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Falsche Bestellbestätigung: So dreist gehen Betrüger bei Amazon vor

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Amazon warnt vor Betrug im Internet oder per Telefon. In einer Mail wandte sich der Versandriese an seine Kunden und gab ihnen auch Tipps.

Kassel – Im Internet ist Vorsicht geboten. Unternehmen warnen ihre Kunden immer wieder vor fiesen Betrugsmaschen. Das Ziel sind dabei häufig die Kundendaten. Zuletzt warnte etwa Paypal seine Nutzer vor einer ungewöhnlichen Masche. Auch Amazon-Kunden sollten Vorsicht walten lassen – besonders dann, wenn es um Bestellbestätigungen geht. Das Unternehmen schrieb seinen Kunden eine Mail und gab Tipps, um gar nicht erst in die Falle der Betrüger zu tappen.

Unternehmen: Amazon
Sitz: Seattle
Branche:Online-Versandhandel
Gründung von:Jeffrey P. Bezos im Jahr 1994

Amazon warnt vor falscher Bestellbestätigung: So dreist gehen Betrüger vor

„Betrüger:innen sind kreativ und entwickeln ständig neue Methoden, nutzen neue Technologien und ändern ihre Taktiken, um nicht entdeckt zu werden. Gehe auf Nummer sicher, indem du dich mit ihren aktuellsten Betrugsmaschen vertraut machst“, schrieb das Unternehmen an seine Kunden.

Konkret handele es sich um Betrug mit Bestellbestätigungen, informierte Amazon weiter. Betrüger würden per Anruf, Textnachricht oder E-Mails. Diese würden auf einen nicht autorisierten Kauf hinweisen. Der Nutzer würde dann aufgefordert werden, „dringend zu handeln, um den Kauf zu bestätigen oder zu stornieren“. Die Betrüger wollen dem Onlineriesen nach Kunden dazu bringen:

  • Zahlungs- oder Bankkontoinformationen preiszugeben,
  • Software auf dem Computer/Gerät zu installieren,
  • Geschenkkarten zu kaufen.

Des Weiteren gehe es um den Betrug mit Zahlungsinformationen. Hier würden Betrüger Amazon-Kunden auffordern, Zahlungsinformationen zu aktualisieren oder eine Zahlung zu tätigen für eine Bestellung, die der Kunde nie getätigt habe. „Sie drohen damit, den fälligen Betrag einzutreiben, wenn du deine Zahlungs- oder Kontoinformationen nicht zur Verfügung stellst“, erklärte Amazon.

Amazon warnt seine Kunden vor Betrüger-Mails - und gibt Tipps

Gegenüber den Kunden stellte der Versandriese klar: Weder würde es Korrespondenzen zu einer Bestellung schicken, die die Kunden nicht erwarten, noch würde darum gebeten, Zahlungsinformationen per E-Mail oder Telefon anzugeben. Zudem gab Amazon den Verbrauchern einige Tipps, um Betrug zu erkennen.

So sollten Kunden misstrauisch werden bei falscher Dringlichkeit, niemals telefonisch bezahlen und einen Link erst prüfen, bevor sie diesen anklicken.

Amazon warnt seine Kunden vor hinterlistigen Mails. (Symbolfoto)

Betrüger nutzen nicht nur Amazon: Verdächtige Mails melden

Auch die Verbraucherzentrale gibt im Umgang mit unerwarteten E-Mails Handlungsempfehlungen. In einer Verbraucherinformation heißt es konkret:

  • Klicken Sie niemals auf Links.
  • Öffnen Sie niemals Datei-Anhänge.
  • Antworten Sie nicht auf diese Mails.

Verdächtige E-Mails könnten direkt an die Verbraucherzentrale weitergeleitet werden: phishing@verbraucherzentrale.nrw. Eingehende Mails würden dann ausgewertet und auf deren Basis über neue Betrugsvarianten informiert. Personenbezogene Daten bleiben dabei anonymisiert, heißt es weiter. Neben Mails kommen auch Betrugsmaschen per Telefon nicht selten vor. Und auch Bank-Kunden sollten Vorsicht walten lassen. Betrüger lassen sich ständig neue Abzockmaschen einfallen. (mbr)

Rubriklistenbild: © Moritz Frankenberg/dpa

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