Prophylaxe und Therapie

Gallensteine und Gallenkolik verhindern: Durch fettarme Ernährung können Sie vorbeugen

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In Deutschland erleiden jährlich etwa 15 bis 20 Prozent aller Frauen, fünf bis sieben Prozent aller Männer eine Gallenkolik. Wie lässt sich vorbeugen?

Wer es schon erlebt hat, weiß, wie unbeschreiblich schlimm sich diese Schmerzen im rechten Oberbauch anfühlen. Eine Gallenkolik tritt meist ganz plötzlich auf, begleitet von krampfartigen und sehr starke Schmerzen, und kann zwischen 15 Minuten und ca. fünf Stunden andauern. Die wellenartige Schmerzattacke strahlt häufig bis in den Rücken aus.

Eine Gallenkolik wird meist durch Gallensteine verursacht, was mithilfe einer Ultraschall- und Blutuntersuchung festgestellt wird. Frauen entwickeln häufiger Gallensteine und erleiden öfters eine Gallenkolik als Männer. Der Grund: Die weiblichen Geschlechts- und Schwangerschaftshormone geben vermehrt Cholesterin ab, was die Bildung von Gallensteinen begünstigen kann.

Gallensteine und Gallenkolik: So können Sie behandeln und vorbeugen

Eine Gallenkolik kann 15 Minuten, aber auch bis zu fünf Stunden andauern. (Symbolbild)

„Wer bei sich Anzeichen einer Gallenkolik feststellt, sollte dies schnellstmöglich ärztlich abklären lassen, gegebenenfalls auch in der Notaufnahme eines Krankenhauses“, rät der Gastroenterologe Prof. Dr. med. Heiner Wedemeyer von der Medizinischen Hochschule Hannover.

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Denn im schlimmsten Fall kann sich die Gallenblase durch die Kolik sogar entzünden. Gallenflüssigkeit könnte durch Risse in der Gallenblase in den Bauchraum gelangen und eine lebensbedrohliche Bauchfellentzündung verursachen. Zudem könnte sich auch die Bauchspeicheldrüse entzünden, da sie denselben Ausgang wie die Galle hat.

Hohes Cholesterin natürlich senken: Wie 15 Lebensmittel helfen, schädliches LDL-Blutfett zu reduzieren

Glas mit Saft
Starten Sie in den Tag mit einem leckeren Gurkensaft! Der hilft nicht nur beim Abnehmen, sondern bietet sich auch hervorragend an, um schädliches Cholesterin im Körper zu senken. Gurken besitzen nicht nur antioxidative und anti-diabetische Eigenschaften, sie regulieren auch den Fettanteil im Blut. © PixelsAway/Imago
Eine halbierte Zitrone mit abgeschälter Zitronenschale
Zitronen enthalten Pektine als Ballaststoffe, die nicht nur das Sättigungsgefühl beschleunigen und somit beim Abnehmen helfen. Pektine senken auch überschüssiges LDL-Cholesterin, wodurch einer Arteriosklerose und möglichen Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall entgegen gewirkt werden kann. © VWPics/Imago
Haferflocken im Glas
Wer regelmäßig ballaststoffreiche Lebensmittel wie Haferflocken und Haferkleie isst, kann nicht nur einer Fettleber vorbeugen oder diese heilen, sondern auch den Cholesterinspiegel im Körper senken. Haferflocken enthalten den hafertypischen Ballaststoff Beta-Glucan, der nachweislich Cholesterin im Blut reduziert. Dadurch kann Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall vorgebeugt werden. © sfinks/Imago
Grüner Salat, Paprika, Tomate
Grüner Salat, Paprika oder Tomaten sollten bei hohem Cholesterinspiegel regelmäßig auf Ihrem Speiseplan stehen. Essen Sie viel und regelmäßig Gemüse, um Ihre Blutfettwerte zu senken. Es wird angenommen, dass die in Paprika enthaltenen Carotinoide den zu hohen LDL-Cholesterinspiegel senken. Tomaten – ob frisch oder aus der Dose – hingegen können den Gehalt an gesundem HDL-Cholesterin im Blut steigern und so verhindern, dass sich Cholesterin in den Wänden der Blutgefäße einlagert. Verantwortlich dafür ist der Farbstoff Lycopin, der in Tomaten enthalten ist. © Design Pics/Imago
Spinat auf einem Brett
Blattgemüse wie Spinat zu essen, empfiehlt sich nicht nur, um eine Fettleber rückgängig zu machen. Spinat senkt auch den Cholesterinspiegel im Körper, indem es die Fähigkeit zur Bindung von Gallensäuren verbessert. © Alex9500/IMAGO
Frischer Fenchel
Wer Fenchel mag, sollte von dem gesunden Gemüse ruhig mehr essen. Denn dank seiner ätherischen Öle wie Anethol unterstützt Fenchel die Verdauung, bindet Giftstoffe im Darm und senkt so auf natürliche Weise den Anteil an schädlichem LDL-Cholesterin im Blut und in den Gefäßen. © CSP_HandmadePicture/Imago
Teller mit Erbsen
Hülsenfrüchte wie Erbsen senken nachweislich hohen Cholesterinspiegel im Blut. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, sogenannte Saponine, binden Cholesterin im Darm und reduzieren so die Aufnahme von zu viel Cholesterin aus der Nahrung. Darüber hinaus schützen Folsäure und Polyphenole in Erbsen das Gehirn. © Image Source/Imago
Schale mit roten Bohnen
Auch Bohnen enthalten die sekundären Pflanzenstoffe Saponine, die Cholesterin im Darm binden und verhindern, dass zu viel Cholesterin aus der Nahrung aufgenommen wird. Zudem besitzen Saponine entzündungshemmende, blutdrucksenkende, immunstimulierende, antibiotische und antioxidative Wirkung. © Image Source/Imago
Heringssalat mit Paprika
Salat muss nicht immer grün sein – auch der Heringssalat, angemacht mit verschiedenem Gemüse und Olivenöl, ist ideal, um das LDL-Cholesterin im Blut und den Gefäßen zu senken. Denn Hering zählt zu den Fischen, die reich an Omega-Fettsäuren sind. Diese gesunden Fette senken Triglyceride und LDL-Cholesterin und erhöhen gleichzeitig das „gute“ HDL-Cholesterin im Blut. © Christian Fischer/Imago
Schollenfisch in der Zubereitung
Besonders der Verzehr von Schollen-Fisch wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus, da auch er wertvolle Omega-3-Fettsäuren enthält. Diese essenziellen Fette sind wichtig für den Körper und sie können nachweislich zur Senkung der Cholesterinwerte beitragen. © artlana/Imago
Lachsfilet
Auch Lachs zählt zu den Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, die das „schädliche“ LDL-Cholesterin im Blut senken können. © Martin G. Dr. Baumgä/Imago
Olivenöl senkt Blutdruck und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Arteriosklerose reduziert wird.
Laut „Deutsche Herzstiftung“ senkt Olivenöl nachweislich das Risiko für Ablagerungen in den Gefäßen, der Arteriosklerose. Diese Erkrankung ist auch eine Folgeerscheinung von zu viel Fett im Blut, dem Cholesterin. Nehmen Sie täglich zwei Esslöffel von qualitativ hochwertigem Olivenöl zu sich, so können Sie Ihre zu hohen Cholesterinwerte senken beziehungsweise einem hohen Cholesterinspiegel sogar vorbeugen. © Panthermedia/Imago
Walnüsse
Wer gerne Nüsse knabbert, insbesondere Walnüsse, weiß nun, dass er damit seinen Gefäßen auch Gutes tut. Eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität in München belegt, dass Walnüsse einen positiven Effekt auf den Fettstoffwechsel nehmen, das heißt der regelmäßige Verzehr von Walnüssen senkt den Cholesterinspiegel, und das unabhängig vom Verzicht anderer Nahrungsmittel. 43 Gramm der Baumnuss pro Tag sollen den Fettstoffwechsel verbessern und das überschüssige LDL-Cholesterin nachweislich um ca. fünf Prozent senken. © C3 Pictures/Imago
Rote Äpfel
Wer kennt dieses Sprichwort nicht, „An apple a day keeps the doctor away“ – „Ein Apfel jeden Tag vermeidet den Gang zum Arzt“. Wenn es um die Senkung des LDL-Cholesterins geht, werden tatsächlich zwei Äpfel pro Tag empfohlen, so das Ergebnis einer Studie, die in „The American Journal of Clinical Nutrition“ veröffentlicht wurde. Äpfel sind reich an dem Ballaststoff Pektin, dessen cholesterinsenkender Effekt inzwischen vielfach nachgewiesen ist. © Nadia Maslova/Imago
Birnen
Birnen enthalten ebenfalls den Ballaststoff Pektin, welches das überschüssige LDL-Cholesterin im Darm bindet und so den Cholesterinspiegel senkt. © McPHOTO/H.R.Mueller/Imago

Gallensteine und Gallenkolik: Welche Therapie?

Viele Menschen leben mit Gallensteinen, ohne zu wissen, dass sie welche haben. Denn Gallensteine verursachen nicht zwangläufig Symptome wie Bauchschmerzen und Koliken. Solange die kleinen Kristalle keinerlei Beschwerden auslösen, empfehlen Experten auch keine symptomatische Therapie. Erst bei einer Gallenkolik werden zunächst Schmerzmittel verabreicht und anschließend die Gallensteine, die den Gallengang verstopfen, operativ entfernt.

Bei der sogenannten endoskopisch retrograden Cholangio-Pankreatikografie (ERCP) werden die festsitzenden Steine durch den Mund mit speziellen Drahtschlingen oder einem Ballonkatheter aus dem Gallengang geholt. Größere Steine müssen möglicherweise zunächst im Gallengang zertrümmert werden, bevor sie entfernt werden können. Oder der Gallengang wird mit einer Art Ballon gedehnt, damit sich die Steine lösen und abfließen können.

Gallensteine und Gallenkolik: Wie lässt sich vorbeugen?

Damit möglichst gar keine Gallensteine entstehen und es folglich zu keiner Gallenkolik kommt, sollten Sie sich fettarm ernähren, regelmäßig bewegen, Stressgefühl minimieren und nicht zu schnell über zehn Kilo Gewicht verlieren. „Auch im Zuge von Radikaldiäten kann es passieren, dass sich Gallensteine bilden“, betont Prof. Dr. Wedemeyer.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © MilanMarkovic/Imago

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