Expertin klärt auf

Betrug an der Ladesäule: Drei Tipps, um nicht auf Quishing hereinzufallen

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Wer an einer E-Auto-Ladesäule per QR-Code bezahlen möchte, sollte vorsichtig sein: Mit gefälschten Aufklebern wird immer wieder versucht, die Kunden zu betrügen.

Wer sein Elektroauto häufig an öffentlichen Ladesäulen auftanken muss, braucht meist eine Vielzahl an Ladekarten, um bei möglichst vielen verschiedenen Anbietern andocken zu können. Dazu kommen auch noch teils „überteuerte Preise“ an den öffentlichen Ladesäulen, die der Automobilverband VDA kürzlich scharf kritisierte. Doch wenn der Akku leer ist, bleibt einem manchmal keine andere Wahl als eine öffentliche Ladesäule anzusteuern. Eine Möglichkeit, um Ladesäulen ohne Ladevertrag freizuschalten, sind QR-Codes. Hier sollte man allerdings vorsichtig sein – denn der QR-Code könnte von Betrügern an die Ladesäule geklebt worden sein.

Kann teuer werden: Mit sogenannten Quishing-Aufklebern greifen Betrüger an Ladesäulen Kreditkartendaten ab. (Symbolbild)

Quishing an der Ladesäule: So gehen die Betrüger vor

Das Phänomen des sogenannten Ladesäulen-Quishings ist noch relativ neu – im Jahr 2024 wurden ersten Fälle bekannt. Das Wort Quishing setzt sich zusammen aus „QR“ und „Phising“, es handelt sich also um eine Phishing-Methode mithilfe von QR-Codes, die auch nicht ausschließlich bei Ladesäulen angewandt wird. Für die Betrüger sind die QR-Codes relativ leicht herzustellen. Der gefälschte Code-Sticker wird dann von den Kriminellen über den echten Code geklebt. Scannt man den gefälschten QR-Code, landet man nicht beim Betreiber, sondern auf einer Betrugsseite, die der echten Webseite täuschend ähnlich sieht.

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Quishing-Falle vermeiden: Worauf E-Autofahrer beim Laden per QR-Code achten sollten

Gibt man beispielsweise die Kreditkarten auf der Fake-Website ein und autorisiert die Zahlung, ist das Geld weg – und die Ladesäule bleibt blockiert. In einem Video (weiter unten zu finden) gibt eine ADAC-Expertin Tipps, wie man verhindern kann, Betrügern auf den Leim zu gehen. Grundsätzlich empfiehlt sie das Laden per QR-Code zu vermeiden. Stattdessen sollte man die Freischaltung per App, die RFID-Ladekarte oder das Kreditkartenterminal an der Ladesäule nutzen – wenn denn eines vorhanden ist. Gibt es keine andere Möglichkeit als einen QR-Code zu nutzen, sollte man folgende Punkte beachten:

  • QR-Code genau anschauen: Ist der Aufkleber sauber, qualitativ hochwertig und passt er zur Säule? Oder zeigt er Auffälligkeiten wie abgeblätterte Ränder? „Herumknibbeln“ sollte man nach Ansicht der Expertin am Aufkleber nicht, denn wenn das jeder mache, könnte auch ein echter QR-Code beschädigt werden.
  • Website und URL kontrollieren: Passt die URL zur offiziellen Seite des Betreibers oder einer bekannten Roaming-Plattform? Auch sollte die URL auf eine vertrauenswürdige Domain wie „..de“ oder „.com“ enden. Dubiose Ländercodes seien ein Warnsignal.
  • Ladepunkt-ID vergleichen: Auf einer seriösen Webseite werde immer angezeigt, welchen Ladepunkt man gerade anwählt. Diese ID sollte mit der des Ladepunktes, vor dem man sich gerade befindet, abgeglichen werden. Wird keine ID angezeigt oder stimmen sie nicht überein, sollten die Alarmglocken läuten.

Quishing an der Ladesäule vermeiden: Zusatz-Tipp von der Polizei

Ein weiterer Tipp der Gewerkschaft der Polizei lautet: Falls es einen zusätzlichen QR-Code im Display gibt, sollte man immer diesen anstelle des Aufklebers scannen.

Von der Bildfläche verschwunden: Zehn große Automarken, die es nicht mehr gibt

Ein Simca 1100 GLS Baujahr 1972 auf einer Oldtimermesse
Simca – Die Geschichte von Simca (Société Industrielle de Mécanique et Carrosserie Automobile) begann 1934 als Lizenzfertiger von Fiat-Fahrzeugen in Frankreich. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden auch eigene Modelle produziert. Im Jahr 1978 wurde der Autobauer von Peugeot übernommen und die Marke Simca aufgegeben. Die noch existierenden Modellreihen wurden bis 1986 unter dem Markennamen Talbot verkauft. © Sebastian Geisler/Imago
Ein Oldsmobile Vista Cruiser
Oldsmobile – Hierzulande weitgehend unbekannt, gehörte Oldsmobile in den USA vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren zu den erfolgreichsten Marken. Ein bekanntes Modell war beispielsweise der Vista Cruiser (Foto): Ein markant gestalteter Kombi, von dem zwischen 1964 bis 1977 mehr als 360.000 Exemplare gebaut wurden. Anfang der 2000er-Jahre gingen die Verkäufe stark zurück, sodass die Mutter General Motors im Jahr 2004 die Produktion von Fahrzeugen der Marke komplett einstellte. © Pond5 Images/Imago
Ein NSU Prinz auf einem Oldtimer-Treffen
NSU Motorenwerke – Die Geschichte des Unternehmens begann in den 1870er-Jahren als Hersteller von Strickmaschinen. Später produzierte das Unternehmen Fahr- und Motorräder. Erst Ende 1958 kam mit dem Prinz das erste Automodell des Herstellers auf den Markt – es wurde in mehreren Generationen bis 1973 produziert. Bereits 1969 fusionierten NSU und Auto Union zur Audi NSU Auto Union AG, die 1985 wiederum in Audi umfirmierte – mit diesem Schritt verschwand auch der Name NSU. © CEPix/Imago
Ein Plymouth Superbird in einem Museum
Plymouth – Einst gehörte Plymouth zu den erfolgreichsten Automobilmarken der USA und war in den 1940er-Jahren sogar der zweitgrößte US-Hersteller – noch vor Ford. Anfang der 1960er-Jahre verlor die Marke jedoch rapide Marktanteile, bevor man ab 1965 mit Muscle-Car-Modellen wie dem Barracuda oder Road Runner kurzfristig wieder Boden gut machen konnte. Eines der bis heute legendärsten Modelle war der Plymouth Superbird (Foto): eine stark modifizierte Version des Road Runner. Das Modell mit dem gigantischen Spoiler fand jedoch Anfang der 1970er-Jahre kaum Kunden, weshalb weniger als 2.000 Exemplare gebaut wurden. Nach und nach verlor die Marke immer mehr ihre Identität. 2001 entschied die Mutter DaimlerChrysler schließlich, die Marke Plymouth einzustellen. © Pond5 Images/Imago
Eine Borgward Isabella auf einer Messe
Borgward – Zu den größten Verkaufserfolgen des Bremer Autobauers Borgward zählte die von 1954 bis 1962 gebaute Isabella (Foto). Doch bereits ab Mitte der 1950er-Jahren ging es mit dem Unternehmen wirtschaftlich bergab. Anfang der 1960er-Jahre führten die Probleme schließlich zum Untergang. Mitte der 2010er-Jahre wurden die Markenrechte nach China verkauft. Mit SUV-Modellen wurde schließlich ein Comeback-Versuch gestartet, der aber nach kurzer Zeit im Sande verlief. © Pond5 Images/Imago
Ein Daewoo Matiz auf einer Automesse
Daewoo – Mitte der 1990er-Jahre versuchte sich in Europa die koreanische Marke Daewoo zu etablieren – unter anderem mit dem Kleinstwagen Matiz (Foto). Allerdings war dem Hersteller kein Erfolg beschieden: Nachdem das Unternehm in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, wurde die Pkw-Sparte von einem Konsortium um General Motors übernommen. Ab 2005 wurden die Daewoo-Modelle (auch der Matiz) dann unter dem Namen Chevrolet verkauft.  © Papsch/Imago
Der 1.000.000 Trabant im Museum
Trabant – Obwohl der Trabant bereits in den 1960er-Jahren als veraltet galt, war er ein echter Verkaufsschlager – allerdings gab es in der ehemaligen DDR auch kaum Alternativen zu dem von Sachsenring produzierten Zweitakter. Geduld war nicht nur aufgrund der geringen Motorleistung, sondern auch wegen der durchschnittlichen Wartezeiten auf ein Fahrzeug von mehreren Jahren gefragt. Dennoch: Mehr als drei Millionen „Trabis“ liefen zwischen 1958 und 1991 vom Band. Das Foto zeigt das 1.000.000-ste Exemplar, das im November 1973 gebaut wurde. Mit dem Ende der DDR endete auch bald die Produktion des Trabis. © Eberhard Thonfeld/Imago
Ein Pontiac Firebird Trans Am, Baujahr 1984
Pontiac – Die US-Marke Pontiac war vor allem in den 1960er-Jahren sehr erfolgreich. Hierzulande kennen viele den Hersteller vor allem aus Serien und Filmen. Der schwarze Pontiac Firebird Trans Am (zweite Generation) mit dem riesigen Adler auf der Haube faszinierte die Zuschauer in „Smokey and the Bandit“ (1977). Die dritte Generation des Firebird (Foto) wurde in den 1980er-Jahren als Basis des Serien-Wunderautos K.I.T.T bekannt. Der große Erfolg früherer Jahre stellte sich dennoch nicht mehr ein: 2010 legte der General-Motors-Konzern die Marke Pontiac auf Eis. © Pond5 Images/Imago
Ein Saab 900 Cabrio Baujahr 1991
Saab – Das erste Pkw-Modell des Herstellers ging 1949 als Saab 92 in Serie. Wirklich große Stückzahlen produzierte der schwedische Autobauer zwar nie, dennoch gelten einige Baureihen wie der 900 (Foto zeigt die Cabrio-Version) als legendär. 1998 ging Saab eine Kooperation mit General Motors ein. Fortan wurden viele Gleichteile aus dem Konzernverbund eingesetzt, dennoch stellte sich auf lange Sicht kein wirtschaftlicher Erfolg ein. 2011 meldete Saab Insolvenz an.  © Sebastian Geisler/Imago
Ein Rover 75
Rover – Die Geschichte des englischen Automobilherstellers Rover geht bis ins Jahr 1896 zurück. Über viele Jahrzehnte konnten sich die Briten im Automobilgeschäft behaupten, bis das Unternehmen 1967 Teil der British Leyland Motor Cooperation wurde. Durch eklatante Fertigungs- und Qualitätsmängel ruinierte die Marke ihren Ruf – bis es Anfang der 1980er-Jahre durch eine Kooperation mit Honda wieder etwas bergauf ging. 1994 übernahm schließlich BMW die britische Marke – und versenkte dadurch Milliarden. 2000 zog der bayerische Autobauer die Reißleine und gliederte Rover wieder aus. 2005 folgte die Insolvenz. © Heritage Images/Imago

Ist man auf einen Quishing-Aufkleber hereingefallen, ist es laut der ADAC-Expertin schwierig, das Geld zurückzubekommen. Auf jeden Fall sollte man aber die Kreditkarte sperren lassen, damit weiterer Missbrauch ausgeschlossen wird. Außerdem sollte man den Ladesäulenbetreiber informieren, damit der gefälschte Code entfernt werden kann und nicht noch mehr Elektroauto-Fahrer Opfer der Betrüger werden.

Rubriklistenbild: © Belga/Imago

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