Wenn die Katze Sie nachts nicht schlafen lässt: So gehen Haustierbesitzer am besten mit nachtaktiven Stubentigern um. Diese Tricks helfen.
Beißen, Kratzen, Miauen – alles Eigenarten der Katze, mit denen Katzenliebhaber normalerweise leben können. Wenn man allerdings dadurch am Schlafen gehindert oder gar aus dem Tiefschlaf gerissen wird, kommt auch der vernarrteste Haustierbesitzer an die Grenzen seiner Zuneigung.
Für die Nachtaktivität von Katzen gibt es aber Gründe und außerdem gibt es Tricks, wie man sie verhindern kann. So gehen Sie mit einer Katze um, die Sie nachts nicht schlafen lässt.
Katze ist nachtaktiv: Woran das liegen kann
Ist Ihre Katze nachtaktiv und lässt Sie nicht durchschlafen, dann sollten Sie zunächst herausfinden, warum das so ist. Laut Wmn.de kann das zum Beispiel daran liegen, dass der Stubentiger gelangweilt oder nicht ausgepowert genug ist. Hat sich die Katze tagsüber nicht genug angestrengt oder ausgetobt, wird sie wortwörtlich nachts aktiv und streunt dann – oft nicht geräuschlos – durch die Wohnung.
Ein weiterer Grund kann Unwohlsein sein. Fühlt sich die Katze nicht wohl, weil sich zum Beispiel etwas Grundlegendes für das Gewohnheitstier geändert hat, kann sie das ebenfalls am Schlafen hindern. Das kann zum Beispiel nach einem Umzug oder einer anderen größeren Veränderung der Fall sein. Auch gesundheitliche Probleme oder ein Vitamin-Mangel können verantwortlich für die unruhigen Nächte der Katze sein. Sind alle anderen Gründe ausgeschlossen, sollte man dem Tierarzt einen Besuch abstatten.
Außerdem dürfen Katzenbesitzer nicht vergessen, dass Katzen von Natur aus Jäger sind, die oft auch nachts aktiv sein. Potenzielle Beute wie Mäuse ist eher im Dunkeln unterwegs, weshalb es auch die Katzen sind. Darüber hinaus gibt es Katzenrassen wie etwa die Bengalkatze, die genetisch bedingt nachtaktiv sind.
Nachtaktive Katzen zum Schlafen bringen: Diese Tricks helfen
Um zu verhindern, dass die Katze nachts keine Ruhe gibt und Herrchen oder Frauchen am Schlafen hindert, kann man diese Tricks ausprobieren.
1. Katze tagsüber auspowern
Katzen legen in diesem Fall ein ähnliches Verhalten wie Kinder oder auch erwachsene Menschen an den Tag: Wer tagsüber „chillt“ oder schläft, ist abends nicht müde. Deshalb kann es schon effektiv für den Schlafrhythmus des Tieres sein, wenn es sich tagsüber auspowert. Sollte die Katze aber eher Typ „Couch-Potato“ statt Mäusejäger sein, liegt es am Herrchen oder Frauchen, sie zu animieren. Am besten geht das natürlich mit Spielzeug und Zuwendung. Spielen Sie mit Ihrem Haustier, damit es angestaute Energie abbaut und nachts entspannt schlafen kann.
2. Futter stehen lassen
In der freien Natur fressen Katzen laut Perfrect-fit.de bis zu 20 kleine Mahlzeiten am Tag. Das bedeutet nicht, dass Haustierbesitzer 20 Mal am Tag den Napf füllen müssen, aber es bietet sich an, etwas Futter, am besten Trockenfutter, über Nacht stehenzulassen. Für den Fall, dass die Katze nachts Hunger bekommt, hat sie dann Zugang zu Futter und muss nicht laut an Ihrer Tür darum betteln.
3. Leises Spielzeug
Wenn die Katze doch einmal nachts spielen will, sollte ihr das nicht verwehrt bleiben. Für Herrchen oder Frauchen ist es aber angenehmer, wenn das zumindest keinen Lärm macht. Ein Spielzeug ohne Glocken und andere Geräuschquellen bietet sich hier an.
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4. Miauen ignorieren
So hart es am Anfang auch ist, manchmal muss das Tier einfach ignoriert werden. Wenn der Stubentiger merkt, dass sein Miauen vor der Schlafzimmertür nichts bringt, wird er es irgendwann auch wieder aufgeben. Hier empfehlen sich im Zweifel Ohropax für Herrchen oder Frauchen.
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5. Gesellschaft von anderen Tieren
Sollte der simple Grund für die Nachtaktivität die Langeweile sein, dann können Haustierbesitzer Abhilfe schaffen, indem sie für Gesellschaft sorgen. Das kann eine andere Katze oder auch ein Hund sein – sofern sich diese beiden Tierarten in diesem Fall verstehen. Auf diese Weise hat die Katze nachts einen Spielpartner und muss nicht beim schlafenden Menschen um Aufmerksamkeit betteln.
6. Wenn nichts hilft: Bachblüten
Wenn Sie all diese Tricks ausprobiert haben und nichts mehr hilft, dann kann man Katzen laut Liebenswert-magazin.de auch Bachblüten zur nächtlichen Beruhigung geben. Bevor Sie zu diesem Ausweg greifen, sollten Sie aber unbedingt einen Tierarzt um Rat fragen.
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