Gefälschte QR-Codes

Abzocke an der E-Ladesäule: Wie Betrüger versuchen, E-Auto-Besitzer mit „Quishing“ zu prellen

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Betrug durch „Quishing“: Wer an einer E-Auto-Ladestelle per QR-Code bezahlen will, sollte vorsichtig sein. Mit gefälschten Aufklebern wird versucht, die Kunden zu betrügen.

Kriminelle gehen mit der Zeit. Weil immer mehr Menschen bargeldlos bezahlen, ist das sogenannte Phishing heutzutage eine gängige Abzockmasche. Im Grunde geht es darum, über betrügerische Online-Nachrichten an persönliche Daten zu kommen – damit kann dann allerlei Schindluder getrieben werden und beispielsweise Geld vom Konto überwiesen oder Online-Bestellungen getätigt werden. Eine Spezialform davon ist das Quishing: Statt mit Links wird hier mit QR-Codes gearbeitet. Auch Ladesäulen für Elektroautos haben Betrüger damit nun offenbar im Visier.

Echte QR-Codes an Ladesäulen überklebt – Kreditkartendaten können mitgelesen werden

Wie auto motor und sport berichtet, seien dem Magazin einige Fälle bekannt. Bei der Masche werden die echten QR-Codes an Ladesäulen mit gefälschten Stickern überklebt. Nutzen E-Auto-Fahrer den falschen Code, können die Betrüger die Kreditkartendaten mitlesen – und versuchen im Anschluss, Geld vom Bankkonto abzubuchen. Eine ähnliche Masche leitet die Kunden auf eine gefälschte Website des Ladesäulenbetreibers, wo die Kunden ihre Kontodaten hinterlegen. Im zweiten Anlauf landen die E-Auto-Fahrer dann auf der richtigen Homepage, wodurch der erste Fehlversuch oft schnell vergessen wird. Die meisten von dem Magazin befragten Ladesäulenbetreiber bestreiten das Problem des Ladesäulen-Quishings. Ein Anbieter erklärte, an „weniger als 30 Säulen“ gefälschte QR-Sticker gefunden zu haben.

Vorsicht bei QR-Codes an Ladesäulen: Durch gefälschte Aufkleber versuchen Betrüger, Kunden abzuzocken. (Symbolbild)

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Ladesäulen-Quishing: Nicht einfach, sich davor zu schützen

Auch der BRF berichtet über das Ladesäulen-Quishing. In einem Fall seien von einer Karte beispielsweise 300 Euro abgebucht worden. Wie der Cybersecurity-Experte Eddy WIllems gegenüber dem Rundfunksender erklärte, sei es gar nicht so einfach, sich gegen die Masche zu schützen. Denn die Aufkleber wirkten täuschend echt und die Betreffenden merkten kaum, dass etwas nicht stimme. Seine Empfehlung an die Ladesäulen-Anbieter: „So leid es mir tut, aber man sollte in jedem Fall QR-Codes möglichst vermeiden.“

Was der ADAC den Ladesäulenbetreibern empfiehlt

Dem ADAC liegen bislang keine Beschwerden von Mitgliedern vor, die Opfer des Ladesäulen-Quishings geworden sind, erklärt der Automobilclub auf Anfrage von IPPEN.MEDIA. „Aus Sicht des Mobilitätsclubs sind die Ladestationsbetreiber aufgefordert, die Bezahllösungen möglichst betrugssicher zu gestalten“, sagte ein Sprecher. „Eine Möglichkeit sind dynamische QR-Codes, die nicht auf einem Aufkleber aufgedruckt sind, sondern auf einem Display angezeigt werden. Alternativ könnten Betreiber auch ganz auf QR-Codes verzichten und Kartenterminals für die Direktbezahlung einsetzen.“

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Ladesäulen-Quishing ist aber bei weitem nicht der einzige Betrug, vor dem sich Autofahrer schützen sollten. So warnt der ADAC beispielsweise vor falschen Pannenhelfern. Auch in Fake-Shops für Autoreifen kann man viel Geld verlieren. Eine besonders freche Masche ist das Verteilen von gefälschten Strafzetteln.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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