Zwei Hunde spielen in der Brandung
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Der Hund ist nicht nur der beste Freund des Menschen, er sucht sich auch unter seinesgleichen Gefährten. Die deutsche Zoologie-Journalistin und Hundeexpertin Kate Kitchenham schreibt dazu im Magazin dogs (Ausgabe 5/2017): „Die Begegnung zweier Hunde kann viel über die Intensität ihrer Freundschaft verraten“. Dazu gehöre zum einen ein großes Vertrauen in den Artgenossen, das Hunde durch Liegen auf dem Rücken verdeutlichen. Zum anderen würden befreundete Hunde „rituelle Spielsequenzen“, beispielsweise gegenseitiges „Erlegen“, das gleichzeitig von liebevollen Einheiten begleitet werde. Auch das sogenannte „Synchronspielen“ – wenn Hunde sich beim Spielen gegenseitig nachmachen – sei als Zeichen einer Freundschaft zwischen Hunden zu werten.
Zwei Katzen sitzen dicht nebeneinander
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Katzen können nicht nur untereinander Freundschaften schließen, sondern schätzen – entgegen der Vorurteile über die divenhaften Samtpfoten – auch die Gesellschaft anderer Tiere, beispielsweise von Hunden. Zum Thema Freundschaften unter Tieren äußerte sich der Wiener Verhaltensforscher Kurt Kotrschal wie folgt: „Wenn zwei Pferde, zwei Kühe oder auch Hund und Katze gerne viel Zeit miteinander verbringen, dann ist das Freundschaft.“
Weiße Pferde laufen durch Wasser
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Laut dem Cavallo Magazin machen enge Freundschaften Pferde nicht nur glücklicher, sondern auch gesünder. Von diesen Beziehungen können Pferdehalter ein Lied singen. Doch vom besten Kumpel, der sich mit durchs Koppeltor drängen will oder dem lautstarken Hinterherwiehern sollte man sich dem Magazin zufolge nicht stressen lassen – sondern die Freundschaften zwischen den Pferden zugunsten ihres Wohlbefindens viel eher fördern. Die Tiere würden durch enge Beziehungen sogar gelassener werden, argumentiert Cavallo – am Ende würden davon sogar Reiter und das Training profitieren, so das Magazin.
Zwei Esel necken sich.
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„Schau, die zwei Esel sind beste Freunde“ – wenn Sie diesen Satz hören, muss es nicht zwangsläufig um Menschen gehen. Denn Wissenschaft hat längst bestätigt, dass auch Esel beste Freunde haben können. Im Gegensatz zu Pferden sind den Tieren Zweierbeziehungen sogar lieber als die große Clique.
Zwei Schafe stehen nebeneinander
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Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten beschreibt Schafe als „verlässliche und einfühlsame Freunde“. Doch nicht nur, dass die Tiere untereinander Freundschaften schließen, ist bemerkenswert, sie haben sogar beste Freunde, mit denen sie „tiefe und dauerhafte Bindungen eingehen“. Bei Streitereien treten beste Freunde füreinander ein und trauern, wenn der andere verschwindet. Laut weekend.at hat die Biologin Anja Wasilewski zudem Folgendes unter Schafen beobachtet: „Kam es in der Herde zu einem Kampf zwischen zwei Böcken, blieb ein unbeteiligter dritter Bock stets in der Nähe der Kämpfenden, auch wenn er sich damit in Gefahr brachte. Als der Kampf vorüber war, eilte der treue Bock sogleich zu seinem Freund und versuchte ihn, durch Körperkontakt zu beruhigen.“
Zwei Kühe schmusen miteinander
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Auch Kühe schließen Freundschaften: Sie erkennen sich nicht nur gegenseitig, sondern haben auch beste Freunde. Diese bevorzugen sie und behandeln sie besonders liebevoll. Anzeichen für eine tiefe Kuhfreundschaft sind gegenseitiges Belecken sowie gemeinsames Fressen und Ruhen. In einer Studie wurde festgestellt, dass Kühe andere, bereits bekannte Kühe auf Fotos wiedererkennen und dann zu ihnen laufen. Die Trennung von zwei besten Kuh-Freunden sei laut weekend.at für beide Tiere eine besonders schmerzhafte Erfahrung.
Zwei befreundete Elefanten
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Best Ele-Friends forever – ob auch Elefanten das ihren Freunden schwören? Laut der Universität Wien deutet vieles darauf hin, dass auch „Elefantenbullen nicht als Einzelgänger, sondern mit Freunden durch die Savanne ziehen“. Wie weekend.at beschreibt, erkennt man befreundete Elefanten beispielsweise daran, dass sie die Rüssel auf dem Rücken des anderen ablegen.
Zwei Delfine springen aus dem Wasser.
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Die Süddeutsche Zeitung vergleicht das Sozialleben von Delfinen mit dem von Menschen: „Sie haben Freunde, mit denen sie oft Flosse an Flosse schwimmen, aber auch Feinde, die sie nicht ausstehen können. Außerdem ist jedes Tier Mitglied in verschiedenen Gruppen, die sich zu bestimmten Anlässen treffen.“ Außerdem gibt es laut dem Spiegel unter Delfinen Rufnamen: Mit den Lauten rufen sie sich zudem gegenseitig, wenn sie voneinander getrennt sind.
Fellpflege unter Affen
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Auch unter Affen entstehen enge Freundschaften. Dabei gehen nicht nur Menschenaffen, sondern auch viele andere Arten freundschaftliche Beziehungen ein. Wissenschaft.de fasst zusammen, wie die Tiere zueinander finden: „Je ähnlicher die Persönlichkeit zweier Affen ist, desto einfacher können sie Freundschaft schließen.“ Das betrifft weekend.at zufolge unter anderem das Alter: „Ältere Gruppenmitglieder interessieren sich kaum für wilde Jungspunde, sondern pflegen ihre Freundschaften lieber mit Gleichaltrigen, auch nimmt der Freundeskreis mit steigendem Alter ab.“ Umgekehrt seien jüngere Affen jedoch an älteren Artgenossen interessiert zu sein: „Junge Berberaffen wurden dabei beobachtet, wie sie sich bereitwillig um die Pflege der älteren Gruppenmitglieder kümmerten.“ (Symbolbild)
Zwei Wölfe laufen nebeneinander durch den Schnee.
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Dass auch Wölfe enge soziale Bindungen zu ihren Artgenossen eingehen, beweist die Tatsache, dass sie um ihre Freunde heulen, wenn diese das Rudel verlassen. Wie welt.de schreibt, spiegle das Heulen nicht den Stress der Tiere deswegen wider, sondern zeige „die soziale Bindung zum verlorenen Gruppenmitglied.“

Zuneigung im Tierreich

Treue Tier-Kumpels: Wussten Sie, dass diese 13 Arten beste Freunde haben?

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Nicht nur Menschen, sondern auch Tiere pflegen Freundschaften zu Artgenossen. Welche Tiere das sind, erfahren Sie in der Bildergalerie.

Ihre Kumpels erkennen die Tiere oftmals nicht nur Jahre später wieder, sondern kommunizieren auch mit ihnen und helfen einander, beispielsweise bei der Körperpflege. Inzwischen geht die Wissenschaft sogar über den reinen Nutzen einer Verbindung hinaus und spricht eher von Gefühlen, die genau wie beim Menschen mitunter durch das Liebeshormon Oxytocin entstehen, erklärt der Verhaltensbiologe und Buchautor Karsten Brensing gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

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