Verkehrsrowdy gestoppt

„Nach Führerscheinentzug geschrien“: BMW-Raser überholt Polizei – und fährt 228 km/h statt erlaubter 100

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Er überholte ein Polizeifahrzeug trotz durchgezogener Linie und raste mit 228 km/h statt erlaubter 100 km/h über eine Bundesstraße: Nun droht einem BMW-Fahrer mächtig Ärger.

Dass man als Autofahrer mal kurz nicht aufpasst und mit ein paar km/h zu viel geblitzt wird: Kann mal passieren. Doch es gibt auch immer wieder Fälle, bei denen der Person hinter dem Steuer sämtliche Sicherungen durchzubrennen scheinen. Kürzlich verlor ein 17-jähriger Raser die Kontrolle über seinen BMW M3 – ein Polizist konnte sich gerade noch retten. Und ein SUV-Fahrer hatte keine Lust zu warten und überholte einen Müllwagen kurzerhand über den Gehweg und fuhr dabei einen Müllwerker an. Nun hat die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern einen Extrem-Raser gestoppt.

228 km/h statt erlaubter 100: Polizei verfolgt BMW-M6-Raser

Aufmerksam wurde die Polizei auf den Verkehrsrowdy auf der Bundesstraße 105 Höhe Brandshagen: Trotz durchgezogener Fahrstreifenbegrenzung überholte der BMW M6 die Besatzung eines Videowagens der „besonderen Verkehrsüberwachung“. Die Polizisten folgten dem Raser, der im Anschluss auf der Bundesstraße 96 sein Fahrzeug teils weit über 200 km/h beschleunigte – ein Video-Screenshot zeigt ein Tempo von 228 km/h an. Wohlgemerkt auf einem Abschnitt, auf dem maximal 100 km/h erlaubt sind.

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Raser im BMW M6: Verdacht auf Einfluss von Betäubungsmitteln

Das war noch nicht alles: Weiter ging es mit einer augenscheinlichen Nötigung anderer Verkehrsteilnehmer durch dichtes Auffahren. Die Polizisten zogen den BMW M6 an einer Abfahrt aus dem Verkehr. Bei der Kontrolle des Fahrers, einem 37-jährigen polnischen Staatsbürger, ergab sich der Verdacht auf den Einfluss von Betäubungsmitteln – eine Blutprobe wurde durchgeführt.

Spektakuläre Streifenwagen: Die coolsten Polizeiautos aus aller Welt

Alpine A110 S der Gendarmerie
Platz 12 – Alpine A110 (Frankreich): Hinter das Lenkrad der Alpine A110 würden sich wohl viele Polizisten gerne setzen – 26 Exemplare des Mittelmotor-Sportlers hat das französische Innenministerium im Jahr 2021 bestellt. Fahren dürfen den Flitzer mit der schicken Lackierung aber nur die Kollegen der schnellen Eingreiftruppe „équipes rapides d’intervention“. Unter dem „Gendarmerie“-Schriftzug findet sich übrigens das „Motto“ der französischen Polizei: „Notre engagement, votre sécurité“ – etwas frei übersetzt heißt das soviel wie „unser Einsatz dient Ihrer Sicherheit“.  © Sebastian Geisler/Imago
Ein Audi R8 der Polizei von Dubai
Platz 11 – Audi R8 (Dubai): Die Polizei in Dubai ist für ihre spektakulären Streifenwagen weltweit bekannt. Auch ein Audi R8 der zweiten Generation gehört zum Fuhrpark des Emirats. Der Zehnzylinder des Ingolstädter Boliden leistet mindestens 540 PS, in stärkeren Varianten sogar mehr als 600 PS. Trotzdem ist der R8 unter all den exotischen Supersportwagen in Dubai schon fast nichts besonders mehr. © ZUMA Press/Imago
Ein Toyota Crown der japanischen Polizei
Platz 10 – Toyota Crown (Japan): Andere Länder, andere Polizeiautos: In Japan kommt bei den Beamten unter anderem der Toyota Crown zum Einsatz. Hierzulande kennt die Limousine kaum jemand, denn in Europa war dem Crown kein Erfolg beschieden – weshalb er wieder vom Markt verschwand. Mit den steil designten Polizei-Supersportwagen anderer Länder kann der Japaner natürlich nicht mithalten – aber seine sehr elegante Lackierung macht das locker wieder wett. © Sven Simon/Imago
Ein BMW i3 Streifenwagen der Polizei in München
Platz 9 – BMW i3 (Deutschland): Ein BMW i3 in Polizeilackierung? Das gab es hierzulande ab dem Jahr 2015. In mehreren Städten (wie hier in München) wurde getestet, ob der bayerische Stromer als Streifenwagen taugt. Doch bei den Beamten fiel der i3 am Ende durch. Gründe sollen vor allem der zu geringe Platz im Innenraum sowie die niedrige Reichweite von nur rund 160 Kilometern gewesen sein. © Smith/Imago
Ein Lamborghini Gallardo der italienischen Polizei
Platz 8 – Lamborghini Gallardo (Italien): Nicht nur in Dubai sind exotische Supersportler im Dienste der Polizei unterwegs – auch in Italien. Bereits im Jahr 2004 bereicherte ein bis zu 300 km/h schneller Lamborghini Gallardo den Fuhrpark der „Polizia“. Selbstverständlich ausgerüstet mit Blaulicht und Sirene. © eyevisto/Imago
Ein Lamborghini Huracan der italienischen Polizei
Platz 7 – Lamborghini Huracan (Italien): Der Gallardo ist inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen, weshalb mit einem neueren Modell nachgelegt wurde. Seit 2017 bereichert auch ein Lamborghini Huracan den Fuhrpark der italienischen Polizei. Unter anderem wird der Supersportler für Organtransporte eingesetzt. Und für solch eiliges Gut ist es sicherlich der richtige Wagen: Mindestens 580 PS leistet der verbaute V10 – das reicht locker für Geschwindigkeiten jenseits der 300 km/h. © Independent Photo Agency/Imago
Ein Porsche 924 in Polizei-Lackierung
Platz 6 – Porsche 924 (Deutschland): Keine Frage: Dieser Porsche 924 ist nicht mehr im Dienst – war er aber tatsächlich einmal. Anfang der 1980er-Jahre setzte Autobahnpolizei in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg den Stuttgarter Sportwagen ein. Zuvor war der 924 auch von Beamten in anderen Bundesländern getestet worden. Witzig wirkt aus heutiger Sicht vor allem das am linken Seitenfenster montierte Blaulicht.  © Revierfoto/Imago
Ein Bentley Continental GT der Polizei von Dubai
Platz 5 – Bentley Continental GT (Dubai): Ein Bentley Continental GT als Streifenwagen? Gibt’s! Natürlich in Dubai, wo bekanntermaßen eine ganze Flotte an Supersportwagen im Polizeidienst unterwegs ist. Nur wenige Temposünder dürften diesem W12-Boliden entkommen: Seine 575 PS beschleunigen den Briten auf bis zu 320 km/h. © Jan Huebner/Imago
Ein Tesla Model X der schweizer Polizei
Platz 4 – Tesla Model X (Schweiz): In Basel entschied man sich schon relativ früh für den Einsatz von Elektroautos im Polizeidienst: Bereits im Jahr 2018 wurden mehrere Tesla Model X angeschafft. Für Schlagzeilen sorgte allerdings vor allem eine Panne im Jahr 2022: Als Beamte mit dem Wagen einen Radler stellen wollten, blockierten die Türen – die Polizisten waren in dem Tesla gefangen. © Geisser/Imago
Ein Maserati der Polizei von Abu Dhabi
Platz 3 – Maserati GranTurismo (Abu Dhabi): Wer an ein Polizeiauto denkt, sieht vor seinem geistigen Auge vermutlich wohl keinen Maserati. Doch tatsächlich gibt es einen solchen Streifenwagen – und zwar in Abu Dhabi. Dort dürfen Polizisten mit einem Maserati GranTurismo auf Verbrecherjagd gehen – mit einer Leistung von mindestens 405 PS: © Imaginechina/Imago
Ein Ferrari FF der Polizei von Dubai
Platz 2 – Ferrari FF (Dubai): Spritverbrauch spielt im Emirat Dubai keine wirklich große Rolle – deswegen gehört natürlich auch ein Ferrari zum Polizei-Fuhrpark. Der FF mobilisiert aus seinem V12-Motor stabile 660 PS – und ist maximal 335 km/h schnell. Bei einer Verfolgungsjagd hat der Gegner also wohl kaum eine Chance. © Jan Huebner/Imago
Ein Ferrari der tschechischen Polizei
Platz 1 – Ferrari 458 Italia (Tschechien): Was ist billiger als kaufen? Richtig: Beschlagnahmen. Die tschechische Polizei hat Kriminellen einen Ferrari 458 Italia abgenommen – und kurzerhand zum Polizeiauto umgerüstet. Unter anderem soll der italienische Supersportler für die Jagd auf Autobahn-Temposünder eingesetzt werden. Neu kostete der 458 Italia mindestens rund 200.000 Euro – deshalb dürfen sich auch angeblich nur speziell ausgebildete Beamte hinter das Lenkrad des bis zu 324 km/h schnell Boliden klemmen. © Cover-Images/Imago

Polizei stoppt BMW-M6-Raser: Führerschein sichergestellt

Laut Polizei sei erkennbar gewesen, dass der Mann versucht habe, die höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen. Nun muss sich der 37-Jährige nicht nur wegen möglicher Nötigung im Straßenverkehr, dem Fahren unter Beeinflussung berauschender Mittel, sondern auch wegen der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen verantworten. Der Führerschein des Rasers wurde noch vor Ort nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft sichergestellt.

Unter dem entsprechenden Facebook-Post der Polizei Vorpommern-Rügen haben sich inzwischen zahlreiche Kommentare zu dem M6-Raser angesammelt – hier einige Beispiele:

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

  • „Der dürfte den nie wieder zurückkriegen.“
  • „Alter Verwalter…“
  • „Der Typ muss ganz sicher zur MPU.“
  • „Alter Schwede, da hat aber jemand nach Führerscheinentzug geschrien.“
  • „Wie oft ich das auf der Strecke schon hatte.“

Rubriklistenbild: © Polizei Stralsund

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