Wie der afrikanische Rhodesian Ridgeback hat er den sogenannten „Ridge“ geerbt. Ein breiter Haarstrich am Rücken, der in entgegengesetzter Richtung verläuft. © imagebroker/Imago
Der Sloughi leistet als Jagdbegleiter der Beduinen Nordafrikas seit Jahrhunderten treue Dienste.
Der Sloughi leistet als Jagdbegleiter der Beduinen Nordafrikas seit Jahrhunderten treue Dienste. Der sensible und feinfühlige arabische Windhund benötigt viel Auslauf und Bewegung und ist eher für sportliche Menschen geeignet. (Symbolbild) © agefotostock/Imago

Leckt Ihr Hund ständig an den Pfoten? Auch psychologische Gründe könnten dahinter stecken

Das exzessive Lecken an den Pfoten könnte allerdings auch psychische Ursachen haben: Bei manchen Hunden ist es ein Zeichen von Langeweile, Trennungsangst oder Überforderung, etwa weil sich das Tier nach einem Umzug der Umgebung neu anpassen muss. Ähnlich wie das Phänomen, vor allem bei jungen Hunden, dass sie ihrem Schwanz hinterherjagen, kann es auf eine Art der Stresskompensation hindeuten. Solche Zeichen sollten Sie ernst nehmen, damit sich das Verhalten auf keinen Fall verfestigt.

Leckt Ihr Hund ständig an den Pfoten? Hundehalter sollten besonders achtsam sein

Umso wichtiger ist es, dass Hundebesitzer auf Verhaltensauffälligkeiten des Tieres angemessen reagieren. Das gilt zum Beispiel auch beim Schwanz-Jagen. Man solle, wie es in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zum Thema heißt, nicht etwa „Nein! oder „Lass das“ rufen; Tierarzt und Tierverhaltenstherapeut Ronald Lindner rät dem Bericht zufolge stattdessen zum Entzug von angenehmen Dingen: „Am besten den Hund ignorieren und den Raum verlassen“, empfiehlt er dem Bericht zufolge. Kommt er hinterher, könnte man ihn „Sitz“ machen lassen und dafür belohnen – dadurch werde das andere Verhalten vergessen.

Ist das Verhalten gar ungewollt verstärkt worden? Auch Hundeverhaltenstrainerin Alexandra Wischall-Wagner kommt in dem dpa-Bericht zu Wort. Die Psychologin warne: „Es ist ganz extrem wichtig, dass der Mensch das unterbricht. Sonst kippt der Hund irgendwann in sein Suchtverhalten und kann es nicht mehr stoppen.“ Ganz gleich, ob es sich um exzessives Graben handele oder Pfotenknabbern, bis es blute, so heißt es weiter in dem Bericht: Statt zu schimpfen oder zu bestrafen, sollte man ihn „liebevoll herausholen“ aus diesem Wahn und ihn beruhigen.

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