Gießkanne und Rasensprenger

Pflanzen gießen im Sommer: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

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Im Sommer und Frühling müssen Beete, Hecken und Rasen wieder regelmäßig gegossen werden. Welche Fehler Sie beim Pflanzengießen unbedingt vermeiden sollten.

Nicht nur im Hochsommer brauchen Blumen im Garten und auf dem Balkon ausreichend Wasser. Bereits im Frühjahr können heiße Temperaturen für Durststrecken im Beet sorgen. Wer seine Pflanzen im Frühling bei Bedarf gießt, schützt sie daher vor dem Austrocknen. Um das Wachstum von Blumen und Nutzpflanzen optimal zu unterstützen, müssen Gartenfreunde allerdings einige Dinge beim Gießen beachten. Welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten – und wie Sie damit außerdem Wasser sparen können, erfahren Sie hier.

Häufige Fehler: Was Sie beim Gießen beachten sollten

Bereits im Frühjahr kann es tagsüber sehr warm werden, Hobbygärtner sollten Pflanzen daher möglichst in den Morgenstunden gießen.

Im Frühling und Sommer müssen die meisten Pflanzen keinesfalls jeden Tag gegossen werden. Statt das Beet täglich ein bisschen zu gießen, ist es stattdessen ratsam, dies seltener, aber dafür ausgiebiger zu tun. Durch das ständige Gießen bilden die Pflanzen nur sehr oberflächlich Wurzeln aus. Reicht das Wurzelwerk dagegen bis in die tieferen Bodenschichten, können sich die Pflanzen in der Not besser selbst versorgen.

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Beim Gießen gilt es allerdings nicht nur die Menge zu beachten. Pflanzen können auch zur falschen Zeit gegossen werden. Experten von Öko-Test raten Gartenfreunden, möglichst in den frühen Morgenstunden zur Gießkanne zu greifen. Je kühler die Temperaturen am Morgen sind, umso weniger Wasser verdunstet dabei und versickert so einfacher im Boden.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © Alona Antoniadis via www.imago-images.de
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Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © Mar via www.imago-images.de
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Monkey Business 2 via www.imago-images.de
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Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Kateryna Kolesnyk via www.imago-images.de
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Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imageBROKER/O. Diez via www.imago-images.de
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Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Erich Teister
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Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © IMAGO/Ashley Corbin-Teich
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Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss via www.imago-images.de
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Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © -
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Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © IMAGO/TSpider

Pflanzen falsch gießen: Menge und Häufigkeit entscheidend

Wie viel Wasser die Pflanzen benötigen, hängt ganz von der Art und Sorte ab. Grundsätzlich gilt, dass Pflanzen mit größeren Blättern mehr Feuchtigkeit vertragen als Pflanzen mit nur kleinen Blättern. An schattigen Plätzen fällt der Wasserverbrauch zudem geringer aus als an sonnigen. Junge und frisch gesetzte Blumen und Sträucher brauchen dagegen häufiger frisches Wasser.

Ein Rasensprenger macht bei großen Rasenflächen durchaus Sinn. Beete, Hecken und Gemüse sollten jedoch keinesfalls mit dem Sprenger bewässert werden. Denn: Das Wasser gelangt beim bewässern mit dem Rasensprenger nur oberflächlich auf den Blättern, bis an die Wurzeln gelangt das Wasser in der Regel kaum oder gar nicht. Nasse Blätter können für manche Gemüsesorten darüber hinaus sehr schädlich sein. Kartoffeln oder Tomaten entwickeln beispielsweise schnell Pilzkrankheiten.

Rubriklistenbild: © Ekaterina Yakunina/Imago

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