Temperaturen bis 40 Grad möglich

Hitze-Alarm in Deutschland: Drei Tipps, wie Sie Ihre Pflanzen vor dem Austrocknen retten

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Die Hitzewelle hat Deutschland fest im Griff. Damit der Rasen nicht verbrennt oder Blumen vertrocknen, sollten Sie einige Maßnahmen treffen.

Bei Temperaturen bis zu 40 Grad macht die Sommerhitze nicht nur Menschen zu schaffen. Auch die Pflanzen in Ihrem Garten oder auf dem Balkon leiden unter hohen Temperaturen. Jetzt heißt es viel gießen – aber richtig. Sonst verdunstet das kühle Nass schneller, als Ihre Pflanzen es aufnehmen. Neben der richtigen Menge an Wasser können Sie Ihren Blumen, Stauden und Gemüsepflänzchen aber noch mehr Gutes tun, um sie bestmöglich vor dem Austrocknen zu schützen.

Bei extremer Hitze sollten Hobbygärtner Ihre Pflanzen am besten zweimal täglich gießen – morgens und abends.

Hitze-Tipp 1: Zur richtigen Uhrzeit und mit der richtigen Menge gießen

Wässern Sie Ihre Pflanzen in den frühen Morgenstunden, denn dann ist der Boden noch nicht aufgeheizt. Wenn Sie ein automatisches Bewässerungssystem verwenden, sollten Sie die Nachtstunden zum Gießen nutzen“, raten die Experten von Mein schöner Garten. Auch die richtige Gießtechnik ist bei Hitze wichtig:

  • Statt nur oberflächlich zu gießen, sollten Sie bei Hitze richtig ordentlich bewässern, damit das Wasser auch wirklich bis in die unteren Bodenschichten zu den Wurzeln durchdringt. Gießwasser lässt sich übrigens mit ein paar Tricks sparen, ohne dass Ihre Pflanzen leiden.
  • Bei Blumenkästen und Kübelpflanzen so viel gießen, bis unten wieder etwas Wasser herausläuft. Nutzen Sie Untersetzer, diese fangen das überschüssige Wasser auf.  
  • Auch den Rasen bei Trockenheit ruhig so lange sprengen, bis sich erste Pfützen bilden. Sonst könnten sich in der Rasenfläche braune Stellen bilden.
  • Das Gießwasser darf nicht zu kühl sein, sonst bekommen die Pflanzen kalte Füße und nehmen Schaden.

Hitze-Tipp 2: Schatten spenden

Gerade wärmeliebenden Pflanzen, Obst oder Gemüse machen hohe Temperaturen eigentlich nichts aus. Das Problem ist vielmehr die direkte Sonneneinstrahlung über viele Stunden – dann verbrennen die Blätter. Damit das nicht passiert, gönnen Sie Ihren Pflanzen ruhig etwas Schatten. Kurbeln Sie zur Mittagszeit die Markise nach vorne, stellen Sie einen Sonnenschirm auf oder spannen Sie ein Sonnensegel über Ihr Gemüsebeet. Kübel- und Topfpflanzen einfach in ein schattiges Plätzchen der Terrasse rücken. Langfristig schützen schattenspendende Bäume am besten vor der Gluthitze. Frühbeete und Gewächshäuser sollten Sie übrigens unbedingt gut belüften, damit sich die Hitze hier nicht anstaut.

10 Pflanzen, die Hitze ertragen – von Blumen bis Gemüse

Eine farbenfrohe Staude aus der Steppe: Das Mädchenauge ist sonnenverliebt.
Eine farbenfrohe Staude aus der Steppe: Das Mädchenauge ist sonnenverliebt. © McPHOTO/Imago
Das Eisenkraut (Verbene) reduziert mit kleinen Blättern die Verdunstung. Bei Schmetterlingen ist es sehr beliebt.
Das Eisenkraut (Verbene) reduziert mit kleinen Blättern die Verdunstung. Bei Schmetterlingen ist es sehr beliebt. © blickwinkel/Imago
Paprika- und Chilipflanzen stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und benötigen viel Wärme und Licht.
Paprika- und Chilipflanzen stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und benötigen viel Wärme und Licht. © Panthermedia/Imago
Die Blüten des Portulakröschens öffnen sich nur bei Sonnenschein, die fleischigen Blätter speichern Wasser für trockene Zeiten.
Die Blüten des Portulakröschens öffnen sich nur bei Sonnenschein, die fleischigen Blätter speichern Wasser für trockene Zeiten. © agefotostock/Imago
In der dicken Knolle kann der Schwarze Rettich Wasser speichern. Bei längerer Trockenheit wird er schärfer.
In der dicken Knolle kann der Schwarze Rettich Wasser speichern. Bei längerer Trockenheit wird er schärfer. © Panthermedia/Imago
Die tropische Kletterpflanze Dipladenie oder Mandevilla blüht in Weiß, Rosa und Rot. Auch auf dem Südbalkon kommt sie gut klar.
Die tropische Kletterpflanze Dipladenie oder Mandevilla blüht in Weiß, Rosa und Rot. Auch auf dem Südbalkon kommt sie gut klar. © Leemage/Imago
Natürlich muss auch die Aubergine gegossen werden, aber sie benötigte auch viel Wärme.
Natürlich muss auch die Aubergine gegossen werden, aber sie benötigte auch viel Wärme. © Addictive Stock/Imago
Der Steppen-Salbei übersteht, wie der Name vermuten lässt, lange Hitze- und Trockenperioden.
Der Steppen-Salbei übersteht, wie der Name vermuten lässt, lange Hitze- und Trockenperioden. © blickwinkel/Imago
Ein Präriepflanze für Balkon und Garten: Die Prachtkerze blüht bis zum ersten Frost.
Ein Präriepflanze für Balkon und Garten: Die Prachtkerze blüht bis zum ersten Frost. © CHROMORANGE/Imago
Person erntet Zwiebel
Die Zwiebel kommt auch mit wenig Wasser aus. Aber wenn sie mehr bekommt, werden die Knollen größer. © Shotshop/Imago

Hitze-Tipp 3: Boden bedecken

Damit der Boden bei Sommerhitze nicht austrocknet, hilft es, offene Stellen mit einer natürlichen Pflanzschicht zu bedecken. So verdunstet weniger Wasser und die Feuchtigkeit verbleibt in der Erde. Als Sofort-Maßnahme raten Garten-Experten eine Mulchschicht über der Erde auszubringen, etwa aus Rasenschnitt, Laub, Stroh oder Schnittgut. Auch Rindenmulch eignet sich hervorragend. Dieser kann sogar bei Topfpflanzen eingesetzt werden. Mulchen bietet allgemein einige Vorteile, die wir hier erklären.
Langfristig schützen Sie Ihren Garten jedoch am besten mit Stauden, Sträuchern und Bodendeckern vor immer wieder kehrenden Hitzeperioden. Tanja Matschinsky von der Hessischen Gartenakademie rät gegenüber Ökotest etwa zu Bodendeckerrosen und Teppichknöterich, Teppichsedum, Sternmoos, Golderdbeere, Elfenblume und Dickmännchen, Triumphator und Katzenminze.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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