VonSophie Klußschließen
Zuckt oder zittert Ihre Katze im Schlaf, ist das zunächst kein Grund zur Sorge. Was die Bewegungen im Schlummermodus zu bedeuten haben, erfahren Sie hier.
Die friedlich schlummernde Katze zu beobachten, ist für viele Katzenbesitzer eines der schönsten Dinge am Dasein als Haustierbesitzer. Denn je wohler sich die Katze in ihrem Zuhause fühlt, desto tiefer schläft sie. Erwachsene Hauskatzen mittleren Alters verbringen 12 bis 16 Stunden ihres Tages mit Schlafen, den Rest der Zeit gehen die Stubentiger auf Erkundungstour durch Garten oder Wohnung. Dann toben die Tiere fröhlich durch ihr Revier und nehmen alles unter die Lupe, was nicht bei Drei auf dem Baum ist. An ihrem Schlafplatz erholen sich Katzen schließlich von ihren Aktivitäten und sammeln Kraft für neue Abenteuer. Wenn die Samtpfoten im Schlaf jedoch zucken oder zittern, bereitet das so manchem Katzenbesitzer Kopfzerbrechen. Doch was bedeuten die unkontrollierten Bewegungen eigentlich?
Was dahinter steckt, wenn die Katze im Schlaf zuckt
Auch bei Katzen erholt sich im Schlaf das Gehirn. Tiefschlafphasen wechseln sich mit leichten Schlafphasen ab. Die meiste Zeit verbringen sie jedoch in einer Art Halbschlaf. Welche fünf Tipps bei nachtaktiven Stubentigern hilfreich sind, lesen Sie hier.
Im sogenannten REM-Schlaf, der zum Tiefschlaf gehört, kann es vorkommen, dass Katzen genau wie Menschen träumen. Solche Tiefschlafphasen erkennt man daran, dass die Katze ihre Augen hinter den geschlossenen Lidern schnell hin und her bewegt.
In dieser Schlafphase kommt es auch vor, dass die Stubentiger zucken oder zittern. Das kann laut SantéVet, einem Spezialisten für Tierkrankenversicherungen, auch Schwanz, Pfote oder Schnurrhaare der Katze betreffen. Die mitunter hilflos wirkenden Bewegungen bedeuten also nur, dass Ihr Liebling wahrscheinlich gerade träumt und damit die Erlebnisse seines Tages verarbeitet. Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass Katzen im Traum auf Mäusejagd gehen, spielen oder Fellpflege betreiben. Laut SantéVet kann es sogar sein, dass Katzen im Schlaf schmatzen oder leise miauen.
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Wussten Sie, dass …
… nicht nur wir Menschen, sondern alle Säugetiere und Wirbeltiere, beispielsweise auch Vögel und Krokodile, träumen können? Im Traum werden dann die Erlebnisse und Gefühle des Tages verarbeitet. Das berichtet die Kinderuni am Heidengraben unter Bezugnahme auf Prof. Dr. Gunther Klosinski i.R. vom Lehrstuhl für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uni Tübingen.
Sollte man im Schlaf zuckende Katzen wecken?
Auch wenn das unkontrollierte und teils heftige Zucken bisweilen Mitleid erregen kann und es so wirkt, als hätte die Katze gerade einen Alptraum – wecken sollten Sie Ihren Stubentiger deshalb nicht. Denn Katzen können je nach Art des Traumes, den sie gerade durchleben, aggressiv reagieren oder sich stark erschrecken. Für Katzenbesitzer heißt das: Selbst wenn Ihr Tier im Schlaf die wildesten Bewegungen macht, sollten Sie es unbedingt schlafen lassen. Schließlich wird womöglich gerade die spannende Jagd erneut durchlebt und Ihre Katze genießt den Traum sogar. Lassen Sie sie also schlafen und Kraft tanken für neue Abenteuer, zu denen sie im Traum wieder zurückkehren kann.
Übrigens: Da Kitten viele neue Eindrücke und Erlebnisse verarbeiten müssen, träumen die Babykätzchen bisweilen intensiver. Aber auch hier gilt: Lassen Sie das Tigerchen schlafen. Das Gehirn benötigt die Regeneration dringend.
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Zucken im Schlaf: Wann es zum gesundheitlichen Problem wird
Solange Ihre Katze nur im Schlaf zuckt, das Zucken nur kurz andauert und sie dabei verschiedene Körperteile einsetzt, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Erst wenn eine Zuckung nicht mehr aufhört, immer dieselbe Körperstelle betroffen ist und diese womöglich auch im wachen Zustand zuckt, sollten Sie zur Abklärung einen Tierarzt aufsuchen. Wird aus dem Zucken ein Krampf oder Ihre Katze zeigt weitere bedenkliche Symptome wie Erbrechen oder Appetitlosigkeit, müssen Sie schnellstmöglich in die Tierarztpraxis oder die Tierklinik.
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