Geschwindigkeitskontrolle vor Kita: Knapp 100 km/h statt erlaubter 30
Es war wohl auch für die Polizei Berlin ein eher ungewöhnlicher Vorfall – weshalb die Beamten davon auch auf der Plattform X (ehemals Twitter) berichten. Bei einer Geschwindigkeitskontrolle vor einer Kita hatten sie den Autofahrer mit fast 100 km/h (dem Foto zufolge offenbar mit 97 km/h) geblitzt. Wie vor Kindergärten, Schulen und Altenheimen meist üblich, waren dort nur 30 km/h erlaubt.
Da, wo unsere Kolleg. der 3. BVHu gestern Vormittag am #Adlergestell standen, ist eine Kita. Deshalb ist dort 30. 15 🚘 waren zu schnell, 14 davon dürfen demnächst eine Weile stehen bleiben. Der Autofahrer mit knapp 100 war noch in "Autobahnmood" - wie er erklärte. ^tsm pic.twitter.com/Of3y5DA4Vm
Noch in „Autobahnstimmung“ – kuriose Begründung für Raser-Aktion vor Kita
Ob der Raser sich seines Vergehens auch nach dem Anhalten durch die Polizei bewusst war, scheint fraglich. Er sei noch in „Autobahnmood“ („mood“, engl. für „Stimmung“), erklärte er den Beamten. Nun dürfte er allerdings Zeit haben, über seinen Fahrstil nachzudenken – zu Fuß, auf dem Rad oder mit Bus oder Bahn. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts um 61 bis 70 km/h drohen zwei Punkte in Flensburg, 700 Euro Bußgeld und ein dreimonatiges Fahrverbot.
Rätselhafte Verkehrszeichen: Zehn Schilder, deren Bedeutung nicht jedem klar ist
In den Niederlanden wäre der Raser auch seinen Wagen vermutlich umgehend los gewesen. Denn dort gibt es das sogenannte „Wahnsinnsfahrt“-Gesetz: Bei extremen Verstößen kann das Fahrzeug beschlagnahmt werden, wie kürzlich auch ein 19-jähriger deutscher Raser erfahren musste.
Auch in Österreich wurde kürzlich eine Verschärfung des Verkehrsrechts beschlossen – dort können Autos von Temposündern bald versteigert werden. In Deutschland ist es ebenfalls möglich, ein Auto einzuziehen – und zwar, wenn es sich um ein sogenanntes „verbotenes Kraftfahrzeugrennen“ nach § 315f StVO handelt.