Viele Katzenhalter möchten ihr geliebtes Tier nach dessen Tod im eigenen Garten beerdigen. Dabei gibt es jedoch einige wichtige gesetzliche Vorgaben zu beachten.
Der Tod ihres Haustieres ist für viele Menschen verständlicherweise ein schwerer Schlag. Die geliebten Vierbeiner gehören einfach mit zur Familie und können nach ihrem Ableben nicht einfach so ersetzt werden. Umso wichtiger ist es, den Tod von Hund oder Katze angemessen zu verarbeiten. Ein wichtiger Schritt im Trauerprozess ist häufig eine feierliche Bestattung der Fellnase. Nicht in allen Fällen kann ein anständiges Begräbnis jedoch problemlos realisiert werden. Größere Tiere wie Pferde oder bestimmte Hunderassen dürfen beispielsweise nicht auf dem eigenen Grundstück beerdigt werden.
Bei kleineren Tieren verhält sich das dagegen meist anders. Katzenhalter können nach dem Tod ihres Tieres in den allermeisten Fällen sehr wohl eine Bestattung im eigenen Garten planen. Doch auch hier gibt es bestimmte gesetzliche Vorgaben, die unbedingt eingehalten werden müssen, um nach der Trauerfeier keine Probleme mit den Behörden zu bekommen. Wir haben die wichtigsten Infos zum Thema Katzenbestattung im Garten für Sie zusammengestellt.
Katze im eigenen Garten beerdigen: Das sind die gesetzlichen Vorgaben
Generell ist es in der Bundesrepublik Deutschland nicht verboten, eine Katze auf dem eigenen Grundstück zu beerdigen. Sollten Sie also ein Begräbnis im Garten für Ihre geliebte Fellnase planen, steht dem im Grunde genommen zunächst nichts im Wege. Dennoch hat der Gesetzgeber einige Regularien zu Tierbestattungen festgelegt, die es unbedingt zu beachten gilt, um im Nachhinein keinen Ärger zu bekommen oder Ihre Katze womöglich sogar noch einmal umbetten zu müssen.
Eine wichtige Vorgabe ist, das Grab mindestens zwei Meter von der Grundstücksgrenze entfernt anzulegen. Außerdem sollte Ihre verstorbene Katze von mindestens 50 Zentimeter Erde bedeckt sein. Das Grab muss dementsprechend so tief sein, dass nach dem Hereinlegen Ihres Tieres noch mindestens ein halber Meter Platz nach oben ist. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass andere Tiere Ihre Katze wittern und wieder ausgraben. Darüber hinaus gilt es zu bedenken, dass Sie Ihre Katze für das Begräbnis unbedingt in leicht verrottendes Material einwickeln sollten. Hierfür eignen sich unter anderem Wolldecken, Zeitungen oder Handtücher. Auch ein leichter Pappkarton kann anstelle eines Holzsarges verwendet werden.
Katze im eigenen Garten beerdigen: In diesen Fällen ist das Begräbnis verboten
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Obwohl eine Gartenbestattung Ihrer Katze nach deutschem Recht generell nicht verboten ist, gibt es dennoch bestimmte Situationen, in denen der Gesetzgeber der Beerdigung auf dem eigenen Grundstück den Riegel vorschiebt. Ein Grund hierfür ist häufig der Schutz des Grund- und Trinkwassers. Liegt Ihr Anwesen beispielsweise in einem Wasser- oder Naturschutzgebiet, ist ein Tierbegräbnis im eigenen Garten grundsätzlich verboten. Oftmals besteht diese Regel bereits, wenn sich Ihr Haus auch nur in der Nähe eines solchen Gebiets befindet.
Auf öffentlichem Grund ist das Begraben Ihrer Katze selbstverständlich ebenso verboten wie bei Vorliegen eines Mietverhältnisses. In letzterem Falle könnten Sie eine mögliche Bestattung Ihrer Katze im Garten jedoch mit dem Eigentümer des Grundstückes abklären. Sollte Ihre Katze an einer ansteckenden Krankheit gestorben sein, ist ein Begräbnis absolut ausgeschlossen. Die Gefahr einer Belastung des Grundwassers oder der Ansteckung anderer Tiere ist in diesem Fall einfach zu groß und darf nicht riskiert werden. In bestimmten Regionen sind Katzenbestattungen auf dem eigenen Grundstück außerdem generell verboten: Das Bundesland Bremen beispielsweise ist zu dicht besiedelt und hat einen zu hohen Grundwasserstand, um Tierbegräbnisse zu erlauben.
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Für viele Katzenhalter ist die Beerdigung im eigenen Garten selbstverständlich die schönste Lösung für eine angemessene Bestattung ihres geliebten Tieres. Sollten Sie sich jedoch mit der Situation konfrontiert sehen, dass in Ihrem Fall kein Begräbnis auf dem eigenen Grundstück erlaubt ist, gibt es einige gute Alternativen. In vielen Fällen reicht es bereits, beim Tierarzt Abschied von Ihrer Katze zu nehmen.
Auf diese Weise behalten Sie das Tier so in Erinnerung, wie Sie es kannten und Sie müssen sich im Nachhinein nicht mehr mit dem toten Körper konfrontieren. Deutschlandweit befinden sich an vielen Orten außerdem bereits Tierfriedhöfe, auf denen Sie Ihrer Katze eine liebevolle letzte Ruhestätte gestalten können. Darüber hinaus gibt es ebenso zahlreiche Tierkrematorien, in denen Sie Ihre Katze nach deren Tod einäschern können. Die Asche können Sie dann im eigenen Garten verteilen oder begraben, um Ihrem Tier eine angemessene Gedenkstätte zu errichten.
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